Lizensierung statt völliger Freigabe

15. September 2010, 18:36

Experten fordern Gesetzgeber auf, Cannabis für die medizinische Anwendung freizugeben

Birmingham/Wien - "Hanf wird von allen Seiten negativ stigmatisiert", kritisiert der österreichische Arzt Kurt Blaas, Vorstand der Arbeitsgemeinschaft "Cannabis als Medizin". Es sei nicht einzusehen, dass ein wertvolles Arzneimittel, das in medizinisch indizierten Dosen verabreicht, kaum Nebenwirkungen zeigt, immer noch derart verteufelt wird.

Unterstützung bekommt der Mediziner von einem Kollegen aus Großbritannien: Gesetzgeber sollten ernstlich darüber nachdenken Cannabis zu lizensieren, fordert Roger Pertwee, einer der prominentesten Drogenexperten Großbritanniens, beim Festival der British Science Association in Birmingham. Pertwee will Cannabis allerdings nicht in Form von Zigaretten freigeben, da dies lungenschädigend sei. Vielmehr sieht der Experte Cannabis-Produzenten aufgefordert, neue Verabreichungsformen anzubieten. Ein weiterer Vorteil einer lizensierten Freigabe sei, dass Cannabis dadurch sicherer wird. Pertwee tituliert eine solche Lösung als "Schadensbegrenzung". Erst im Vorjahr scheiterte der Vorstoß an einem Veto von David Nutt, dem obersten Drogenbeauftragten der britischen Regierung.

Mediziner: Skeptisch gegenüber völliger Freigabe

"Eine generelle Freigabe von Cannabis würde mehr Schwierigkeiten verursachen als man glaubt", meint hingegen der Mediziner Blaas. Ein ganz wesentlicher Punkt wäre die unbedingte Einhaltung des Jugendschutzes, die eine Abgabe an unter 18-jährige verbietet. Sinnvoll sei jedoch eine Lizensierung des Cannabis. Das bedeutet, dass die Pflanzen kontrolliert angebaut werden müssen, um sicherzustellen, dass sie frei von Pestiziden und Düngemitteln sind und immer die gleiche Qualität haben.

"Eine Hanfpflanze liefert zwischen 40 und 60 verschiedene Cannabinoide. Daher muss auch sichergestellt werden, welche dieser Substanzen abgegeben werden", erklärt Blaas. "In der Medizin werden derzeit Dronabinol und Cannabidiol angewendet." Eine weitere Herausforderung ist die Frage der Abgabe. Dass man diese Substanzen einfach im Lebensmittelhandel kaufen kann, hält Blaas für nicht sinnvoll. Nur speziell lizensierte Einrichtungen wie etwa Apotheken sollten damit beauftragt sein, Cannabis zu verkaufen.

"Natürlich ist auch darauf zu achten, dass es bei Konsumenten zu keinen Anhäufungen von Cannabis-Produkten kommt", argumentiert Blaas. Daher sei eine ärztliche Verschreibung von kleinen Packungsgrößen eine gute Möglichkeit, dies zu unterbinden. "Wir wollen das natürliche Cannabis für die medizinische Anwendung fördern, denn dadurch ergibt sich eine breite Behandlungspalette", erklärt der Mediziner. (pte/red)

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25 Postings
WIll Nichtangeben
00
28.10.2011, 16:46
Legalize IT

Wird doch noch alles dauern...
Zuerst Holland, dann Kalifornien und bei uns geht schon lange nichts weiter :(

Schaut mal vorbei

www.All-About-Canna.biz

CyberCop
00
26.10.2011, 02:38
abermals fordere ich ein ende dieser unseeligen prohibition

und abermals sind wir schreier in der wüste.

aber hauptsache ich kann an jeder tankstelle alkohol erwerben.

und diese medizinische dings da: wertvoll, wirklich wertvoll - und lobenswert!

aber am ziel vorbeischießend.

warum nur wird diese pflanze dermaßen stigmatisiert?

