Strachegasse umbenennen? "So ein Blödsinn"

17. September 2010 10:33
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    derstandard.at/winkler-hermaden

    Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny winkt ab. Er hält die Umbenennung für eine "Schnapsidee".

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    Die Strachegasse erhielt 1940 ihren Namen. Sie ist nach einem Physiker benannt.

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    "Es ist gut für Strache, dass die Gasse so heißt", sagen Mustafa (li.) und Sava.

In Simmering wird mit dem Namen einer Straße Wahlkampf gemacht - Die Bewohner nehmen es gelassen: "Es ist gut für Strache"

Wer Hugo Strache war, wissen die wenigsten Anrainer. Irritierend finden sie, warum die nach ihm benannte Strachegasse in Wien-Simmering im Wahlkampf ein derartiges Interesse weckt. "Ich hab im Fernsehen schon was gesehen", sagt die 24-jährige Laura. "Ich hab aber nicht verstanden, warum die Gasse umbenannt werden soll." Auf den Hinweis, dass es auch einen Politiker gebe, der Strache heißt und die Grünen deshalb eine Ergänzung um den Vornamen "Hugo" fordern, sagt sie: "Ja, dann ist es korrekt, dass die Grünen eine Umbenennung wollen. Das ist ja wie Wahlwerbung."

Hugo Strache war Physiker und Erfinder des sogenannten "Doppelgas", ein Gemisch aus Destillations- und Wassergas. Er starb 1927 im Alter von 62 Jahren. Die Strachegasse erhielt 1940 ihren Namen.

Die Simmeringer Grünen haben mit Unterstützung der SPÖ einen Antrag im Rathaus eingebracht, mit dessen Hilfe sie nun die Umbenennung der Straße in "Hugo-Strache-Gasse" erreichen wollen. Man will vom FPÖ-Politiker Heinz-Christian Strache ablenken. Der Bezirk hätte es sich nicht verdient, eine Straße zu haben, die nach ihm benannt sei. (derStandard.at berichtete)

Proteststimme für FPÖ

Gabriele, 72, lebt seit 50 Jahren in Simmering in einem Gemeindebau. Sie geht in der Strachegasse mit ihrem Hund Gassi. Dass die Straße den Namen des FPÖ-Politikers trägt, stört sie nicht. Überhaupt zeigt die Pensionistin im ersten Augenblick wenig Interesse am Wahlkampf. Als es um den Zustand der Gemeindebauten geht, wird sie jedoch emotional. Die Mieten seien zu hoch und die Fenster würden bei vielen Bauten "schon längst" ausgetauscht gehören, schimpft sie. "Es sind die Kleinigkeiten wie diese, über die die Leute verärgert sind", mutmaßt sie. Bisher sei sie immer wählen gegangen, nur diesmal werde sie zuhause bleiben. "Und wenn, dann wähle ich den Strache - aus Protest." Sie weiß aber: Den Strache zu wählen sei "auch keine Lösung, weil er braun angehaucht ist."

Das Duell SPÖ gegen FPÖ ist in Simmering besonders brisant. Simmering gilt als eines der Hoffnungsgebiete der FPÖ. Es ist alles andere als unwahrscheinlich, dass die FPÖ hier einmal den Bezirksvorsteher stellen wird. Bei der EU-Wahl 2009 war der Abstand zwischen Sozialdemokraten und Freiheitlichen gering: Sie SPÖ erreichte 33,4 Prozentpunkte und verlor 19,2 Prozent der Stimmen. Die Blauen konnten einen Stimmenzuwachs von 18,7 Prozentpunkten verbuchen und erhielten insgesamt 23,8 Prozent der Stimmen.

"Nackte Angst vor HC"

Die Forderung der Grünen nach der Gassen-Umbenennung kommentierte die FPÖ mit Häme: "Die nackte Angst greift offenbar bei der SPÖ und den Grünen um sich. Nichts soll in Wien an den FPÖ-Bürgermeisterkandidaten HC Strache erinnern", meinte FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl in einer Aussendung. 

