Walser:"Auch deutschsprachige Kinder profitieren"

10. September 2010 12:08
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    Foto: grüne wien

    Der Bildungssprecher der Grünen Harald Walser, die Familiensprecherin Daniela Musiol und die Klubobfrau der Wiener Grünen Maria Vassilakou sprengen diese Woche einen Betonblock vor der ÖVP-Zentrale, um Kritik an der "Betoniererpolitik der ÖVP in Sachen Bildung" zu üben.

Grünen-Bildungssprecher Walser über den Umgang der Grünen mit MigrantInnen in der Schule und über seine Ablehnung von "Modellen der Ausgrenzung"

Die Grünen setzen im Wien-Wahlkampf voll auf das Thema Bildung, vor allem dem Schul- und Vorschulbereich gilt ihre Aufmerksamkeit. Am Montag wird bei einem "Grünen Bildungsgipfel" über die Zukunft des Bildungssystems gesprochen - etwa zu den Aspekten Bildungsarmut, Kindergartenpädagogik und zum Dauerbrenner der Schulpolitik, der Gesamtschule.

Einer der unermüdlichen Vorkämpfer für die gemeinsame Schule ist der Grünen-Bildungssprecher Harald Walser. Seine Grundforderungen: Ein verpflichtender mindestens zweijähriger Kindergarten, auf den ab dem ersten Lebensjahr Rechtsanspruch bestehen sollte, Deutsch-Förderung für alle, die es benötigen und die gemeinsame Schule bis zum 14. Lebensjahr. 

Tabus in der Schulpolitik?

Die Frage, wie man mit Kindern nicht-deutscher Muttersprache umgeht, war lange den Rechtsparteien und ihrem Populismus überlassen. Jetzt sei das aber keineswegs so, meint Walser im Gespräch mit derStandard.at. "Ich habe das Gefühl, dass das von den Grünen ausreichend thematisiert wird". Walser reagiert damit auf einen Blogeintrag, in dem den (Wiener) Grünen vorgeworfen wurde, sich der Problematik von nicht-deutschsprechenden Schülern in Wiens Volks- und Hauptschulen nicht ausreichend zu stellen. "Ich bin wirklich der letzte, der Tabus nicht ansprechen würde", so Walser. Schulpolitik unter Berücksichtigung von Sprachbarrieren sei "in den letzten Jahren ein zentrales Thema bei den Grünen geworden".

Den etwa von der ÖVP vorgeschlagenen eigenen Sprachklassen für Kinder, die noch nicht genug Deutsch sprechen, kann Walser nichts abgewinnen. "Ich halte überhaupt nichts von Modellen der Ausgrenzung".

Und was ist mit der Frage, ob Linke ihre Kinder in Privatschulen schicken dürfen? "Ich persönlich habe mich sehr bewusst dafür entscheiden, meine Kinder in öffentliche Schulen zu schicken", erklärt der grüne Bildungssprecher. Die Angst, die manche Eltern um die Ausbildung ihrer Kinder hätten - und die sie dazu bringt sich Privatschulen auszusuchen - kann er aber nachvollziehen. "Zu allererst denken Eltern natürlich ans eigene Kind". Man habe den Fehler gemacht, Eltern zu wenig über die Vorteile aufzuklären, die Kinder hätten die in einem vielsprachigen Klassenvernband unterrichtet werden. "Tatsache ist, dass auch deutschsprachige Kinder ungemein davon profitieren, etwa was die Sozialkompetenz angeht". (az, derStandard.at, 10.9.2010)

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jumpingjack flash
12.10.2010 10:16

bravo - wär eine selbstverständlichkeit für alle politikerInnen bei grün und spö.

einiges gehört trotzdem geändert und hinterfragt bzw. kontrolliert. von schulfremden personen, etwa die leistungen kontrollieren, um das problem von schulabgängern die einfachste sachen nicht können aufzudecken bzw. so zu verhindern.

