Kleine Packungsgrössen

Cannabis: Lizensierung statt völliger Freigabe

15. September 2010, 14:58

Erneuter Vorstoß für Hanf beim britischen Forscher-Festival - Österreichischer Mediziner skeptisch gegenüber völliger Freigabe

Birmingham/Wien - "Hanf wird von allen Seiten negativ stigmatisiert", kritisiert der österreichische Arzt Kurt Blaas, Vorstand der Arbeitsgemeinschaft "Cannabis als Medizin". Es sei nicht einzusehen, dass ein wertvolles Arzneimittel, das in medizinisch indizierten Dosen verabreicht, kaum Nebenwirkungen zeigt, immer noch derart verteufelt wird.

Unterstützung bekommt der Mediziner von einem Kollegen aus Großbritannien: Gesetzgeber sollten ernstlich darüber nachdenken Cannabis zu lizensieren, fordert Roger Pertwee, einer der prominentesten Drogenexperten Großbritanniens, beim Festival der British Science Association in Birmingham. Pertwee will Cannabis allerdings nicht in Form von Zigaretten freigeben, da dies lungenschädigend sei. Vielmehr sieht der Experte Cannabis-Produzenten aufgefordert, neue Verabreichungsformen anzubieten. Ein weiterer Vorteil einer lizensierten Freigabe sei, dass Cannabis dadurch sicherer wird. Pertwee tituliert eine solche Lösung als "Schadensbegrenzung". Erst im Vorjahr scheiterte der Vorstoß an einem Veto von David Nutt, dem obersten Drogenbeauftragten der britischen Regierung.

Mediziner: Skeptisch gegenüber völliger Freigabe

"Eine generelle Freigabe von Cannabis würde mehr Schwierigkeiten verursachen als man glaubt", meint hingegen der Mediziner Blaas. Ein ganz wesentlicher Punkt wäre die unbedingte Einhaltung des Jugendschutzes, die eine Abgabe an unter 18-jährige verbietet. Sinnvoll sei jedoch eine Lizensierung des Cannabis. Das bedeutet, dass die Pflanzen kontrolliert angebaut werden müssen, um sicherzustellen, dass sie frei von Pestiziden und Düngemitteln sind und immer die gleiche Qualität haben.

"Eine Hanfpflanze liefert zwischen 40 und 60 verschiedene Cannabinoide. Daher muss auch sichergestellt werden, welche dieser Substanzen abgegeben werden", erklärt Blaas. "In der Medizin werden derzeit Dronabinol und Cannabidiol angewendet." Eine weitere Herausforderung ist die Frage der Abgabe. Dass man diese Substanzen einfach im Lebensmittelhandel kaufen kann, hält Blaas für nicht sinnvoll. Nur speziell lizensierte Einrichtungen wie etwa Apotheken sollten damit beauftragt sein, Cannabis zu verkaufen.

"Natürlich ist auch darauf zu achten, dass es bei Konsumenten zu keinen Anhäufungen von Cannabis-Produkten kommt", argumentiert Blaas. Daher sei eine ärztliche Verschreibung von kleinen Packungsgrößen eine gute Möglichkeit, dies zu unterbinden. "Wir wollen das natürliche Cannabis für die medizinische Anwendung fördern, denn dadurch ergibt sich eine breite Behandlungspalette", erklärt der Mediziner. (pte/red)

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Tornos
01
16.12.2010, 15:44

Damit Cannabis nicht nur heilt, sondern auch richtig Spaß macht, sollte es z.B. zusammen mit einer Southpark DVDs ausgegeben werden :-)
... oder lustigen WinAmp Plig-Ins, die viele hübsche Farben auf den Bildschirm zaubern ... oder einfach ein Kondom zu jeden Joint ...

Ich hätte da noch sehr viele konstruktive Ratschläge!

delysid
00

Wieso sollte man wollen, dass Sie Spass haben?

MsSubV
01
24.10.2010, 18:47

Auch wenn Cannabis z.B. bei Amaurose ... zu einer erheblichen Linderung führt, so kann der
regelmäßige Konsum von Cannabis laut einer Studie im British Medical Journal bei Teenagern zu Depressionen und Angstzuständen führen. Daher ist die Skepsis betr. einer völligen Freigabe zu recht angebracht.

alles für den HUGO
 
02
14.11.2010, 10:35

gut ist natürlich, dass nikotin, koffein, alkohol und diverse andere legale substanzen keine schädlichen aspekte besitzen - deshalb auch legal.
aber mit diesen substanzen gibt es auch keine probleme in der gesellschaft.
in den heutigen zeiten sieht man allumfassende aufklärung und keiner denkt an ökonomische erträge - gott sei dank

Patan Jyotish Kamananda
 
00
16.12.2010, 13:53

ja, es ist eine schöne, neue Welt(ordnung)

Eutopia
01
24.10.2010, 19:14

aber billiger soll's ruhig werden
hauptsache es findet überhaupt anerkennung

schließlich kann cannabis sogar autismus ... lindern, studien dazu wurden am int'l autism-day 2010 präsentiert, dem heuer leider sehr wenig beachtung geschenkt wurde

aber hauptsache es gibt einen offiziellen "weltnudeltag".

