Nach den Brummis streiken die Öffis

29. April 2003, 10:14
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Bummelfahrt war nur Anfang

Die Zeit des Bummelns ist vorbei. Bei den nächsten Protesten der Gewerkschaft gegen die schwarz-blauen Pensionspläne wird stillgestanden. Denn für den Fall, dass die Regierung heute, Dienstag, ihre Version einer Pensionsreform im Ministerrat beschließt - und das wird sie - ließ der ÖGB bereits wissen, dass man eine Woche später, also am Dienstag, den 6. Mai, in Wien den öffentlichen Verkehr als Protestmaßnahme lahm legen wolle.

U-Bahnen, Straßenbahnen und Stadtbusse werden an diesem Tag nicht fahren, der Streik soll in den Morgenstunden beginnen - und würde genau in die morgendliche Rushhour- Hektik fallen. Einen generellen Stillstand bei den Wiener Linien hat es zuletzt im Juni 2000 gegeben. Damals blieben die Wiener "Öffis" am ÖGB-Aktionstag gegen schwarz-blaue Sozialmaßnahmen von Betriebsbeginn bis sieben Uhr in den Garagen. Auch der ÖGB-Steiermark droht mit Verkehrsstreiks, in Kärnten ist am 7. Mai ein "Tag der Aktionen" geplant.

Die Protestfahrt der Transportgewerkschaft, die Montagfrüh als Vorhut der ÖGB-Aktionen antrat, sorgte für kilometerlange Blechschlangen, der befürchtete totale Verkehrsinfarkt auf der Südosttangente blieb aber aus. Montagnachmittag fand bei Opel Austria eine Betriebsversammlung mit dem Vorsitzenden der Metallergewerkschaft, Rudolf Nürnberger, statt. Auch in der Druckerei, in der DER STANDARD produziert wird, gab es eine gewerkschaftliche "Stehung". AM Dienstag, versammeln sich die Belegschaften von OMV und IBM. (nim/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29.4.2003)

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