Film

Leben mit Licht und Liebe

14. September 2010, 17:42
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    foto: das kino

    Seit 70 Jahren lebt dieser Yogi (angeblich) ohne Essen und Trinken.

In seinem Filmdebüt "Am Anfang war das Licht" spürt P. A. Straubinger den metaphysischen Kräften asketisch lebender Yogis nach

Salzburg - Essstörungen aller Art gehören zu den Kollateralschäden des modernen Lebens, Magersucht und Fettleibigkeit sind komplementäre Seiten einer Medaille. Diese ist unsere - zumindest äußerlich - hochglanzpolierte Leistungsgesellschaft, deren Anforderungen und Erwartungen nicht wenige Menschen von ihrem Körper entfremdet.

Heutzutage mögen "klassische" Religionsgemeinschaften zwar zunehmend in die Krise geraten, nichtsdestotrotz steigt bei den gebeutelten Individuen der Erlösungsbedarf. Den bedient vor allem (fern)östliche Metaphysik - in den hiesigen Yogaschulen, die inzwischen oft zu riesigen Ketten gehören, wird aus indischer Körper- und Geistübung ein Wellnessprogramm, um gestresste Menschen für die tägliche Tretmühle fit zu machen.

Keine Essstörungen plagen asketisch lebende indische Yogis, die von sich behaupten, Jahre oder gar Jahrzehnte nichts gegessen (und auch keinen Tropfen getrunken) zu haben. Sogar seit 70 Jahren will Prahlad Jani dies praktizieren, jetzt steht er im Mittelpunkt des Debütstreifens von Ö3-Filmchef P. A. Straubinger Am Anfang war das Licht.

Darin kommen nicht nur Heilige, sondern auch Quantenphysiker, Fastenärzte, Schulmediziner, Psychiater, Bewusstseinsforscher und Lebenskünstler zu Wort. Wie weit es sich bei sogenannter Lichtnahrung um Scharlatanerie und esoterisches Spinnertum handelt, lässt der Film offen.

Dass einzelne Menschen mit großer Körper- und Geistbeherrschung verblüffende Fähigkeiten besitzen, ist ebenso unbestritten wie die bittere soziale Realität in indischen (oder wo auch immer gelegenen) Slums. Den unglücklichen Menschen dort hilft jedenfalls keine Theorie über Lichtnahrung. Nebenbei bemerkt: Manche Yogis, die um Erleuchtung ringen, mögen spindeldürr sein, andere, im Westen für ihre Geschäftstüchtigkeit bekannte Tempelführer wie etwa der TM-Maharishi schleppen aber einen prallgefüllten Kugelwanst mit sich herum.

Als Allheilmittel für unsere "Zivilisationskrankheiten" will Straubinger seinen Film nicht verstanden wissen. Eher als Denkanstoß, um über das mechanistisch-materialistische Weltbild nachzudenken. Das kann nicht schaden, jedenfalls viel weniger, als zu den Verlierern in unserer Gesellschaft zu gehören, und nix zu beißen zu haben oder den Überschuss an Essen samt stressiger Lebensbedingungen nicht mehr "verdauen" zu können. Zur heutigen Premiere von Am Anfang war das Licht wird P. A. Straubinger anwesend sein, um seine Eindrücke und Schlüsse von den Dreharbeiten zu schildern. (Gerhard Dorfi, DER STANDARD - Printausgabe, 15. September 2010)

Das Kino, Salzburg, 0662/87 31 00. 20.30

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 41
1 2
Rollingstone1
21
27.10.2010, 14:26
Im Westen nichts Neues!

Ich bin froh, dass es auch andersdenkende Menschen gibt, als in den untenstehenden Postings. Ansonsten würden wir noch immer in Höhlen leben und Angst vorm Feuer haben. Der Film ist grandios, liebevoll und unterhaltsam!
Vielen Dank Herr Straubinger!

Matz8472
01
2.11.2010, 08:45

das haben sie falsch verstanden: Die (meisten) untenstehenden Postings SIND die Andersdenkenden. Diejenigen, die mutig zwei Steine zusammengeschlagen haben und dafür ausgelacht wurden, aber nicht auf den Blitz von oben gewartet haben....

