Autoren und Verleger handeln Inhalte im Internet "à la carte"
Die Medienbranche hat bisher kaum brauchbare Lösungsansätze für die tiefgreifende Krise gefunden, in der die Industrie und der Journalismus stecken. Das US-Start-up Ebyline legt nun ein neues und denkbar einfaches Modell vor, das sowohl Verlegern wie auch Autoren zugute kommen soll. Praktisch "à la carte" können Journalisten und Medienhäuser auf dem Online-Marktplatz Inhalte handeln. Die Zukunft von qualitativ hochwertigem Content soll so ebenso gewahrt bleiben wie die wirtschaftlichen Interessen der Herausgeber.
Qualitätscontent billiger
Die Nachfrage nach Qualitätsinhalten ist nach Ansicht der Ebyline-Gründer ungebrochen hoch. Das wirtschaftliche Modell um den Content herum ist hingegen angeknackst. Herausgebern will das Start-up daher die Möglichkeit bieten, Kosten einzusparen und dennoch hochwertige Nachrichten und Storys zu veröffentlichen. Dazu bringt der Marktplatz Zeitungen, Magazine und Betreiber von Online-Portalen direkt mit Redakteuren und Journalisten zusammen, die ihre News bei Ebyline feilbieten.
Gebühr
Kommt zwischen Medien und Autoren ein Geschäft zustande, verrechnet der "Mittelsmann" Ebyline eine Gebühr von acht Prozent. Dabei richtet sich der Marktplatz sowohl an professionelle als auch freischaffende Journalisten. Letztere müssen jedoch einen Leistungsnachweis durch bereits existierende Publikationen vorweisen oder Beispielarbeiten beurteilen lassen, bevor sie Zugang erhalten. Ebyline will nicht nur die Reichweite von Journalisten und ihrer Beiträge erhöhen, sondern auch den Verlagen zu mehr Vielfalt verhelfen. Zudem soll der Prozess automatisiert werden und durch den Marktplatz effizienter gestaltet werden als bisher. (pte)