Facebook-Alternative

Diaspora veröffentlicht Quelltexte und Screenshots

16. September 2010, 12:34

Im Oktober soll eine Vorversion online gehen

Das als Open-Source-Projekt entwickelte Soziale Netzwerk Diaspora will die gleichen Funktionen anbieten wie Facebook und andere Social-Media-Systeme. Es verbindet die Teilnehmer dabei aber direkt miteinander, statt die Kommunikation wie die Konkurrenten von einem zentralen Server aus zu steuern.

Screenshots

Nun haben die Entwickler, wie angekündigt, Quelltexte und Screenshots veröffentlicht. Im Oktober soll eine Vorversion online gehen. 

P2P-Netz

Die Teilnehmer von Diaspora sind per Internet verbunden, betreiben die Software aber jeweils auf ihrem eigenen Rechner. Dies kann der eigene PC sein oder ein gemietetes Konto bei einem Web-Hoster. Dort installieren die Anwender die Diaspora-Software, alle ihre Daten bleiben jeweils in ihrem Besitz, ähnlich wie beim Blogging-Dienst Wordpress. Diaspora erhält keine Einsicht oder Kontrolle über die Informationen. Die vier Entwickler, Studenten der New York University, arbeiten mit freiwilligen Helfern seit dem Frühjahr an Diaspora. Über eine Web-Seite haben sie rund 200.000 Dollar an Spenden erhalten.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg nimmt die Alternative bisher offenbar nicht sehr ernst: Weil Diaspora eine "coole Idee" sei, habe er dem Projekt Geld gespendet, sagte er vor einigen Wochen dem US-Magazin "Wired". (red)

Der WebStandard auf Facebook

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 181
1 2 3 4 5
Jetzt!
00
31.8.2011, 03:28
bleibt dann wenigstens die nervige werbung (siehe fb) weg?

Andersen
00
24.9.2010, 02:01

Ist denen kein eigenes Screen Design eingefallen?

tagr.tv
03
17.9.2010, 14:26
Höchste Zeit - das kann richtig gut werden!

Maxwell Salzberg, einer der Gründer, hat bei der Ars Electronica ("Open Source Life") über die Entstehung und Pläne von Diaspora erzählt - hier das Video: http://tagr.tv/?p=515

spitzenkandidat.2.0.
00
17.9.2010, 13:35
irgendwie...

...erinnert mich das ganze ja an Soulseek.
Nur ein bisschen weniger Datentauschen (ob das wohl so bleiben wird ... ) und ein bisschen mehr private Bilder und Daten.

meineMeinung
00
17.9.2010, 12:15

Facebook, Xing, Netlog, Twitter, blog und jetzt noch Diaspora. Schön langsam wird meine Extrovertiertheit zum Stress. (-;

Kim Only
51
17.9.2010, 11:25
Warum Diaspora kein Facebook Killer ist!

http://www.tirolblog.at/2010/09/1... llen-wird/

Ston3at
00
17.9.2010, 13:25

Leiwand, weil ja die User gern dort sind wo sie mit Werbung zugemüllt werden?

Ausserdem mangelnde Kenntnisse? Jeder Wordpress Blog hat ähnliche technische Voraussetzungen und davon gibts mittlerweile an die 12 Millionen..

Kim Only
00
17.9.2010, 13:32

1. ja, denn diejenigen, die diese netzwerke in kommerzieller absicht nutzen (und sei es nur durch einbau eines like buttons auf der jeweiligen unternehmens-seite), tragen gleichzeitig zur festen etablierung von facebook als quasi standard netzwerk
bei.

2. abgesehen davon, dass wordpress an sich kein netzwerk ist: 12 mio. usern ist weit entfernt von der kritischen masse eines globalen social networks entfernt, mit solchen zahlen wird facebook sicherlich nicht gekillt!

Ston3at
00
17.9.2010, 13:51

Tja und ich bin froh wenn ich nicht mehr mit Werbung zugemüllt werde sondern nur mehr mit unnötigen Statusnachrichten meiner Freunde.

Und 12 Millionen Nutzer zeigen wohl eindeutig, dass keine Computerkenntnisse erforderlich sind um Wordpress und in weiterer Folge auch Diaspora zu nutzen.

the JJ
00
18.9.2010, 00:45

12 Millionen Wordpress-Nutzer (nur aktive oder auch inaktive Blogs?) stehen 500 Millionen Facebook-Nutzern entgegen...Anfang 2008 nutzen etwa 1,23 Mrd. Menschen das Internet...das dürften also heute so ca. 2 Mrd. sein...da erscheinen 12 Millionen gleich nicht mehr sooo viel...

Kim Only
00
17.9.2010, 13:55

wenn sie aus 12 mio. wordpress nutzern auf durchschnittsmenschen schließen, nehmen sie die welt offenbar anders wahr als ich.

ich glaube an den breiten erfolg von diaspora erst dann, wenn mich dort meine schwiegermama added!

_Domokun_
00
17.9.2010, 15:34

Das ist der falsche Ansatz...
Durchschnittsuser sind die, die auf den jeweiligen Blogs Kommentare zu den Einträgen verfassen. Das können sie obwohl sie nicht wissen wie man ein Wordpress Blog aufsetzt.
Die 12 Mio. Blog Besitzer wären Leute die für sich und ihre x Freunde eine Diaspora Instanz betreiben könnten.

