Gleichberechtigung auf der Toilette

29. April 2003, 12:25
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Norwegen: In Unisex-Toilette nicht Realität

Oslo - Der norwegische Ombudsmann für Gleichberechtigung hat die Klage einer Frau in Tromsö wegen Ungleichbehandlung auf einer öffentlichen Toilette abgewiesen. Wie die Zeitung "Dagbladet" am Dienstag berichtete, reagierte die Osloer Behörde auf die Eingabe einer Studentin. Sie hielt es für unvereinbar mit dem Gebot der Gleichbehandlung, dass Pissoir einer neu errichteten öffentlichen Unisex-Toilette im Zentrum gratis benutzt werden kann, das Sitz-WC aber fünf Kronen (65 Cent) kostet.

Die Ombudsmanns-Behörde holte eine Auskunft des Herstellers ein, der klarstellte, dass Frauen das kostenlose Urinal in der Hocke durchaus nutzen könnten und dies in der Stadt Trondheim nachweislich auch täten. Der aus vier Frauen und zwei Männern zusammengesetzte Klageausschuss beim Ombudsmann wies daher die Eingabe der Studentin ohne Ortstermin mit folgender Begründung ab: "Männer und Frauen können gleichermaßen wählen, ob sie für ihren Toilettenbesuch bezahlen wollen oder nicht." (APA/dpa)

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