3210
01
24.10.2010, 15:53
Es wird immer ... (1)

Menschen geben, die glauben etwas Besonderes zu sein, zu können oder doch erlernen zu können. Ich aber sage Euch :-) : Auf der Erde leben heute 8 Mrd Menschen - ungefähr, oder? In den letzten 2000 Jahren es in Summe, na sagen wir einmal mal 20:2=10 - also - 80 Milliarden. Von den 80 Milliarden Menschen haben wahrscheinlich 60 Millarden Menschen versucht einen "Gott"ähnlichen Charakter/Mentalität zu entwickeln.

Übrig geblieben sind die Esoteriker von heute.

Wenn es diese ganzen "Phänomene" gäbe, dann wüssten wir alle davon. Jeder Menschen hat in der Regel 2 Ohren, eine Nase und dazwischen ein mehr oder weniger gut ausgestattetes Gehirn.

3210
02
24.10.2010, 15:52
Es wird immer ... (2)

Dass dieses Hirn, dann noch in Alpha gehen kann, ins Träumen, - von mir aus, auf einen LSD-Trip - von mir aus ... etc. - Aber warum bitte schön, sollte ein indischer Jogi, dessen Kultur eigentlich vier, fünftausend Jahre alt ist, von Licht leben können und(!) wir, oder Leute in Afrika und sonst wo auf der Erde hätten das nicht mitbekommen. - Man sieht, - es erklärt sich alles in 30 Zeilen.

Das einzige das ich von "Indern" weiß, ist, dass ich noch nie ein Volk getroffen habe, das das Lügen so tief integriert hat, wie diese Inder. "Wahrheit", "Ehrlichkeit" sind in diesem Volk keine Werte.

hulkjr
414
21.9.2010, 22:40
Unfassbar dass so ein Dreck gefördert wird

in die Kinos kommmt und dann vom Standard noch so halb wohlwollend rezensiert wird. LICHTESSEN ist Schwindel. Es gibt kein Lichtessen. Punkt. Jeder der nur ansatzweise glaubt das könne möglich sein soll bitte 6 monate in die Sahelzone auf Urlaub fahren !!! So ein grausiges Ärgernis.

Matthias Schindler
21
5.10.2010, 17:03

Haben Sie sich mit dem Thema beschäftigt? Weil Sie das so genau wissen, punktum und so...

Demosthenes
02
24.9.2010, 10:51
leicht zu beweisen

man nehme zwillingspaare (20 an der zahl, klinisch unauffällig) und teile sie in zwei gruppen. die eine gruppe darf sich herrn straubingers film reinziehen und sich an den ergüssen von yogi Prahlad Jani laben. und ja: licht satt, natürlich. die andere gruppe kriegt schweinernes (alternativ koschere/halal/vegetarische köstlichkeiten) dazu budweiser/chianti/wasser.
ort: dort wos ausreichend licht gibt, vorzugsweise indien, dauer ein jahr. dann schau ma einmal. als kostenersatz biete ich allen beteiligten eine mitgliedschaft im wiener verein.
p.s. ich glaube, herr straubinger hat sich zu viel licht reingezogen.

Laran Wish
115
21.9.2010, 09:28
Faszinierend

Ich fand den Film interessant und mutig. Letzteres deswegen, weil natürlich bei so einem Thema alle aufschreien, dass hier kaum etwas wissenschaftlich "beweisbar" ist.

Interessant auch insofern, als auch führende Quantenphysiker zur Sprache kommen, die nicht erklärbare Phänomene, die durch das Bewußtsein gesteuert werden, als fixen Bestandteil ihrer wissenschaftlichen Theorien sehen.

Unsere herkömmliche naturwissenschaftliche Denkweise ist schon längst überholt..

