Forschung nach UMTS-Zukunft

28. April 2003, 19:47
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Ein Assistent für das Handy

Die dritte Mobilfunkgeneration ist hierzulande gerade gestartet, an Verbesserungen des Komforts für UMTS-Handy-Besitzer wird längst intensiv gearbeitet: Im Researchstudio Smart Agents zum Beispiel entwickelt man unter anderem den Assistenten für den Mobiltelefon-Besitzer der Zukunft. Oliver Holle, Leiter des Studios, meint zum STANDARD, eine derartige Hilfestellung mache jetzt Sinn, da UMTS ja breitbandigen Content ermögliche. Und Orientierungsbedarf offenbar gegeben ist. Holle kann sich vorstellen, dass dieser Assistent wie ein Roboter mit dem Handybesitzer kommuniziert. Vielleicht könnte er ihn sogar nach seinem Befinden fragen oder wonach er gerade Lust hat. Kommt die Antwort "Kino", könnte der Assistent, der nicht unbedingt als menschenähnlicher Helfer (Avatar) visualisiert sein muss, den Film und das nächste Kino auswählen - und schließlich auch noch einen geeigneten Partner für diese Freizeitbeschäftigung suchen. Schöne neue Handywelt.

Leitung

Im Wiener Christian Doppler Laboratorium für Entwurfsmethodik für Signalverarbeitungsalgorithmen beschäftigt man sich mehr mit den Grundlagen und sucht nach Methoden, UMTS leistungsfähiger zu machen. Man hat dabei herausgefunden, dass die kommenden technologischen Entwicklungen alleine nicht ausreichen werden, um am Handy alle Dienste und Funktionen, die durch UMTS möglich sein sollten, auch wirklich anbieten zu können. Den Hebel müsse man bei der Entwicklung des Chips ansetzen, heißt es. Bisher hätten mehrere Teams an verschiedenen Elementen desselben gearbeitet - allerdings mit sehr unterschiedlichen Methoden. Das Ergebnis der Zusammenarbeit, der Chip also, sei daher schlicht "inkonsistent" gewesen. Durch eine Vereinheitlichung, so Laborleiter Markus Rupp, werde eine wesentlich effizientere Vorgangsweise in der Produktentwicklung ermöglicht - und damit letztlich auch ein leistungsfähigeres UMTS. Eine Partnerschaft mit Chiphersteller Infineon soll dabei garantieren, dass die neuen Methoden gegenwärtig auch wirklich anwendbar sind. (pi, DER STANDARD Printausgabe 28. April 2003)

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