"So ein Blödsinn", sagt auch Elisabeth, 39, die gerade ihre Tochter von der Schule abgeholt hat. "Ich verstehe es überhaupt nicht, warum man die Gasse umbenennen soll." Den Wahlkampf beobachtet sie genau, kritisiert jedoch die "Schlammschlacht", die stattfindet. Zur Wahl hingehen will sie auf jeden Fall. Ob sie eine gültige Stimme abgeben wird, sei allerdings noch alles andere als fix.

"Mir wäre es wahnsinnig unangenehm"

Lea, 20, wohnt nicht direkt in der Strachegasse, geht hier aber durch, wenn sie zur U-Bahn muss. "Mir wäre es wahnsinnig unangenehm hier zu wohnen, vor allem wenn ich die Adresse dann irgendwo angeben müsste", sagt die angehende Studentin der Theaterwissenschaft. "Am ehesten würde ich wohl umziehen". Im laufenden Wahlkampf seien ihr bisher die negativen Aspekte aufgefallen. "Die Hetze rückt in den Vordergrund", bedauert sie.

Sava, 16, und sein Freund Mustafa sagen: "Es ist gut für Strache, dass die Gasse so heißt." Mustafa wird nicht wählen, weil er kein österreichischer Staatsbürger ist. Sava weiß noch nicht, ob er zur Wahl gehen wird: "Ich hab das nicht so verfolgt."

Absage vom Kulturstadtrat

Zuständig für die Umbennung der Gasse ist Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ). Er sagt zu derStandard.at: "Ich halte das für eine Schnapsidee. Einerseits wertet man Strache damit auf und zweitens ist die Straße ja nicht nach dem Politiker benannt, sondern nach einem Physiker." Was er sich vorstellen kann, sei, eine Zusatztafel zu errichten, wo erklärt wird, was Hugo Strache erfunden hat. Im Grunde sei die Diskussion aber "lächerlich". Aber wenn es dazu beitrage, "dass wir nun alle lernen, was Hugo Strache geleistet hat, kann man das auch positiv sehen." (Rosa Winkler-Hermaden, derStandard.at, 17.9.2010)

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Peter Griffin13
26.11.2010 13:48

hugo strache war zuerst da, also sollte man den hc umbenennen.

Alexander Patjomkin
27.09.2010 13:54
Speil mit den Worten ist der Kern der grüner Politik.

Diese Vorschlag schlägt in die selbe Kerbe wie
die "Söhne und Töchter" und die "Rathausfrau" usw..usw.. Was mich wundert ist, das es Partner sogar gibt für solche Schwachsinnigkeiten..

Dragshi
27.09.2010 12:14

jeden Tag gehe durch die Strache Gasse zur Ubahn und biege tatsächlich rechts ab.

Trotzdem halte ich eine Umbenennung für schwachsinnig.

Da HC kann nix dafür.
Der Physiker Strache auch ned.

Und die Leute die da wohnen und ihre Pässe korrigieren müssten erst recht nicht.

hansi goldach
 
25.09.2010 17:55

umbenennung in "bürgermeister strache" gasse?

Louis De Funes
26.09.2010 17:09
Nachdem er ja in den letzten Wahlen für alles mögliche auf den Plakaten zu sehen war

Na wenn schon dann in "Politiker für alles - Strache - Boulevard" umbenennen.

Berolina Schreibmaschine
27.09.2010 15:13
Strache Gosse?

ja, das kommt hin.....

Beati pauperes spiritu
25.09.2010 07:25
Glückliches Wien,

das solche "Probleme" hat...

Jaques de Fumer
24.09.2010 16:14
Also meiner meinung nach...

... sollten wir einfach jede straßer nurnoch nummern geben.. hoffentlich heißt der nächste fpö kandidat dann nicht w3453...

Alexander Patjomkin
24.09.2010 14:37
Ja, die Strache-Strasse sollte umbenannt werden..

auf Hans-Christian Strasse.

rtfm
23.09.2010 13:48
naa...

