Polizei: "Eine gewaltige Auseinandersetzung"
Linz - In einer wilden Massenschlägerei von mindestens 20
Personen hat am Samstagnachmittag eine "Rache-Aktion" von türkischen
an tschetschenischen Staatsbürgern in Mauthausen (Bezirk Perg) in
Oberösterreich geendet. Insgesamt fünf Personen wurden verletzt. Das
gab die Polizei Mauthausen am Sonntag bekannt und bestätigte
damit mehrere Medienberichte.
Der Zwischenfall nahm seinen
Ausgang in der Nacht auf Samstag in
einem Linzer Lokal, wo zwei türkische Staatsbürger von zwei Männern
niedergestochen wurden, so die
Ermittler. Grund dafür dürfte ein
Streit um eine Frau gewesen sein. Angehörige und Bekannte der
Verletzten aus Mauthausen wollten sich daraufhin rächen und fuhren
noch in der Nacht nach Linz. Der Türsteher ließ die
zwei
Tschetschenen, die sich noch im Lokal
befanden und auf die es die
türkischen Angehörigen abgesehen hatten, durch einen Hintereingang
entfliehen.
Am Samstagnachmittag trafen sich die
beiden Gruppen am Parkplatz
des Freibades Mauthausen, wo eine "gewaltige Auseinandersetzung"
zwischen mindestens 20 Personen entbrannte, so die
Polizei. Die
genaue Zahl der Beteiligten stand am
Sonntagvormittag noch nicht
fest, da noch Ermittlungen liefen.
Ein Beteiligter wurde dabei schwer verletzt, als er vom Pkw
eines
Tschetschenen niedergestoßen wurde. Er musste mit den
Notarzthubschrauber ins Linzer UKH gebracht werden. Ein weiterer Mann
wurde ins Linzer AKH gebracht. Drei weitere Beteiligte wurden leicht
verletzt. Die Polizei musste die Linzer Krankenhäuser in der Nacht
auf Sonntag absichern, um weitere Aktionen der
Beteiligten zu
verhindern.
Weitere Erhebungen zu dem Zwischenfall und den Beteiligten
waren
am Sonntag durch das Landeskriminalamt, gemeinsam mit der Polizei
Mauthausen, noch in Gange, so ein Ermittler. (APA)