Dr. Nick Riviera
06
11.10.2010, 20:26
Die Hasch-Spritzer

Cannabis sollte man wie jeder normale Mensch spritzen und nicht rauchen oder gar essen.
Es ist zwar nicht so billig wie Heroin aber es wirkt sehr effektiv:

http://www.youtube.com/watch?v=T2cAFRAX3Gs

Levonantradol (auch ein Cannabinoid) lässt sich auch gut spritzen. Bitte nur synthetisch THC verwenden , keinesfalls unreines,billiges,pflanzliche
Cannabis verwenden !
<!-- ironie ende -->

Doktor What
44
22.9.2010, 20:51
Legalize!

Mal abgesehen davon, dass Drogenkonsum auch in der Tierwelt vorkommt und folglich auch beim Menschen ein durchaus natürliches Verhalten ist, hat niemand, weder du noch der Staat, das Recht mündigen Personen Drogen zu verbieten. Nach dem Prinzip der Handlungsfreiheit, welche ein Grundrecht darstellt, hat jeder Mensch das Recht zu tun und lassen was auch immer er will, solange er in seinem Handeln die Rechte und Freiheiten seiner Mitmenschen achtet und respektiert. Durch den Konsum von Drogen am eigenen Leib wird NIEMAND in seiner persönlichen Freiheit eingeschränkt noch verletzt der Konsument die Rechte seiner Mitmenschen.

Ob Drogen gut oder schlecht sind, hat jeder für sich selbst zu entscheiden.

www.legalisieren.at

Jo Boe
00
21.9.2010, 21:38
Verbieten

Man sollte Brennessel verbieten. Die brennen nur unnötig und als Suppe sind sie auch grauslich.

minifuzi
33
21.9.2010, 01:22
kanada!

wieso nur für medizinische zwecke freigeben?? sie sollen es gleich legalisieren, den verkauf versteuern, hanf auch wieder als nutzpflanze verwenden und sämtliches geld das für die verfolgung von marihuana verschwendet wird in die forschung stecken!

--: SID :--
43
19.9.2010, 22:17
Legalize it !

Das Zeug tut nichts !
Zumindest im Vergleich mit Alkohol und Nikotin sind die zu erwartenden Schäden äußerst gering - und <ätz>- als schöner Nebeneffekt: </ätz> man kann auch dringend benötigte Medikamente daraus machen.
Was also soll dieser Blödsinn ?

Verrückt ist gut
01
17.9.2010, 21:48
Darbietungsformen?

Wie wäre es mit Keksen oder Kuchen? Wahlweise mit Zucker oder Süssstoff.

Netter Versuch! Legalisiert endlich die Pflanze und den Konsum!

Naeich
 
914
16.9.2010, 18:13
Voellige Freigabe, aehnlich wie Tabak

Die ewigen Panikmache in Bezug auf Cannabis ist ja laecherlich. Die ewige Einmischung des Staates in wie, wann und womit sich Erwachsene berauschen duerfen ist ebenfalls laecherlich.
Gebt das Zeug endlich frei - Supermaerkte, Drogerien und Apotheken sind voll mit Zeug, das weitaus gesundheitsschaedlicher und gefaehrlicher ist.

ente,ente,ente,ente,ente,ente,ente,...
33
16.9.2010, 16:13

das "cannabis-blatt" ist kein besonders gutes arzneimittel...die blüten schon eher.

Mad_Professor
05
16.9.2010, 10:30
il nerd
12
16.9.2010, 09:41

wie sooft im leben, ist wohl nur ein kompromiss die richtige "lösung". freigabe ja, aber bitte stark kontrolliert.

motd
24
16.9.2010, 12:01
Wei soll das gehen

Freigabe unter starker Besteuerung.
Die lukrierten Steuermittel in die Drogenprävention.

Prolet
211
16.9.2010, 09:28
Als Nichtsüchtiger, außer Kaffee und meine Allerbeste, denke ich oft, wie kommt eine Obrigkeit dazu, sich in die Leben der Individuen einzumischen.

Noch dazu in uniformierter Form, damit meine ich eigentlich die einfältige Art der Justiz, Freiheitsentzug.

Der Gebrauch von Kräutern als Droge unterscheidet sich durch den Gebrauch als Medizin doch nicht durch ein Urteil.

Die wirtschaftlichen Interessen spielen die Hauptrolle, wie beim Copyright oder Patentrecht.

Programme als Ergebnis langer Forschung seien nicht Patentfähig, aber ein Einhand-Bieröffner schon?