... wenn, dann müssen ALLE straßennahmen 2-, 3-, 4-, 5- ... sprachig sein! damit auch alle unsere "österreicher" sie in ihrer muttersprache lesen können!

prostwirt
23.09.2010 13:45
Strache - Gasse wurde

nach einem zu ehrenden Mann benannt und so ist es und so soll es bleiben. Ansonsten müßten laufend Strasse, Gassen und Plätze etc. umbenannt werden.
Es werden immer wieder Personen mit gleichen Namen in die Öffentlichkei treten.

Ein Armutszeugnis an jene. die sich an Namen stören.

WDPP
22.09.2010 23:59

Finde so Dinge wie eine Umbenennung der Strache-Gasse obwohl ich kein Fan der FPÖ bin schwachsinnig.

Erstens frage ich mich, haben wir keine anderen Probleme?
Zweitens: Was kann der Strache nachdem die Straße bennant wurde?
Drittens: In Linz gibt es eine Stadlerstraße, sollte man die nicht auch umbennen nachdems ja einen Stadler gibt?
Hätte man nicht den Hauptplatz in zahlreichen Städten umbenennen müssen, als Haupt unser Vizekanzler war?

Also nochmals: So was schwachsinniges.

WDPP
23.09.2010 00:03

beim zweitens habe ich in meiner Emotion übrigens ein dafür vergessen. Tschuldigung.

King Of Kronenzeitung
24.09.2010 08:33

Ach geh, das passt schon. Mir is es garnet aufgfallen ;-)

um-schul- vermutung
22.09.2010 18:43

kann man in diese gasse auch links einbiegen?

Louis De Funes
23.09.2010 10:13

Freilich, aber sie ist eine Einbahn und am Ende gar eine Sackgasse. Vielleicht doch passend!

Ich_schpriche_Neuteutsch
22.09.2010 18:31

Außer, dass dieser Weg itzo erst recht mit Schtrachen in Verbindung gebrachet wird, habent die Grünen mit dieser Akzion nichts bewirket.

sonne-licht
 
22.09.2010 18:28
eine grünstudentin

will sich so an strache annähern!

ist der strache wieder single?

wie wenns keine wichtigeren dinge in der politik
gäbe als sich anzubiedern oder anzumeiern!

1116er
22.09.2010 16:48
ich möchte hiermit abbitte leisten bei hugo strache!

leider hat sich in meiner firma folgendes, von mir 'erfundenes', durchgesetzt:

wann immer es um die niederlassung geht, die unsere firma dort hat, sprechen wir vom 'häusl-büro'.

sorry, hugo!

Lorenzo von Matterhorn
 
22.09.2010 06:51

sowas kommt raus, wenn sich möchtegern jungpolitiker und scheinintellektuelle engagieren wollen und ihnen dabei nichts intelligentes einfällt...

Njörd
21.09.2010 21:38
Die Bezeichnung "Grüne" ist irreführend.

Zutreffender wäre die Bezeichnung "postmarxisitisch-stalinistische multi-kulti Partei".

ente,ente,ente,ente,ente,ente,ente,...
26.09.2010 21:34

sie wissen wohl nicht viel von den grünen, ausser das, was sie in der krone lesen...also nichts.

stalinisten finden sie nicht mal mehr in der kpö
marxisten gerade noch bei den jusos
und multikulti heisst bei den grünen, mit vorzeigemigranten auf die vernissage gehen, nicht die kinder mit türken in eine schule zu schicken...die sind in wirklichkeit stockkonservativ, wollen es aber nicht zugeben.

Joerg Haider
22.09.2010 00:15
wieso?

das einzige, was irreführend ist, ist die bezeichnung "die freiheitlichen (fpö)": zutreffender wäre die bezeichnung "post-nazistische neoliberale unternehmer- und braunwähler partei"

1116er
22.09.2010 16:53
angesichts des IQs des durchschnittlichen wählers dieser partei

ist das aber schon ein mächtig langer name.

zutreffender wäre allemal:
Ferarscher Partei Österreichs

perseus vie
21.09.2010 13:04

ich bin auch dafür, dass man die julius Ficker strasse umbennent. irgendwie zu obszön das ganze

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