ÖIAG-Chef Michaelis

"Kopfprämie", AUA-Zuschlag und Bonusbank

10. September 2010, 17:32
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    foto: apa/jäger

    Selbst der AUA-Flop besserte das Salär von Peter Michaelis auf, sorgte er doch für die "erfolgreiche Durchführung der Privatisierung". Der Aufsichtsrat nickte.

Damit ÖIAG-Chef Peter Michaelis jährlich 700.000 Euro verdienen kann, werden die Vereinbarungen für die Prämien jährlich angepasst

Damit ÖIAG-Chef Peter Michaelis jährlich 700.000 Euro verdienen kann, werden die Vereinbarungen für die Prämien jährlich angepasst. Heuer wird der Mitarbeiterabbau als "qualitatives Ziel" in den Vertrag aufgenommen.

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Wien - 700.000 Euro im Jahr, eine Hälfte als Fixum, die andere als Bonus: So setzen sich die Bezüge des Alleinvorstands der stark abgespeckten Staatsholding ÖIAG zusammen. Dass Peter Michaelis seit Jahren die mit 100 Prozent zum fixen Gehalt limitierte Prämie lukriert, verdankt er regelmäßigen Anpassungen der "Zielvereinbarung" mit dem Aufsichtsrat.

Für die Bonifikation im laufenden Jahr ist die Wertsteigerung der Beteiligungen (Post, Telekom, OMV) zu 80 Prozent ausschlaggebend, zu 20 Prozent ein "qualitatives Ziel". Letzteres wird in der dem STANDARD vorliegenden Vereinbarung wie folgt definiert: "Reduktion der Personalkosten im Zusammenhang mit den acht betroffenen Dienstnehmerinnen ... und Anpassung des Raumkonzepts an den reduzierten Personalstand." Wird der Stellenabbau unter dem ominösen Codenamen "Buwog" durchgezogen, bringt das Michaelis 70.000 Euro oder 8750 je Arbeitsplatz. Was Betriebsräte als "Kopfprämie" verteufeln, wird von Aufsichtsratschef Peter Mitterbauer verteidigt: "Die Restrukturierung wurde wegen der Verkleinerung des Beteiligungsportfolios zur Wahrung der Wirtschaftlichkeit notwendig."

"Gewichtungsfaktor"

Auch das AUA-Debakel konnte das Salär des Managers nicht beeinträchtigen. 2008 riss die Wertberichtigung der maroden Fluglinie zwar ein Loch von 632,5 Mio. Euro ins ÖIAG-Ergebnis, doch sorgte ein Rückgriff auf die "Bonusbank" (Gutpunkte für Übererfüllung der Ziele in Vorjahren) für die volle Prämie. 2009 profitierte Michaelis dann von der "erfolgreichen Durchführung der Privatisierung der AUA", die nur mit einer Mitgift von 500 Mio. Euro aus der Staatskasse möglich war. Doch nicht nur das qualitative Ziel wurde aus Sicht des Aufsichtsrats erfüllt, sondern auch das quantitative: Denn im Juli 2010 wurde die Vereinbarung für die Prämie 2009 aufgrund der "unterjährigen Privatisierung der AUA" mittels "Gewichtungsfaktor" derart abgeändert, dass sich das Punktekonto für die Prämie um ein Viertel erhöhte. Und der ÖIAG-Chef auf die traditionellen 700.000 Euro kam.

Das Bonussystem gilt übrigens auch für sechs Manager der Holding. Für 2010 soll eine leichte Verschärfung der Boni-Kriterien kommen. Michaelis kann das "nicht nachvollziehen", schreibt er an die Räte. (Andreas Schnauder, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 11./12.9.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 64
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Plato
00
3.12.2010, 18:07
Nur die duemmsten Kaelber ...

...waehlen ihre Schlaechter selber !
Vox populi ... no further comment

Walter Tiefenthaler
00
15.9.2010, 11:25
mit der "bonusbank"...

...hat dieser typ die besoldungshoechstgrenze toll umschifft. wenn einmal unterperfromt wird, dann greifen wir auf gehaltsreste von vorjahren zurueck. das nenne ich mal kreative bereicherung am volksvermoegen. alles gauner!

smonti 47
01
14.9.2010, 18:35
Warum?....

..lässt man so einen Arbeitsplatzvernichter noch im Amt?Schickt den Finanzminister gleich mit ihm in die Wüste..ohne Wassr!!!!

kbgenius
01
13.9.2010, 15:12
... und versendet seine Privatpost

auf ÖIAG Spesen mit DHL!!
siehe http://diepresse.com/home/wirt... wirtschaft

Macht, Medien und meine Meinung!
01
13.9.2010, 10:15
ja, natürlich - er lebt in österreich

darum ist dieser typ auch kein fall für den staatsanwalt.

nachtfalke1313
00
13.9.2010, 00:48
werni aufwachen !!

ja da sollte der herr bundskanzler vielleicht handeln , aber leider ist er ja ned der schnellste ..
auch der pröll könnt was machen , aber in sachen wirtschaft ist er ja ned der hellste..

slartibartfaß der Umwandler
01
12.9.2010, 11:39

bevor es einen clash of civilizations gibt, gibt es einen clash zwischen unverschämter "elite" und der mehrheit der menschen. aktionen wie die von michaelis, grasser und co prägen sich ins kollektive gedächtnis ein und irgendwann kommt das hoch. die politik sollte aufwachen und das ganze system "fairer" machen und ausgleichen, ansonsten fährt die derzeitige politik gegen die wand. die zustimmungraten zur demokratie sinken stetig und auch das ansehen zu politikern und deren gierigen schleimigen verlogenen freunden wie michaelis.....!