Das anzupassen ist überfällig wie eine Verwaltungsreform, die den Kopierer verbieten muß, um dem Scanner mit der überlegenen Effizienz im Dokumentenlauf zu forcieren.

Die Intelligenz der Politik wäre diese Umsetzung - bildet euch selber ein Urteil.

eugene
22
16.9.2010, 08:30

die meinung vom dr. blaas ist schon längst bekannt - ich würde mich freuen, wenn andere mediziner ebenfalls durch die medien für eine medizinische nutzung von marihuana eintreten.

robert king
123
16.9.2010, 08:10
wer vor 30 jahren durch osttirol fuhr, konnte fast überall

hanfanbau sehen. die bauern pflanzten es um ihre maisfelder, weil die mäuse lieber den hanf annagten als den mais. im herbst wurden die pflanzen nicht weggeschmissen sondern in der scheune getrocknet. wenn die leute fühlten dass sie sich erkältet hatten, wurde das getrocknete gras dann geraucht. bin mal selber in einer uralten bauernstube gesessen - mit speck, bier und einem schnapsl auf dem tisch, als der alte bauer einen riesensack gras unter der bank vorholte und gemeinsam mit dem über 70jährigen nachbarn eine pfeife rauchte. diese kleinen typischen tiroler pfeifen - mit einem metalldeckel oben drauf - sind eigentlich graspfeifen. der vollständigkeit halber sei erwähnt, dass der nachbar ein pensionierter richter war.

Sam Deer
 
05
17.9.2010, 08:21

Das Hanfrauchen gabs nicht nur in Osttirol, in vielen ländlichen Gebieten gehörte es zum Alltag. Man braucht nur in die diversen Heimat- und Dorfmuseen schauen und sich die Vielzahl an Hanfpfeifen zu Gemüte führen.

Knochenmann
08
16.9.2010, 03:56

Hanf ist eine super Droge und anscheinend auch ein zimelich gutes Medikament. Problem: das Zeug wächst wie Unkraut! Es darf doch nicht sein das etwas, das so viel Geld einbringen kann von jeder Oma im Gemüsegarten gezüchtet werden kann. Man denke nur an den volkswirtschaftlichen Schaden!

bingobongodongo
00
19.9.2010, 08:44

der 'volkswirtschaftliche schaden' in den zu leeren taschen der politiker ... 'lol'

Großer Böser
 
27
16.9.2010, 08:29
Die hier zitierten werten Herren Experten...

...sind doch nichts weiter als Handlanger der Pharmaindustrie. Hanf in kontrolliertem Anbau, Extraktion der "guten" Substanzen, das ganze schön zu Pillen verpressen, natürlich strengstens lizensiert und zum Schluss kostet etwas das meine Oma im Gemüsegarten für 10c machen kann 10Euro.

ente,ente,ente,ente,ente,ente,ente,...
13
16.9.2010, 16:16

10€ ??

na da gönn ich das geld aber lieber ein paar asylwerbern. die schicken das geld wenigstens nach afrika, statt nach liechtenstein.

Das freie Wort
00
21.9.2010, 07:15
Die bringen einen tollen Afghanen mit;-)

nuts1
12
16.9.2010, 01:11

lol kifft dich doch eh schon jeder zweite gelegentlich die birne weg

und die diskutieren drüber ob mans legal machen soll ... lol
selbst schuld beommen die dealer eben die kohle...

Scabank
19
15.9.2010, 22:23
Hanf

Hanf Baumaterial
Medizin aus Hanf
Sprit aus Hanf
Kunststoffe aus Hanf
Kleidung aus Hanf
Holzprodukte aus Hanf
Hanf als Lebensmittel
Hanf als Bodenverbesserer

Wenn Hanf legalisiert wird, würde der illegale Grashandel in eine Gras/Hanfsteuer umschlagen... und Geld brauch ma sowieso immer.

hlg
01
27.9.2010, 12:06
das wäre ein thema für die politik:

warum schützt der staat wen und wovor?

die soldaten brauchen wir nicht dafür einen gackerlsackerl-mediator?

also ehrlich ein bisserl weniger law and order und ein bisserl mehr wirklich freiheitliches würde uns guttun.

leider gibt es dafür aber kein passendes parteiprogamm...

denn es gibt keine lobby des mündigen bürgers obwohl genau dazu gewählt wird...

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