Italienische Aktionäre wollen Libyern Schranken setzen

10. September 2010, 11:15

Rom - Die Auseinandersetzung um das wachsende Gewicht libyscher Investoren bei der Bank-Austria-Mutter UniCredit hält an. Die italienischen UniCredit-Aktionäre, darunter die Sparkassenstiftungen Cariverona, Caritorino und Carimonte, wollen den libyschen Aktionären Schranken setzen. Sie behaupten, dass Tripolis' Notenbank, die seit 2008 eine fünfprozentige Beteiligung an UniCredit hält, und der libysche Investmentfonds LIA, der im Juli mit einem zweiprozentigen Anteil in die Bank eingestiegen ist, als ein einzigerInvestor betrachtet werden müssten.

"Wir haben nichts gegen ausländische Investoren. Im libyschen Fall sind wird aber der Ansicht, dass die beiden Anteile auf einen einzigen Aktionär zurückzuführen sind. Dies bedeutet, dass die Regeln beachtet werden müssen, die in der Bank und im nationalen System gelten", verlautete es aus Kreisen um die Sparkassenstiftung Caritorino, die einen 3,3-prozentigen Anteil an UniCredit hält. Schließlich dürfe laut Statut der Bank kein Aktionär mehr als fünf Prozent der Stimmrechte besitzen, und die Libyer würden diese Schwelle gemeinsam überschreiten.

Zusammen kontrollieren der Fonds und die libysche Notenbank sieben Prozent der Anteile an der Bank-Austria-Mutter. Libysche Investoren sind somit zum stärksten Aktionär von UniCredit aufgerückt, was auch das Misstrauen einiger Politiker der Regierungskoalition in Rom geweckt hat.

UniCredit-Aufsichtsratschef Dieter Rampl ist vom Corporate-Governance-Ausschuss der Bank-Austria-Mutter beauftragt worden, der italienischen Notenbank über die Rolle libyscher Investoren im Aktionärskreis der Gruppe zu berichten. Rampl wird ein Dokument verfassen, das bei der UniCredit-Aufsichtsratssitzung am 30. September überprüft wird, teilte die Bank in einer Presseaussendung mit.

Die Börsenaufsicht Consob prüft derzeit, ob es sich bei der libyschen Zentralbank und dem libyschen Staatsfonds tatsächlich um zwei getrennte Aktionäre handelt oder ob sie als eine Einheit zu betrachten sind. Die italienische Notenbank verlangte daraufhin von der Bank Informationen über die libyschen Investoren. (APA)

Gefühlsecht
01
11.9.2010, 09:48

Die Nervosität der Italiener ist berechtigt.

oberchef
00
10.9.2010, 14:26

in österreich gibt es ja auch eine regeleung, dass niemand mehr als 100 % der anteile an einem unternehmen halten darf und wer hält sich daran ?

kurt haenel
 
00
10.9.2010, 13:24

wirklich komisch, dass hier noch niemand reagiert hat, obwohl die alle Gadafi-hörig sind....

Wo sind die Gutmenschen ?

TanteMitzi
00
10.9.2010, 19:49

Was sagt denn ein richtiger Gutmensch üblicherweise in so einem Fall ?

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