Mord auf offener Straße in Wien: "Take this for the money"

29. April 2003, 17:04
17 Postings

Missverständnis wegen schlechter Englischkenntnisse

Wien - Der am Sonntag in Wien-Donaustadt erstochene Omar D. dürfte von seinem letzten Kunden umgebracht worden sein: Ein 33-jähriger drogenkranker Wiener hat laut Polizei zugegeben, dem Mann die tödlichen Verletzungen zugefügt zu haben.

Von Autofahrer auf der Straße gefunden

Das Opfer war im Juli 2002 nach Österreich gekommen und suchte um Asyl an, da er in seiner Heimat Gambia verfolgt werde. Der eigenen Angaben zufolge knapp 18-Jährige wohnte zuletzt in einem Asylwerberheim in der Sonnwendgasse in Favoriten und galt als unbescholten. Am Sonntag war der Mann sterbend von einem Autofahrer auf einem Grünstreifen bei der Ecke Eipeldauerstraße - Wagramerstraße gefunden worden.

Drei Stichwunden

Er erlag wenig später drei Stichwunden in Brust und Bauch. Die tödlichen Stiche beschreibt der 33-Jährige als ungewollt und Resultat einer Rangelei, die durch ein "Missverständnis" entstanden sei, berichtete Polizei-Oberrat Hannes Scherz gegenüber der APA über das vorläufige Ergebnis der noch laufenden Ermittlungen. Den Tathergang schildert der Verdächtige so: Die Aufforderung "Take this for the money" - "Nimm das (das Messer, Anm.) für das Geld" - habe der Asylwerber falsch verstanden. Womöglich habe der Mann geglaubt, er werde ausgeraubt. Omar D. habe nach dem Dolch gegriffen, dabei sei die Klinge aus der Scheide geglitten. In der folgenden Rangelei soll Robert K. dem Mann die drei tödlichen Stiche zugefügt haben. (APA)

Share if you care.