Innovationspreis für ausdruckbare Medizin

16. September 2010, 14:53

In Graz wurden die steirischen "Fast Forward Awards" vergeben

Graz - Das Grazer K1-Kompetenzzentrum "Pharmaceutical Engineering" (RCPE) ist mit auf Papier ausdruckbaren Arzneistoffen als einer der Gewinner des diesjährigen steirischen Innovationspreises "Fast Forward Award" gekürt worden, der Mittwochabend in Graz vergeben wurde. Die insgesamt sechs Kategoriensieger erhielten unter anderem jeweils 10.000 Euro, teilte die Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SFG) mit.

Verfahren

Herkömmliche Arzneimittel mit ihrer nicht veränderbaren Zusammensetzung an Wirkstoffen sind nicht für alle Personen gleich gut geeignet, daher kommt es immer wieder zu Über- oder Unterdosierungen. Das Kompetenzzentrum Research Center Pharmaceutical Engineering (RCPE) hat sich daher mit dem Projekt "Printable Medicine (PoP - Pills on Paper)", das in der in der Kategorie "Institutionen der F&E" ausgezeichnet wurde, auf personalisierte Medizin spezialisiert.

Dabei wurde ein Verfahren entwickelt, das speziell auf die Eigenschaften des Patienten (Alter, Geschlecht, Körpergröße) abgestimmte Arzneistoffe auf essbare Spezialpapiere druckt und in eine Gelatinekapsel einbringt, die dann vom Patienten oral eingenommen werden kann. Neben einer Verbesserung der Medikation könnten dadurch Kosten- und Zeitaufwand für klinische Studien und in der Produktion stark reduziert werden.

Weitere Preisträger

In der Kategorie "Großunternehmen" kürte die Jury die ACC Austria GmbH für die Entwicklung eines neuartigen Kältemittelkompressors, der im Vergleich zu Konkurrenzprodukten kleiner, effizienter und kostengünstiger sei. Solche Kompressoren sind das zentrale Element von Haushaltskühlgeräten.

Bienenwaben und das Fell von Eisbären hat sich Alutechnik Matauschek zum Vorbild für ein innovatives Aluminiumfester genommen, das einen um 60 Prozent besseren Wärmedämmwert als herkömmliche Fenster aufweise. Dafür gab es den Kategoriensieg bei den "Mittleren Unternehmen". Den ersten Platz bei den "Kleinunternehmen" holte sich Hecus X-Ray Systems mit dem Zusammenführen von zwei unterschiedlichen Messverfahren im Bereich der physikalischen Analytik.

Die YLOG GmbH wurde in der Kategorie "Kleinstunternehmen" ausgezeichnet. Das Unternehmen baut für den Behältertransport in Logistikunternehmen autonome Roboter, die sich gegenseitig erkennen, Vorrangregeln und Einbahnen beachten und auf diese Weise ihre Aufträge vollkommen autonom erledigen. Gewinner des vom Publikum ermittelten "Public Forward Award" ist die Formingruen GmbH für ein Bepflanzungssystem, das insbesondere die kreative Begrünung von vertikalen Flächen in Modulform ermöglich.

Insgesamt wurden im Rahmen des 14. "Fast Forward Award" 118 Projekte eingereicht. Hecus X-Ray Systems, Alutechnik Matauschek und ACC Austria sind als steirische Vertreter für den Staatspreis Innovation nominiert, der im Frühjahr 2011 in Wien vergeben wird. Beim KMU-Sonderpreis Econovius wird YLOG ins Rennen gehen. (APA)

Der Ätzer
00
26.9.2010, 16:53
Ein Drucker der mit Chemikalien druckt, kann sicher genau dosieren!

Man braucht danach nur die Druckfolie abzuschlecken.

Was ist schlecht daran - wenn man sich etwas Fantasievolles ausdruckt?

Macht, Medien und meine Meinung!
00
16.9.2010, 23:23
werden mediziner

immer unfähiger
mir kommts schon so vor

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