Deutscher Investor will Wiener Millennium Tower kaufen

28. April 2003, 18:18
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Verhandlungen kolportiert - Kaufpreis soll bei 320 Millionen Euro liegen

Wien - Das Hamburger Investmenthaus Münchmeyer Petersen Capital (MPC Capital AG) verhandelt über die Akquisition des Millennium Tower am Wiener Handelskai. Die deutsche Gesellschaft, die in ihren 150 Fonds rund 1,9 Mrd. Euro an Anlegergeldern managt, soll geschätzte 320 Mio. Euro für die Akquisition des höchsten Gebäudes Österreichs locker machen, berichtet das "Wirtschaftsblatt" in seiner Dienstagausgabe. Die Hamburger Gruppe bestätigte gegenüber der APA, dass man über den Kauf verhandle und sich bereits in der Due Diligence-Phase des Kaufes befinde.

Die Prüfung laufe bereits seit vier Wochen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen MPC-Experten. "ES ist richtig, dass wir uns in Verhandlungen befinden, es ist eines von vielen Objekten, die wir prüfen", erklärte der MPC-Sprecher auf APA-Anfrage. Sollte der Kauf stattfinden soll der Tower samt Event Center in einen eigenen österreichischen MPC-Immobilienfonds eingebracht werden.

Tower-Erbauer und -Eigentümer Georg Stumpf hatte den Turm eigentlich bereits 2001 verkaufen wollen. Als ernsthafter Interessent verhandelte damals der größte heimische Immobilienfonds Immofinanz über den Deal. Als möglicher Kaufpreis wurden damals rund 2,9 Mrd. S (211 Mio. Euro) genannt - also deutlich weniger als die nun kolportierten 320 Mio. Euro. Allerdings war die Immofinanz nur am Kauf des Towers, nicht aber am Entertainment-Center interessiert. Ende Jänner 2001 hatte die Immofinanz die Verhandlungen mit der Begründung abgebrochen, der Verkäufer habe ergänzende Informationen über wesentliche wirtschaftliche, bautechnische, steuerliche und rechtliche Fragen nicht geliefert. Auch Billa-Gründer Karl Wlaschek soll zeitweise Interesse an dem Hochhaus an der Donau gezeigt haben. (APA)

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