In dieser Zeit sollen sich Netanyahu und Abbas auf den Grenzverlauf einigen - Israels Premier dagegen
Kairo - Die US-Regierung will die Nahost-Friedensgespräche mit einem Kompromissvorschlag vor dem Scheitern bewahren. Dieser sieht nach einem Bericht der arabischen Zeitung "Al-Sharq Al-Awsat" vom Donnerstag vor, dass Israel sein Ende September ablaufendes Moratorium für den Bau jüdischer Siedlungen im Westjordanland um drei Monate verlängert. In dieser Zeit sollen sich der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas über die künftigen Grenzen zwischen Israel und einem Staat für die Palästinenser einigen. Den Angaben zufolge stimmte Abbas dem Vorschlag zu, Netanyahu aber nicht.
Abbas hat damit gedroht, die von den USA vermittelten direkten Friedensgespräche platzen zu lassen, falls Israel sein Moratorium für den Siedlungsbau, das am 26. September endet, nicht verlängern sollte. Der US-Nahostgesandte George Mitchell hatte am Mittwoch nach einer weiteren Gesprächsrunde mit Abbas und Netanyahu erklärt, die beiden Verhandlungsführer hätten sowohl über die Frage der Grenzen als auch über den "Austausch von Gebieten" gesprochen. US-Außenministerin Hillary Clinton wurde zum Abschluss ihrer Nahostreise am Donnerstag in Jordanien erwartet. (APA)