Ivorischer Rebellenchef Doh an Grenze zu Liberia getötet

29. April 2003, 11:37
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Offenbar von liberianischen Söldnern

Abidjan - Der ivorische Rebellenchef Felix Doh ist in einem Hinterhalt an der Grenze zu Liberia getötet worden. Die Leiche des Führers der Ivorischen Volksbewegung (MPIGO) sei im Westen von Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste) gefunden worden, sagte Kommunikationsminister Guillaume Soro am Montag in Abidjan. Bewaffnete Einheiten aus Sierra Leone und aus dem Nachbarland Liberia hätten Doh getötet.

Offensive im Westen des Lande

Die MPIGO und die Rebellen der Patriotischen Bewegung von Cote d'Ivoire (MPCI), die inzwischen beide an der Regierung beteiligt sind, haben vor einer Woche im Westen des Landes eine Offensive gestartet, um Kampfverbände aus Liberia und Sierra Leone zu vertreiben. Liberianische Soldaten und Söldner waren wiederholt beschuldigt worden, sowohl an der Seite ivorischer Regierungstruppen als auch der Rebellen zu kämpfen und Massaker an der Zivilbevölkerung verübt zu haben.

Meuterei wurde zu bewaffnetem Konflikt

Eine Meuterei von Soldaten gegen die Regierung entwickelte sich im vergangenen September zu einem bewaffneten Konflikt zwischen den Kämpfern der MPIGO, der MPCI sowie einer weiteren Rebellengruppe und den Regierungstruppen von Präsident Laurent Gbagbo. Im Jänner wurde unter französischer Vermittlung ein Friedensabkommen für Cote d'Ivoire ausgehandelt, das die Bildung einer Regierung der Nationalen Einheit vorsah. Gegen die Vereinbarung gibt es allerdings weiter bewaffneten Widerstand.(APA/dpa)

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