Alfred Moosbrugger
15.09.2010 12:45
Ist ja nur eine Minderheit, aber:

Im von den Grünen propagierten Schulmodell zahlen vor allem jene talentierten Kinder drauf, die aus funktionierenden, deutschsprachigen Familien kommen, die sich keine Privatschulen leisten können und deshalb gezwungen sind, in die Ganztags-Mittel-Gleichmacherschule zu gehen, wo sie neun Jahre ihres Lebens verlieren.

Danke Schmied, danke Walser!

hed
14.09.2010 11:28
wow. man stelle sich vor die övp würde so etwas fordern

wie 2 jahre kiga-pflicht. das wäre dann retro, konservativ oder gar faschistisch. aber wenn die grünen einen solchen wahnsinn zum programm machen, dann ist das fortschritt?!

woidviadla
13.09.2010 10:02
So mal ganz nebenbei:

Nicht Geld bildet die Kinder, sondern ein/e gute/r Lehrer/in.

jana_einsteinova
17.09.2010 19:50

und ein gesundes umfeld zuhause

damit meine ich nicht den fernseher

AlBundyFan
 
13.09.2010 09:10
hat man eine grundmenge von kindern in einer klasse funktioniert die integration so, daß sich die minderheit der mehrheit anpasst.

sind also mehr als 50% der kinder in der klasse ausländischer herkunft, die nicht deutsch oder nur bruchstückhaft deutsch können, dann funktioniert die integration logischerweise so, daß sich die deutschsprechnden kinder den nichtdeutschsprechenden anpassen-mit dem resultat, daß dann die nichtdeutschsprechenden natürlich nicht deutsch lernen.

sind die gruppen gleich groß,dann sondern sie sich ab und die in- wollen mit den ausländern mangels kommunikationsbasis nix zu tun haben.

integration funktioniert nur dann,wenn die gruppe,die sich integrieren sollte,so klein ist,daß sie als einzelgruppe nicht überleben kann.

dieser umstand wird von den gutmenschen einfach ignoriert.

woidviadla
13.09.2010 10:05
gar nicht unlogisch, AlBundyFan.

Sie vergessen allerdings in ihrer Rechnung den/die Lehrer/in und das Schulklima.

Sche
19.09.2010 19:11
Bei 70% oder mehr...

...SchülerInnen mit migrantischer Herkunft sollte man sich keine Wunder von der Lehrperson erwarten.

brrrrrr
13.09.2010 08:03
bewusst in eine öffentliche Schule...

wo?im 8. wahrscheinlich...

woidviadla
13.09.2010 10:00
Und wenn ja,

na und? 50% Kinder mit Migrationshintergrund zB auch in der öff. VS mit Begabungsförderung Pfeilgasse im 8.

Meine Kids sind dort. Ich gehöre, so wie mindestens 2-3 andere Eltern pro Klasse zu den Besserverdienern.
Auf der anderen Seite kenne ich Kindergärtnerinnen, die ihre Kids in die Privatschule schicken.

Es kommt nur darauf an, ob man sich mit öffentlichen Schulen überhaupt beschäftigt. Wenn ja, findet man mit großer Wahrscheinlichkeit das richtige.
Aber viele fangen aus Angst vor der öffentlichen Schule bei der Geburt an, das Geld für die Privatschule zu sparen, das will dann natürlich investiert werden....

wi long no
19.11.2010 20:30

Der Glaube, dass Privatschulen bessere Schulen sind, wird vor allem von den religiösen Gruppen forciert: wenn schon keiner mehr an Gott glaubt, so wenigstens hier gläubig sein. Die LehrerInnen dieser Schulen sind ganz normal ausgebildet, oft durch komische Auswahlkriterien in die Schule aufgenommen (katholisch / nicht geschieden / ...), also nicht wirklich durch und durch fachliche Kriterien. Der große Vorteil dieser Schulen ist, dass sie sich die passenden Kinder aussuchen und so kommt es zu einer scheinbar besseren Qualität.