Jasmuheen ist für mich auch eine Betrügerin, vor allem deshalb, weil ihre Lehre für viele Menschen gefährlich ist. Falls man sich tatsächlich auf so einen Prozess einlässt, muß man sich lang darauf vorbereiten - fast alle anderen Protagonisten im Film leben das auch vor.

NotDarkYet
35
24.9.2010, 11:23
Das was in dem Film gesagt wird

ist nicht "wissenschaftlich nicht beweisbar" sondern im Gegenteil: Es ist wissenschaftlich beweisbar, dass Lichtfasten nicht möglich ist!

Jeder einzelne Mensch, der behauptet er würde (länger als - sagen wir mal - 50 Tage) nicht essen, ist ein Lügner und Betrüger.

Die Quantenphysik dient als Ausrede für jede erdenkliche esoterische Spinnerei, hat aber damit nichts zu tun.

Hier geht es um die Physiologie des menschlichen Körpers. Selbst wenn der menschliche Körper Licht in Energie umwandeln könnte (Wärme ist so eine Umwandlung, die reicht aber nicht), so braucht der Mensch immer noch Wasser.
Ohne Wasser kein Leben.
Und auch die Quantenphysik kann nicht aus Licht Wasser herstellen.

Sie sind auf einen Manipulator reingefallen.

Laran Wish
13
26.9.2010, 17:12
Manipulator

Sie bezeichnen P.A. Straubinger als Manipulator?

:-)

Das würd mich jetzt schon interessieren. Also, wie manipuliert er und zu welchem Zweck? Es muß ja eine Absicht dahinterstecken. Was will er mit seinen Manipulationen erreichen? Bitte um Aufklärung.

Pazi Fist
14
21.9.2010, 16:16
Im Film kommen keine führenden Wissenschaftler zu Wort

sondern größtenteils vielmehr solche, die von der Wissenschaftsszene nicht mehr ernst genommen werden. Das freilich unterschlägt der Film. Im Übrigen lebt DER Protagonist des Films Prahlad Jani diese "lange Vorbereitung" nicht vor, denn er isst und trinkt ja seit frühester Jugend nichts mehr, vermutlich von einem Tag auf den anderen, jedenfalls seit er von der "Hindu-Göttin Amiba mit einem Nektar versorgt wird." Also was jetzt eigentlich, Licht oder Nektar, na egal. Alle anderen "Lichtesser" wurden ausnahmslos als Betrüger überführt. Also, wenn's überhaupt einer kann, dann Jani und den hat eine Göttin gesegnet und er glaubt vermutlich selbst nicht an Lichtnahrung.

BumbleBee
212
20.9.2010, 10:31
Spannend, aber Science Fiction

"Aus wissenschaftlicher Sicht schwankt der Film zwischen naiv und manipulativ und ist insgesamt wertlos"

http://www.scienceblogs.de/kritisch-... -licht.php

NotDarkYet
313
17.9.2010, 22:52
Alles Betrüger - ausnahmslos!

Mehrere führende "Lichtfaster" wurden bereits erwischt, als sie heimlich essen bestellten oder aus dem Fast-Foot Restaurant kamen.

Werden die "Lichtfaster" unter kontrollierten Bedingungen getestet muss das Experiment nach ein paar Tagen abgebrochen werden, weil es den "Lichtfastern" körperlich so schlecht geht.

Mehrere Todesfälle von Menschen, die diesen Betrügern geglaubt haben, sind dokumentiert. Dieser Film ist manipulativ und verantwortungslos: Wenn jemand stirbt, der durch diesen Film zum fasten animiert wurde, dann sollte man Straubinger wegen Totschlag anklagen.

NotDarkYet
00
17.9.2010, 23:04

Fast Food, natürlich.

hmmmm7
 
00
20.10.2010, 16:38

Licht ist auch "fast" food :))

Nikolai Shostakovich
210
17.9.2010, 11:47
sonnenstich?

ich glaub die haben alle einen sonnenstich! soviel blödsinn! und das im 21.jahrhundert - man sollte glauben die menscheit hätte sich geistig entwickelt, aber nein, esoterik gewinnt immer mehr... jaja, nichts zu wissen heisst alles glauben zu müssen...

