Im Oktober soll eine Vorversion online gehen
Das als Open-Source-Projekt entwickelte Soziale Netzwerk Diaspora will die gleichen Funktionen anbieten wie Facebook und andere Social-Media-Systeme. Es verbindet die Teilnehmer dabei aber direkt miteinander, statt die Kommunikation wie die Konkurrenten von einem zentralen Server aus zu steuern.
Screenshots
Nun haben die Entwickler, wie angekündigt, Quelltexte und Screenshots veröffentlicht. Im Oktober soll eine Vorversion online gehen.
P2P-Netz
Die Teilnehmer von Diaspora sind per Internet verbunden, betreiben die Software aber jeweils auf ihrem eigenen Rechner. Dies kann der eigene PC sein oder ein gemietetes Konto bei einem Web-Hoster. Dort installieren die Anwender die Diaspora-Software, alle ihre Daten bleiben jeweils in ihrem Besitz, ähnlich wie beim Blogging-Dienst Wordpress. Diaspora erhält keine Einsicht oder Kontrolle über die Informationen. Die vier Entwickler, Studenten der New York University, arbeiten mit freiwilligen Helfern seit dem Frühjahr an Diaspora. Über eine Web-Seite haben sie rund 200.000 Dollar an Spenden erhalten.
Facebook-Chef Mark Zuckerberg nimmt die Alternative bisher offenbar nicht sehr ernst: Weil Diaspora eine "coole Idee" sei, habe er dem Projekt Geld gespendet, sagte er vor einigen Wochen dem US-Magazin "Wired". (red)
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