Volvo rollt in Gewinnzone

28. April 2003, 10:32
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Mit Quartalsgewinn Erwartungen übertroffen - Fünf bis zehn Prozent Absatzrückgang in Westeuropa 2003 erwartet

Stockholm - Der weltweit zweitgrößte Lkw-Hersteller Volvo AB ist im ersten Quartal 2003 dank höherer Nachfrage nach seinen Fahrzeugen und durch Kostensenkungen in die Gewinnzone zurückgekehrt. Mit der Höhe des Gewinns übertraf der schwedische Konzern zwar die Markterwartungen, doch warnte er am Montag bei der Vorlage des Quartalsergebnisses in Stockholm zugleich vor rückläufiger Entwicklung an seinen wichtigsten Märkten in Europa und Nordamerika.

In den ersten drei Monaten sei ein Vorsteuergewinn von 757 Mio. schwedischen Kronen (82 Mio. Euro) nach einem Verlust von 618 Mio. skr vor einem Jahr entstanden, teilte Volvo mit. Den Umsatz bezifferte das Unternehmen mit 40,9 (Vorjahr 40,4) Mrd. skr. Analysten hatten im Schnitt einen Gewinn von 550 Mio. und einen Umsatz von 39,6 Mrd. skr vorausgesagt.

Weniger LKWs für Europa

Zugleich warnte der hinter DaimlerChrysler weltweit zweitgrößte Lkw-Hersteller, der Absatz in Westeuropa, dem größten Markt des Unternehmens, werde in diesem Jahr um fünf bis zehn Prozent auf etwa 200.000 Fahrzeuge abnehmen. In Nordamerika rechne Volvo mit einem Nachfragerückgang auf rund 172.000 Lkw.

"Unsere Bereitschaft, uns Veränderungen der Nachfrage anzupassen, bleibt hoch", sagte Volvo-Ceo Leif Johansson in einer Stellungnahme. Allerdings hätten die Bus- und Flugmotorenbereiche weiterhin Verluste von 83 Mio. und sechs Mio. skr geschrieben. "Die Reise- und Tourismusbranche standen weiterhin unter erheblichem Druck. Die schwache Reisenachfrage hat weiterhin den Umsatz bei Volvo-Bussen und Volvo Aero gebremst", fügte er hinzu.

"Lkw-Sektor entwickelt sich gut"

"Oberflächlich betrachtet sieht es so aus, als ob der Lkw-Sektor sich besser als erwartet entwickelt hat. Das gibt etwas Auftrieb", sagte Himanshu Patel von J.P. Morgan. "Die Prognose für den Markt für Schwer-Lkw in Westeuropa deckt sich mit dem, was sie schon zuvor gesagt haben", fügte er hinzu.

Das Volvo-Konzernergebnis entspricht in seiner Entwicklung dem der Konkurrenten. Bereits in der vergangenen Woche hatte der schwedische Lkw-Hersteller Scania AB, an der Volvo einen Anteil von rund 45 Prozent hält, eine Verdoppelung seines Vorsteuerergebnisses im ersten Quartal berichtet. DaimlerChrysler erwirtschaftete einen operativen Gewinn von 14 Mio. Euro nach einem Verlust von 85 Mio. Euro ein Jahr zuvor.

Der Kurs der Volvo-Aktie stieg an der Stockholmer Börse im frühen Handel um eine Krone auf 161,50 Kronen.(APA/Reuters)

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