Markus KA
67
17.9.2010, 17:02

Es ist in jedem Fall besser zu wissen, dass man an etwas glaubt, als zu glauben etwas zu wissen.

NotDarkYet
17
17.9.2010, 22:36

Mit dem was die Menschheit "zu wissen glaubt" können wir fliegen und mit Freunden am anderen Ende der Welt plaudern, können Krankheiten geheilt werden, an denen die Menschen seit Anbeginn verreckt sind und wissen wir an jedem Ort der Erde auf den Meter genau, wo wir sind.

Mit dem was die Menschheit "zu wissen glaubt" sind Wunder geschehen ohne Ende.

Aber das reicht vielen nicht.

Sie wollen ein "richtiges Wunder" und fallen dabei auf jeden Schwindel und jeden Schwindler herein.

Du isst nur Licht: Ich glaube dir.
Du kannst die Zukunft aus den Sternen lesen: Hier hast du mein Geld.
Du hast mit Gott gesprochen: Ich bete dich an.

Wenn etwas absurd, ja unmöglich ist - dann ist das genau das richtige für den wahren Gläubigen.

Markus KA
85
18.9.2010, 00:21

Das Problem ist eher, dass manche Leute die Wissenschaft zu einer Art unfehlbaren Ersatzreligion erheben, glauben ihre Methoden zu verstehen und dann ihren Standpunkt mit religiösem Eifer zu verteidigen.

Das finde ich noch viel schlimmer als Menschen die an etwas glauben, denn die wissen im Normalfall, dass sie falsch liegen können.

Besonders lustig wird es dann wenn man die "Kritiken" zu dem Film liest, in denen kritisiert wird wie unwissenschaftlich das ganze doch sei, dagegen hält man dann "Fakten" ohne Quellenangaben.

T(r)oll auch der unten verlinkte Blog:
"Die Weltrekorde im Fasten (inkl. trinken) liegen übrigens bei ca 50 Tagen."

Gefunden hab ich dabei nur David Blaine (Magier 44 Tage) und Chen Jianmin (49 Tage Arzt TCM).

NotDarkYet
25
18.9.2010, 16:16
"Wer nichts weiß, muss alles glauben" (Buchtitel)

Wissenschaft ist genau das Gegenteil einer Religion, da die zentrale Aussage ist, dass alles hinterfragt werden kann und muss und dass man nichts glauben soll, ohne dass man nach den Beweisen frägt.

Wissenschaft verlangt ausdrücklich dass auch die Wissenschaft hinterfragt werden muss.

Und die Menschen, die glauben, glauben üblicherweise selbst dann noch, wenn sie schon lange wissen, dass sie falsch liegen.

"Respektiere meinen Glauben" ist das bockige Schlusswort, wenn man jemandem nachweist, dass Astrologie ein Quatsch, Homoöpathie ein Unsinn und Lichtfasten unmöglich ist und sie merken nicht, dass das das gleiche ist, als würden sie sagen "Respektiere meine Dummheit".

Aber warum sollte man Dummheit respektieren?

slaine mcroth
34
19.9.2010, 19:06

Das ist so nicht ganz richtig, wer sich mit Wissenschaftstheorie auseinandersetzt, weiß, dass Erkenntnisse der Wissenschaft auf Paradigmen beruhen, deren Grundsätze immer Annahmen sind, die in dem Sinn nicht "beweisbar" sind. Das heißt, dass wir die grundlegendsten Dinge immer glauben müssen, um zu Wissen zu gelangen. Jemandem, der das herausstreicht, gleich vorzuwerfen, er sei "esoterisch" oder leichtgläubig oder dumm, ist nicht ok. Es ist, im Gegenteil, intelligent, darauf hinzuweisen. Ich stimme auch dem Argument mit dem Religionsersatz zu, für viele Menschen, innerhalb und ausserhalb der Wissenschaft, bietet sie genau das: Seelenfrieden durch Gewissheiten. Es hat sich strukturell leider nicht viel geändert. Danke, Markus KA.

