AUT - CZE 1:8
(1:0, 5:0, 2:1)

21. April 2004, 14:18
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Österreich lief ohne Umweg in ein heftiges Debakel

Helsinki - Österreichs Eishockey-Nationalteam bezog am Montag bei der Weltmeisterschaft in Helsinki die gegen Tschechien zuletzt schon gewohnt hohe Niederlage, doch Slowenien verlor gegen Finnland noch deutlicher. Daher genügt der ÖEHV-Auswahl am Dienstag (19:00/live TW 1) in ihrem entscheidenden Match der Gruppe D gegen Slowenien schon ein Remis, um vorzeitig den Klassenerhalt zu sichern. Gegen den WM-Mitfavoriten Tschechien hatten die Österreicher so wie heuer bereits das Fußball-Team nichts zu bestellen und unterlagen 1:8 (0:1,0:5,1:2). Slowenien ging gegen die WM-Gastgeber sogar mit 0:12 unter.

Im ersten Drittel ebenbürtig

Nur ein Drittel lang hielt das Team von Herbert Pöck gegen die mit zehn NHL-Spielern angetretenen Tschechen gut mit. Da ließ der Außenseiter in achtminütiger Unterzahl keinen Gegentreffer zu, das einzige Tor durch Trnka (11.) war unnötig (Unachtsamkeit von Keeper Prohaska).

Einbruch im zweiten Drittel

Doch in der Folge vermochten die Österreicher nicht an die gute Leistung des ersten WM-Spiels anzuschließen, man spielte in der Abwehr nicht kompromisslos genug, Prohaska war nicht immer der erhoffte Rückhalt und in der Offensive fehlte auch das nötige Glück. Radim Vrbata von den Carolina Hurricanes sorgte innerhalb von 67 Sekunden (23.) für die Vorentscheidung (einmal schlug A. Lakos den Puck ins eigene Tor), sieben Minuten später gelang Pittsburgh-Spieler Straka und Spacek innerhalb von 58 Sekunden ein Doppelschlag - nach zwei Dritteln stand es 6:0.

Gute Chancen vergeben

Die Österreicher hatten bis dahin sechs gute Chancen ausgelassen - Pöck und Setzinger (8.), Welser (16.), Pöck (18.), M. Hohenberger (32.) und Trattnig (frei stehend/34.) scheiterten an Nashville-Keeper Tomas Vokoun. Erst beim Stand von 0:7 (Jungstar Hudler hatte nach Zuspiel von Superstar Reichel getroffen) gelang der Ehrentreffer. Daniel Welser vom KAC erzielte damit in seinem zweiten WM-Match auch den ersten ÖEHV-Treffer gegen Tschechien - seither hatten zwei Matches 0:7 und 0:6 geendet. Den Schlusspunkt für das Team des neuen Coaches Slavomir Lener setzte Vyborny gegen Keeper Suttnig, der im Schlussabschnitt für Prohaska gekommen war.(APA)

Gruppe D:

  • Tschechien - Österreich 8:1 (1:0, 5:0, 2:1)
    Helsinki, Hartwall-Arena, 7.724, Andersson/Redding/Makarow. Tore: Trnka (11.), Straka (31.), Vrbata (23./PP2, 23./PP, 24./richtig), Spacek (32.), Hudler (45./PP), Vyborny (51./PP) bzw. Welser (48./PP). Strafminuten: 12 bzw. 20

    Tschechien: Vokoun - Richter, Spacek; Kadlec, Hejda; Trnka, Modry - Vrbata, Vasicek, Hlavac; Duda, Straka, Sup; Hudler, Reichel, Vyborny; Balastik, Hlinka, Kotrla

    Österreich: Prohaska - Doyle, R. Lukas; Kasper, H. Hohenberger; A. Lakos, Unterluggauer; Ph. Lakos - Brandner, Ph. Lukas, Trattnig; Perthaler, Szücs, M. Hohenberger; Koch, Pöck, Setzinger; Salfi, Raimund Divis, Welser

  • Finnland - Slowenien 12:0 (4:0,4:0,4:0)
    Tore: Niinimaa (4./PP), Berg (5.), Selänne (12./PP, 38.), Timonen (18./PP), Eloranta (23.), Nummelin (31.), Pirnes (33., 60./PP), Kallio (43./PP, 55.), Pirjeta(48.)

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Der Anfang vom Debakel: Pavel Trnka traf soeben zum 1:0.

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