Mit Telefonieren den Handy-Akku laden?

15. September 2010, 19:05
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    foto: ap/michael probst

Koreanische Forscher glauben, dass Schallwellen Handys eines Tages mit Energie versorgen könnten

Yongin/Freiburg - Menschen, die gerne und viel telefonieren, könnten mit ihrem Getratsche eines Tages den Akku ihres Handys laden. Das glauben zumindest koreanische Forscher. In der Zeitschrift "Advanced Materials" liefern sie einen Nachweis dafür, dass man mit Nanodrähten aus Zinkoxid unter Schalleinwirkung Strom erzeugen kann. Bis derartige piezoelektrische Nanogeneratoren jedoch praxistaugliche Stromstärken erreichen, dürfte es allerdings noch länger dauern.

In ihrem Versuch beschallten die Forscher die zwischen zwei Elektroden platzierten Nanodrähte mit einer Lautstärke von 100 Dezibel. Das entspricht in etwa dem Schallpegel einer Disko, was also deutlich lauter ist als die 60 bis 70 Dezibel einer normalen Unterhaltung. Ihr Generator lieferte eine elektrische Spannung von 50 Millivolt. Zwar sind zum Laden von Handys mehrere Volt erforderlich, die Wissenschaftler sehen den Effekt jedoch als Beweis für die grundsätzliche Funktionstauglichkeit des Systems und hoffen auf künftig bessere Effizienz.

Skepsis

Weit skeptischer bewertet Peter Woias vom Institut für Mikrosystemtechnik der Universität Freiburg das Ergebnis. "Piezoelektrische Generatoren im Nanobereich, die auf Schall setzen, erscheinen aufgrund ihres geringen Outputs derzeit kaum sinnvoll. Speziell Handys werden im Alltag eher in der Tasche verstaut und kommen daher nicht mit den erforderlichen Lärmquellen in Kontakt." Weit zielführender für die Piezoelektrik im Handy sei die Nutzung von Bewegungsenergie mit Generatoren im Mikro- bis Mesomaßstab, die etwa bei Nokia bereits untersucht wird.

Die Zukunft speziell der Schallnutzung in der Piezoelektrik liegt für Woias im Mikrobereich. "Entsprechende Generatoren haben Außenmaße von einigen Zentimetern, wobei die Piezoschichten nur einige hundert Mikrometer dick sind. Hier erreichen wir bereits heute 100 Mikrowatt bis zu einem Milliwatt Leistung bei einer Spannung von mehreren Volt, wenn wir beispielsweise die Vibrationen an Eisenbahngleisen, in Fahrzeugreifen, an Fahrzeugmotoren oder an elektrischen Geräten ernten", so der Experte.

Zum Einsatz könnte das bald in energieautarken Sensormodulen kommen, die etwa die Temperatur eines Automotors, den Druck eines Reifens oder die Temperatur eines Elektromotors messen und drahtlos weitersenden. Ein entsprechendes Demonstrationssystem haben die Freiburger Forscher unlängst aufgebaut. (pte)

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24 Postings
Schweinsbratenfan
00
7.12.2010, 13:43

Wäre es nicht energietechnisch sonnvoller, einfach so laut zu schreien, daß mich der Gesprächspartner ohne Handy hört?

ChesneyB
00
9.12.2010, 16:16

Manche Leute machen das offenbar eh. Und das vorwiegend in öffentlichen Verkehrsmitteln. Aber auf das Telephon wollen sie trotzdem nicht verzichten. Ich habe aber schon ein probates Mittel gegen die Mitbürger, die uns ungebetenerweise in ihr Privatleben einweihen (und dabei auch intime Details preisgeben): einfach mitreden. Das wirkt garantiert.

Romeo und Julia
00
9.11.2010, 07:51
Die Idee ist gut und zeigt wieder einmal

den überragenden technologischen Fortschritt im Osten.

Heavyweather
00
17.9.2010, 12:56

So abwegig ist die Idee nicht. Gerade dort wo man hohe Schall Emissionen hat...Autobahn, Wasserfall, Schulklasse,...

Ein Kühlschrank ohne bewegliche Teile und Chemie wäre auch akustisch möglich.
http://www.youtube.com/watch?v=jwV4GkniFNo

Der Lord
 
00
16.9.2010, 15:42
heisse Luft

ach so, der Schall, ich dachte man könnte die heiße Luft in eine Turbine lenken, die das Handy zefix wieder auflädt.