NotDarkYet
16
20.9.2010, 08:11
Erkenntnisse beruhen nicht auf Paradigmen, sondern im Gegenteil:

"Paradigmen spiegeln einen gewissen allgemein anerkannten Konsens über Annahmen und Vorstellungen wider, die es ermöglichen, für eine Vielzahl von Fragestellungen Lösungen zu bieten" (Wikipedia)

Paradigmen sind KEINE Glaubenssätze, sondern Theorien, die "Lösungen bieten", d.h. sie funktionieren, sind an der Realität getestet, werden immer neu hinterfragt.

Vor 2.000 Jahren stimmten Wissenschaft und Religion in vielem überein (waren auch nicht scharf getrennt).
Die Wissenschaft hat sich weiterentwickelt, hat falsche Paradigmen über Bord geschmissen, wenn sie beim Test an der Realität versagt haben.

Bei der Religion gibt es keinen Test, Religion hat sich nicht weiterentwickelt, glaubt immer noch den gleichen Unsinn wie vor 2.000 Jahren.

slaine mcroth
24
20.9.2010, 09:50

Sie sollten bei Kuhn nachlesen, was Paradigmen sind, er hat den Begriff in der Wissenschaft geprägt und damit überhaupt erst das Glauben an Grundannahmen thematisiert. Wikipedia ist nicht ausreichend. Ihr Posting verrät außerdem, dass sie nicht in der Wissenschaft tätig sind, denn sonst wüssten Sie, wie stur auf Paradigmen beharrt wird. Natürlich gibt es ein Feedback, das funktioniert aber nur sehr müde und langsam, Paradigmen werden sicherlich nicht immer "neu hinterfragt". Kann auch gar nicht gehen, weil vielen empirischen WissenschaftlerInnen gar nicht bewusst ist, dass sie in einem Paradigma denken, oder weil es ihrem Interesse widerliefe. Grundlegende Paradigmen können nur geglaubt werden, wenn man kritisch genug ist, das einzusehen.

NotDarkYet
03
20.9.2010, 10:26
Paradigmen sind keine Glaubensätze ("nicht beweisbar), sondern "konkrete Problemlösungen, die die Fachwelt akzeptiert hat" (Kuhn).

Aktzeptiert hat die Fachwelt diese Paradigmen deshalb, weil diese Theorien eben funktionieren, die Realität erklären.

Eine Paradigma ist also kein Glaubensatz, weder bei Kuhn, noch bei sonst wem.

Eine ganz andere Sache ist, dass Wissenschafter auf Paradigmen beharren. Das ist schon wahr, aber trotzdem werden Paradigmen, wenn Sie sich als falsch erweisen, irgendwann ersetzt.
Dass das nur "müde und langsam" funktioniert ist kein Problem. Wäre es anders würden getestete und funktionierende Theorien viel zu leicht verworfen.

Tatsache ist: Falsche Paradigmen haben auf Dauer keinen Bestand.
Falsche Glaubensätze aber sehr wohl weil es bei Glauben keine Überprüfung, keinen Reality-Chekc gibt.

cazooca
31
23.9.2010, 22:22
wirklich, slaine mcroth hat recht...

Man muss sich schon etwas mehr in die Literatur zu Paradigmen (und Paradigmenwechsel) einlesen und eindenken.
"Aktzeptiert hat die Fachwelt diese Paradigmen deshalb, weil (!) diese Theorien eben funktionieren, die Realität erklären." - Eben das ist zu einfach gedacht. So trivial ist das nicht. Die Theorien funktionieren eben innerhalb eines Paradigmas und auch das, was wir als Realität wahrnehmen besteht innerhalb eines Paradigmas.
Ein Paradigma ist die Suppe in der wir schwimmen, und wir wissen, wie schwer es ist über den Tellerrand zu schauen (geschweige andere Suppentelleller in Betracht zu ziehen). Ich hab die Doku nicht gesehen, aber wahrscheinlich gestattet sie sich, Fragen zu stellen, die innerhalb des gängigen Paradigmas Tabu sind.

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