Riedel wächst in Japan und Nordamerika

28. April 2003, 20:25
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Heimischer Markt stagniert - Glaserzeuger für 2003 "nicht pessimistisch"

Wien - Der Tiroler Glaserzeuger Riedel Glas hat im Vorjahr vom guten Geschäft in Nordamerika und Japan besonders profitiert. In den USA und Kanada stieg der Umsatz der Riedel-Gläser um rund sieben Prozent auf 34 Mio. Euro. Firmenchef Georg Riedel begründet den guten Geschäftsverlauf in den USA mit der höherwertigen Ware.

Kräftige Zuwächse gab es - trotz Rezession - auch auf dem japanischen Markt, wo Riedel im Vorjahr mehrere Fachgeschäfte übernommen hat. Der Umsatz sprang von vier auf sieben Mio. Euro.

Umsatzrückgang

In Deutschland, dem wichtigsten Markt für Riedel in Europa, ging der Umsatz im Vorjahr um rund ein Drittel zurück, in Österreich stagnierte er. Die heimische Wirtschaft wirke, als habe man ihr mit der Pensionsreform "den Stecker herausgezogen", so Riedel weiter.

Für heuer sei Riedel "nicht pessimistisch": Ob das budgetierte Umsatzwachstum von drei bis vier Prozent tatsächlich erreicht werde, hänge von weiteren Auswirkungen von Sars, dem Irak-krieg und dem Dollar-Kurs ab. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte Riedel den Umsatz um fünf Prozent auf 87 Mio. Euro steigern. Über das Ergebnis macht Riedel keine Angaben.

Insgesamt hat Riedel im Vorjahr 7,7 Mio. Stück Gläser weltweit verkauft. 7,1 Mio. Stück davon maschinengefertigt und etwa 600.000 handgefertigt. (DER STANDARD Print-Ausgabe, 29.4.2003)

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