Kim Only
00
17.9.2010, 15:44

dann läuft es ja wieder über mehrere zentrale server, wo die idee, dass jeder seine eigenen daten selbst hostet, bereits wieder gescheitert wäre.

potential für diaspora sehe ich maximal als groupware aber nicht als globalen facebook ersatz. zumal massen-sharing von haus aus ein fortschrittlicheres denken im hinblick auf datenschutz braucht. das ist wie im normalen leben: mit je mehr leuten ich meine informationen teile, umso weniger kann ich deren unkontrollierte verbreitung - unabhängig davon ob die nun auf meinem pc oder zentral verwaltet werden. für wirklich sensible informationen brauchen wir keine social networks sondern haben verschlüsselbare emails oder intranets. das sind zwei paar schuhe.

andi083
34
17.9.2010, 11:11
Diaspora

klingt wie eine Krankheit...

-rw-r--r--
04
17.9.2010, 13:42

lieber eine leichte diaspora, als ein buch voll ins gesicht.

ÖVP, die abzocker der nation
00
18.9.2010, 10:19

oder ein klavier am schädl..

hassel the hoff
03
17.9.2010, 10:47

schön wärs. aber das ist alles so web 1.0: ich installiere mir etwas auf meinem server und kümmere mich darum. der grund, warum social software die letzten jahre so erfolgreich war ist, dass man das eben nicht mehr tun muss. ein einfaches webinterface reicht. und es ist alles gratis! wer wird seinen facebook-freundeskreis für so etwas verlassen, ausser ein paar es-geht-ums-prinzip-leute? (und die sind eh schon lang nicht mehr dabei...)

_Domokun_
02
17.9.2010, 11:35

Es ist ja nicht Ziel der Sache das sich jeder seinen eigenen Diaspora Server aufsetzt, das wäre übertrieben... Was man braucht ist ein Nerd des Vertrauens, der für seinen Freundeskreis eine Diaspora Instanz am laufen hat (genau wie man das heute schon mit Jabber haben kann). Je nachdem wie gründlich der Serverbetreiber ist sind deine Daten dann sicherer (oder auch nicht) als bei FB.

hassel the hoff
00
20.9.2010, 12:06

abgesehen davon, dass nicht viele leute so einen freund parat haben: ich speichere meine persönlichen messages und mein chatprotokoll lieber bei facebook, als bei einem freund...

Avalancha
12
17.9.2010, 10:00
Tja

Das Problem ist nur, dass die User dann selbst viel mehr Bandbreite benötigen und andere zB die Urlaubsfotos nur dann ansehen können, wenn man selbst online ist und diese bei jedem view uploaded.

Auch nicht das Gelbe vom Ei - klingt für mich eher nach einem aufgepeppten ICQ/Messenger etc.

blam
00
17.9.2010, 10:43
naja, man braucht einen webspace...

... der kostet auch nicht das vermögen. ich weiß schon dass wahrscheinlich die wenigsten bereit sind dafür geld auszugeben, aber für die könnte es dann auch anbieter geben die das hosting gratis mit ein paar anmeldungs-klicks übernehmen. dass diese dienstleister das dann auch irgendwie finanzieren müssen, über werbung oder weiternutzung der daten ist klar, aber eines wäre neu: für ein paar euro im jahr könnte man wenn es einem das wert ist einen host nehmen der kein recht hat die daten in irgendeiner weise zu verwerten. wem das egal ist der kann einen gratisanbieter nehmen, und alles bleibt beim alten, außer vielleicht das die daten nicht alle in einer hand bleiben sondern auf mehrere anbieter gesplittet werden, was auch nicht grad schadet.

Beamen bei Magnetstürmen
00
17.9.2010, 10:30

"Dies kann der eigene PC sein oder ein gemietetes Konto bei einem Web-Hoster. Dort installieren die Anwender die Diaspora-Software, alle ihre Daten bleiben jeweils in ihrem Besitz, ähnlich wie beim Blogging-Dienst Wordpress"

mein ORF-Nickname war hier nicht mehr frei
18
17.9.2010, 08:54
hmmmm....

Möglichkeit 1:
Diaspora wird und bleibt ein Nerd-Netzwerk und versinkt so bald in einem tristen Nischendasein.

Möglichkeit 2:
Gewifte Geschäftemachen stellen (ähnlich wie bei WP) "vorkonfigurierten" Webspace für Diaspora zur Verfügung, um auch nicht-Nerds in das Netzwerk zu lassen. -> == viele dezentrale Server mit vielen nur halbherzig gesicherten Userdaten -> Rückschritt gegenüber Facebook

Möglichkeit 3:
Morgen ist Samstag

Uljanov-Blank
00
17.9.2010, 09:45
Auch meine Einschaetzung der Sachlage

entspricht deinem 3.Punkte SChema, wobei ich dem Punkt die Wichtung 90% gebe.

guest2010
143
17.9.2010, 06:52
Diaspora?

Sind die entwickler des programs
armenier? diaspora schreibt sich gleich
wie dieser armenischer unfug. Bin mal
gespannt was da rauskommt.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 181
1 2 3 4 5

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.