Beliebtheit von Aktien im Keller

28. April 2003, 15:28
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Für 57 Prozent Bausparer "interessanteste Form der Geldanlage"

Wien - Für 57 Prozent der Österreicher ist der Bausparvertrag nach wie vor die "interessanteste Form der Geldanlage". Die Beliebtheit des Bausparvertrags war im ersten Quartal 2003 "ungebrochen", auch wenn sich davor im Verlauf des Jahres 2002 ein leicht rückläufiger Trend gezeigt habe. "Den Mut zum Risiko scheinen die Österreicher aber nachhaltig verloren zu haben", heißt es in einer am Montag vorgelegten Studie des Wiener Marktforschungsinstituts Fessel-GfK. Nur für 11 Prozent der insgesamt 20.000 Befragten sind Aktien derzeit eine "interessante Anlageform" - 2000 waren es vergleichsweise noch 29 Prozent.

"Sicherheit geht vor Risiko", ist demnach unverändert das Motto der heimischen Anleger. Das durch Finanzskandale, Firmenpleiten, Terroranschläge sowie den Irak-Krieg geschwächte Vertrauen in die weltweiten Finanzmärkte sei noch nicht wiederhergestellt. "Die zögerliche Verbesserung der wirtschaftlichen Situation trägt dazu bei, dass sich dies auch nicht so schnell ändern wird", so die Autoren der Studie, die seit über 15 Jahren jährlich durchgeführt wird.

Sparbuch "unverändert beliebt"

"Unverändert beliebt" ist auch das klassische Sparbuch, auch wenn sich nach einem rasanten Anstieg der Beliebtheit von 15 Prozent (2000) auf 30 Prozent im vergangenen Jahr zuletzt im ersten Quartal 2003 ein leicht rückläufiger Beliebtheitswert von 29 Prozent ergab.

Attraktive Sparformen sind für die Österreicher daneben auch Lebensversicherungen (37 Prozent), private Zusatzpensionen (22 Prozent) und Gold, das eine "kleine Renaissance" erlebt und als Geldanlage nun fast so beliebt ist wie Aktien.(APA)

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