Telefax
00
12.9.2010, 11:02

Warum hat die ÖVP so viele Stimmen? Kann mir das jemand sagen?

warp.faktor
00
3.12.2010, 17:26
25% der AHS SchülerInnen ...

... in Ö. können seit Jahren nicht Sinn erfassend lesen. Diesmal wird Pisa noch verlustreicher!

Wahlhelfer
01
12.9.2010, 09:08
ÖVP-Schlaraffenland

Michaelis sofort fristlos kündigen und ÖIAG auflösen.
Das ist der einzig mögliche Schritt um unzählige Millionen an Steuergeld einzusparen und dadurch die Steuerzahler zu entlasten.
Denn die ÖIAG ist nichts anderes als ein vom Steuerzahler finanziertes Schlaraffenland für die ÖVP und deren Klientel.

Pen
04
11.9.2010, 22:57
Schwarze Kleptomanen durchziehen unser armes Land!

Hansi Huber
04
11.9.2010, 21:26
350.000€

Wieviele AUA Mitarbeiter mussten gehen, damit diese Prämie ausgezahlt werden konnte?

Sebastian Wisiak
00
12.9.2010, 11:49
Ich denke...

... in diesem Fall wurde die Prämie dafür bezahlt, dass der Käufer Lufthansa heißt.

chlorophyllmarxist
00
12.9.2010, 06:56

Anders gefragt: wieviel AUA Mitarbeiter hätten bleiben können, wenn die Kopfprämie nicht ausbezahlt worden wäre?

Wüstenfloh
02
11.9.2010, 20:31
Herr Faymann!!!!

Wollten Sie den nicht schon längst abbauen?

Wahlhelfer
00
12.9.2010, 09:10

Richtig, doch die Prölls, Schüssels, Bartensteins, Fekters, Lopatkas ..... wehren sich mit Händen und Füßen dagegen, ist doch die ÖIAG eine Teilorganisation der ÖVP.

Der Querdenker
04
11.9.2010, 18:54
Sparen nur bei den Kleinen

Interessant ist in diesem Zusammenhang ach ein Artikel in der fürwahr nicht ÖVP feindlichen Presse, wonach für eine Michaelis-Beraterin 4,5 Mill Euro bezahlt wurden.
http://diepresse.com/home/wirt... hannel=107

Telefax
02
11.9.2010, 18:37
jährlich 700.000 Euro

ich pi** mich an!

Macht, Medien und meine Meinung!
03
11.9.2010, 18:11
typisch övp naher michaelis

die övpler machen sich ne gaudi draus, wenn menschen gekündigt werden und lassen es sich noch bezahlen

Fa. Nadara
 
07
11.9.2010, 18:05
Wieviel Kopfprämie gibt es,

wenn man diesen Clown feuert ?

maria maria
01
12.9.2010, 08:36

erst federn und teeren, dann feuen

Alo
05
11.9.2010, 20:07
"Clown"??? Bitte um angemessene Bezeichnungen!

Dieser asoziale Narzisst hat unzählige Menschenschicksale auf dem Gewissen, wenn er neben dem höchsten österr. Managergehalt von 700.000 Euro noch 70.000 Euro Kopfgeld für Personalabbau und Kündigungen von BetriebsrätInnen erhält, die über 45 Jahre alt sind!

Sofortigen Rücktritt!

Am besten gleich mitsamt seiner ÖVP-Abzocker-Riege!
Die Doppelmoral, 45-Jährige abzubauen und dann noch zu fordern, das Pensionsalter hinaufzuschrauben, obwohl in diesem Alter keiner mehr einen Fuß in einen neuen Job bekommt, ist doch das Letzte vom Letzten!

maria maria
01
12.9.2010, 08:38

so sind sie dei Schwarzen Löcher. Erst wenn das Stimmvieh auf die Strasse geht wird sich etwas ändern, es müssen aber alle gehen.

chlorophyllmarxist
00
12.9.2010, 06:58

Rücktritt? Er kann ja offenbar nur andere in den Hintern treten und dafür eine Menge Kohle kassieren, da bleibt für Rücktritte keine Zeit.

wakon
 
00
11.9.2010, 17:26
Rechenschaft?

wie heißt es doch schon in einem bulg. Sprichwort:
"Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. ..."
was uns nicht helfen wird, aber eine systemimmanente Verhaltensweise widerspiegelt. Gut, weiter so im HAMSTERRAD....

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