Straw: "Saddam hatte Zeit zum Verstecken"

28. April 2003, 20:56
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Britischer Außenminister rechnet mit längerer Suche nach illegalen Waffen des Irak

London - Der britische Außenminister Jack Straw hat die Vermutung geäußert, die Suche nach möglichen irakischen Massenvernichtungswaffen werde sich länger als erwartet hinziehen. Der Inspektionsprozess von Fachleuten der Alliierten werde "gewissenhaft und detailliert" geführt, sagte Straw am Montag in London. Auf Grund der unklaren Sicherheitslage im Land falle diese Aufgabe "unweigerlich" den US-geführten Streitkräften zu. Der gestürzte Präsident Saddam Hussein habe vor Kriegsbeginn ausreichend Zeit gehabt, seine illegalen Waffen zu verstecken.

Straw betonte, bei der Suche nach möglichen Massenvernichtungswaffen setze die Koalition auf die Zeugenaussagen irakischer Experten, um den Verbleib verbotener Ausrüstung, Materialien und Munition aufzuklären. Es könne aber nicht erwartet werden, dass sich diese Zeugen meldeten, solange sie nicht völlig davon überzeugt seien, frei sprechen zu können.(APA)

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    Jack Straw hofft auf Zeugenaussagen irakischer Experten

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