Vorwurf illegaler Tätigkeit in einer Klinik in Harare
Harare - In Simbabwe sind fünf US-Bürger festgenommen
worden, denen illegale Tätigkeit in einer Klinik in der Hauptstadt
Harare vorgeworfen wird. Die vier Mediziner und der
Klinikverwaltungsfachmann seien als freiwillige Helfer ins Land
gekommen und hätten in einer Klinik in Harare sowie in einem
Waisenhaus im Nordosten des Landes gearbeitet, sagte deren Anwalt
Jonathan Samukange der Nachrichtenagentur AFP am Samstag.
Noch am selben Tag sollten sie demnach einem Haftrichter
vorgeführt werden. Auch ein simbabwischer Arzt befindet sich demnach
in Haft. Laut einem Bericht der staatlichen Zeitung "The Herald" sind
die US-Bürger bei einer religiösen Organisation beschäftigt, die sich
speziell um HIV-Patienten kümmert.
Das Gesundheitssystem in Simbabwe wurde angesichts des
wirtschaftlichen Niedergangs des zentralafrikanischen Landes schwer
in Mitleidenschaft gezogen. Viele Krankenhäuser mussten in den
vergangenen Jahren schließen. Seit der Einheitsregierung unter
Beteiligung von Oppositionsführer Morgan Tsvangirai mit Präsident
Robert Mugabe im Februar 2009 verbesserte sich die Lage langsam. (APA)