MsSubV
01
24.10.2010, 19:33

Also den Int'l Autism-Day (mag er auch wenig beachtet worden sein) mit dem Weltnudeltag zu vergleichen, ist das nicht ein bisserl weit hergeholt ???

Eutopia
00
24.10.2010, 22:17

na genau das meinte ich doch, sorry, falls ich mich missverständlich ausgedrückt haben sollte

ride my pimp
01
14.10.2010, 17:41

die herrschaften überlegen sich halt, wie man möglichst viel geld verdienen kann mit dem gewächs.

insofern unterscheiden sie sich nicht von den turbokapitalisten.

OT
 
014
17.9.2010, 10:39
Cannabis ALS MEDIZIN

Scheinbar ist es so, dass viele Leute unter einer Legalisierung von Cannabis eine Freigabe für uneingeschränktes Joint rauchen sehen.

Das die Legalisierung aber auf die Verabreichung von Cannabonioden (in zb Kapselform) für Schmerzpatienten (zb MS) ausgelegt ist, ist scheinbar einigen unklar!

TRockenmilch
01
24.9.2010, 15:18

und genau deswegen ist es abzulehnen.

fertigprodukt
02
22.9.2010, 19:31

wer klug ist, wehrt sich genau deswegen gegen die lizensierung und fordert die freigabe.

fertigprodukt
83
16.9.2010, 16:12

an einer lizensierung können maximal die pharmakonzerne interessiert sein.
ziel ist die freigabe des uralten heilmittels.

hed
00
20.9.2010, 02:05
was sollten die davon haben?

wenn es - noch dazu anders als geplant - völlig frei wäre, dann hätten ide konzerne nix davon, weil hinz, kunz und ich das zeug daheim auf der terase anbauen dürften...

fertigprodukt
02
22.9.2010, 19:30

so schwer ist es nicht: lizensierung -> man kann teure medikamente aus dem zeug herstellen. freigabe -> jeder baut sich das zeug selber an.

janeinvielleicht
115
16.9.2010, 13:34
lizensierung? blödsinn!

http://legalisieren.at/

Michael B
10
16.9.2010, 12:47
"Lizensierung" - hat das was mit "Karensierung" oder mit "Potensierung" zu tun?

Oder nur mit peinlichem Deutsch?

silurus g
09
16.9.2010, 11:28

Das Interview wurde scheinbar zur unverständlichkeit verkürzt. Z.b. ist Cannabidiol (CBD) einer der enthaltenen Stoffe und Dronabinol (tm) ein pharmazeutisches Tetrahydrocannabinol (THC) Produkt......

AlBundyFan
 
1310
16.9.2010, 10:44
was ich mich immer frage

warum ist es für die menschen so immens wichtig, daß diese droge freigegeben wird.

es ist einfach traurig, daß die leute überhaupt in solchen mengen irgendwelche mittel zu sich nehmen wollen was ja eigentlich völlig jedem logischen denken widerspricht.

allein, daß das überhaupt eine frage ist für die gesellschaft ist eine frechheit.

Patan Jyotish Kamananda
 
01
16.12.2010, 13:57

saufst du noch oder kiffst du schon.

AlBundyFan
 
00
16.12.2010, 14:29
keins von beidem

hed
00
20.9.2010, 02:07
also in diesem zusammenhang

geht es um den medizinischen einsatz.

und zum anderen: ab und zu eien joint rauchen ist nicht das schlechteste. menschen haben scho immer dinge gekeut, geraucht, getrunken... why not?

AlBundyFan
 
10
20.9.2010, 07:37
weils einfach deppat is?

warum möchten zb. eltern nicht, daß ihre kinder nägelkauen oder sich haare ausreisen?

ist weniger gesundheitsschädlich als joints zu rauchen....

Got Your Noes!
23
16.9.2010, 14:21

ungefähr aus demselben grund warum ich auch von zeit zu zeit nach dem essen gerne ein glas (ja, nur eins) guten scotch trinke. so als beispiel.

hed
00
20.9.2010, 02:08
ich trinke auch gerne mal 2 oder 3 gläser scotch

und schäme mich dafür nicht. warum auch?

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