The_new_number_2
00
16.9.2010, 15:32

"Es gibt nichts Neues unter der Sonne" - um Sherlock Holmes zu zitieren (welcher aus der Bibel zitierte).

Ein 20µW voice-powered Transmitter; schon viele Jahre alt:
http://www.intio.or.jp/jf10zl/PLTX.htm

Der Horizont
00
16.9.2010, 14:57
Der Energiewandelverlust eingerechnet, müsste man bei einem Autocrash zweimal gegen die Wand fahren um das Blech wieder ausgebeult zu bekommen!

Da man zumeist alles gesprochen leicht wiederholen kann, ist auch dieses Problem gelöst, oder?

Der Ätzer
00
16.9.2010, 14:44
Jeder Lautsprecher ist auch Mikrofon - also ein Energiewandler!

Erst wenn die Xinf0chips überall eingebaut sind, kann sich so etwas energetisch rechnen.

Die Prozessorleistung zum Datenkonvert ist ungleich geringer als die zum Datentransfer erforderliche Leistung.

Die Reduktion des Datenvolumens macht den Unterschied.

Reblaus
00
16.9.2010, 14:16
Schluss mit:

"Schatzi, ich muss leider aufhören, mein Akku ist gleich leer"

werwolfi
00
24.9.2010, 22:04

"schatzi, ich muss weiterreden, mein akku ist fast leer!"

;o)

Rico Whatever
 
00
16.9.2010, 13:05
Methan

Lässt sich aus einem g'scheiten Rülpser nicht auch Methan gewinnen?

Michael J. Fox
00
16.9.2010, 15:20

Um solche Mengen davon zu erzeugen, daß sie für eine Akku-Aufladung ausreichen, müßte das Zeug schon aus einer anderen Körperöffnung kommen...

Der Wappler
41
16.9.2010, 10:55
Der Wappler telefoniert gerne mit der Nina

Der Wappler muß jeden 2.Tag sein Handy laden, das geht ihn schon so an!

Herbert, reich´ die Scheidung ein!
00
16.9.2010, 17:17

hr. schmidt, was is passiert?

W_O_L_F_G_A_N_G
01
16.9.2010, 10:43

Erinnert mich an die Straße, die durch drüber fahrende Autos Energie gewinnt.

Obwohl das, zumindest am Beginn von Geschwindigkeitsbegrenzungen Sinn machen würde - man wird automatisch abgebremst und schont die Bremsen.

beinstein
05
16.9.2010, 10:32
UND WIEDER HAT JEMAND..

ein perpetuum mobile erfunden.
braucht man nur zwei handys gegengleich zusammenhalten, einmal in eines reinbrüllen - ewiges gegenseitiges aufladen - der überschuß geht ins öffentliche netz;-)

Dark Funeral
 
00
16.9.2010, 15:15

Danke für den Lachkrampf! :)

Andreas10001
00
16.9.2010, 11:58
Nur

dass dein hineinbrüllen auch Energie "verbraucht"...

beinstein
01
16.9.2010, 12:05
ALLE PERPETUUM MOBILE..

benötigen einen einmaligen anstoß (einergiezufuhr).

Michael J. Fox
00
16.9.2010, 15:22

Und zwar jedes einzelne, welches ich bis jetzt zu Gesicht bekam ;-)

Andreas10001
00
16.9.2010, 13:33
Schon war

aber ich stell mir das eher wie eine Autobatterie vor, die wird beim fahren auch aufgeladen, man braucht aber trotzdem Benzin. In dem Fall, muss man halt viel hineinsprechen, oder eben zwischendurch trotzdem aufladen

Dark Funeral
 
00
16.9.2010, 15:14

Das mit dem Perpetuum Mobile war beistein wohl als Scherz gemeint. Also nicht allzu ernst nehmen, es dürft schon jeden klar sein, dass das keins sein kann.

Er staunt
04
16.9.2010, 00:00

Ah, jetzt weiß ich endlich, warum manche Leute beim Telefonieren im Zug oder der U-Bahn immer so reinbrüllen, daß es bei Ortsbesprächen fast auch ohne Telefon gehen sollte - die wollen wahrscheinlich nur das Telefon aufladen! :)

Hugh Jass
03
15.9.2010, 19:55
telefonieren tut doch heute keiner mehr damit

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