Leichte Abfederungen für Mütter

28. April 2003, 19:23
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Die wesentlichsten Änderungen gegenüber dem Begutachtungsentwurf

Steigerungsbetrag:

Arbeitsjahr mal Steigerungsbetrag ergibt den Prozentsatz, der vom Durchschnittsverdienst an Pension ausbezahlt wird. Bisher lag der Steigerungsbetrag bei zwei, nun sinkt er auf 1,78. Entgegen dem Begutachtungsentwurf allerdings nicht auf einen Schlag 2004, sondern in drei Etappen bis 2007.

Kindererziehungszeiten

werden für drei Jahre pro Geburt vom verlängerten Durchrechnungszeitraum ausgenommen. Zudem werden Kinderbetreuungszeiten besser bewertet - wenn auch nur sehr langsam: Derzeit bekommen Kindererziehende 100 Prozent des Ausgleichszulagenrichtsatzes (645 Euro), dieser Satz soll auf 150 Prozent steigen - allerdings nur um zwei Prozent ab 2004. In 25 Jahren sind dann 150 Prozent erreicht.

Durchrechnung:

Derzeit wird die Pension nach den 15 besten Jahren berechnet, künftig nach 40 (schrittweise ansteigend, Endausbau 2028). Die Verluste aus der Verlängerung der Durchrechnung werden begrenzt: mit 3,5 Prozent bis zum Jahr 2007, sieben Prozent bis 2015 und zehn Prozent bis 2027. Länger zurückliegende Jahre werden entgegen den Expertenforderungen nicht besser "verzinst". (eli/DER STANDARD, Printausgabe, 29.4.2003)

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