Gerhard Eigner
13.09.2010 07:58
wo geben denn die grünen ihre kinder hin ??

so ein schul-listing würde wohl manchen die augen öffnen und die verlogenheit schnell ans licht bringen....

gilt natürlich für alle parteien....

J R
12.09.2010 17:09

warum nur erinnern mich die Grünen an die 3 japanischen Affen?

Sir Robert von Locksley
12.09.2010 07:13
... three blind mice ...

Carlo Soziale
11.09.2010 21:46
In der Hauptschule, in der ich nach der zweiten Klasse ausgeschult wurde,

hatten viele Mitschüler eine nicht-deutsche Muttersprache. Um wirklich fürs Leben zu lernen, musste man sich je nach Tätigkeitsfeld nur der jeweils richtigen Ausländer-Clique anschließen. Durch diese Erfahrungen bin ich heute erfolgreich in allen von der Gesellschaft geächteten, aber trotzdem von ihr genutzten Geschäftszweigen.

Gerhard Eigner
13.09.2010 07:56
ein erfolgreicher bmw verkäufer ?

Verleihnix
 
12.09.2010 19:25
Rechtsanwalt?

J R
12.09.2010 17:10

Anwalt?

the_suck
11.09.2010 23:43
von der Gesellschaft geächtet?

Zuhälter?
Türsteher?
Drogendealer?

klingt ja unheimlich seriös

Neuer Nick neues Glück
11.09.2010 23:31

"Durch diese Erfahrungen bin ich heute erfolgreich in allen von der Gesellschaft geächteten, aber trotzdem von ihr genutzten Geschäftszweigen."

Immobilienmakler also.

Cafe Corretto
11.09.2010 17:10
Privatschulen diskriminieren nichtdeutschsprachige Ausländerkinder ..

und sorgen für ein Gegeneinander statt einem Miteinander.

3 Lösungsvorschläge:

* Privatschulen verbieten: Man soll Nazis keine Möglichkeit geben ihre Kinder von Muslimen fernzuhalten

* Privatschulklassen mind. 50 % nichtdeutschsprachige Ausländerkinder zuteilen.

* Privatschulen mit 100 % Steuer belegen, da auch diese Eltern und Kinder zur Integration beitragen sollen. Niemand darf sich davor drücken.

Sche
19.09.2010 19:18
Beim besten Willen...

...aber das ist doch bestenfalls ein ironischer Beitrag, Eltern österreichischer Kinder vorzuwerfen, sie würden zu wenig für die Integration tun, wenn sie diese in eine Privatschule schicken.
Die mangelnde Integration geht doch nicht von den deutschsprachigen Kindern oder Eltern aus, sondern von den türkischen.
Nein, kein Schreibfehler, sondern bewusst diese Nationalität gewählt, denn mit Kindern anderer Nationalitäten gibt es im Regelfall so gut wie keine Probleme.
Hat ja vielleicht doch was mit Erziehung zu tun!!!

hed
14.09.2010 11:29
muss weh tun, wenn man

20-mal am tag oder öfter gegen den türstock knallt...

J R
12.09.2010 17:14

das wird selbst den Grünen und ihren Bobos egal sein, deren Kinder sind ja bereits in solchen Schulen, nur hockt halt dort nicht der Mohammed und der Ahmed.

Cafe Corretto
12.09.2010 12:07
Meine Vorschläge findet ihr wohl gar nicht lustig

Schließlich seid ihr ja die Guten und euch als Nazi zu bezeichnen ist doch eine Frechheit. Schließlich hab ihr ja die Nazikeule für euch gepachtet. Eure Feinde sind die Nazis und ihr seid die Guten. Ihr seid allesamt miteinander HEUCHLER. Heuchler und Bobos ist das was ihr seid.

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