Strache am Viktor-Adler-Markt
Wien - Bei einer FPÖ-Kundgebung am Viktor-Adler-Markt im Wiener Arbeiterbezirk Favoriten hat sich Spitzenkandidat Heinz-Christian Strache am Donnerstagabend weiter auf die regierenden Sozialdemokraten und deren Chef Bürgermeister Michael Häupl eingeschossen. In seiner knapp zweistündigen Rede kritisierte er vor allem die Zuwanderungspolitik der Roten. "Diese Stadt ist ein Asylmissbrauchsparadies", erklärte der Freiheitliche unter dem Gejohle von etwa 2000 Zuhörern.
Strache ließ aber auch die übrige politische Konkurrenz nicht unverschont. "Wenn Frau Marek in Wien das Rathaus aufsuchen will, braucht sie einen Stadtplan, um es zu finden", spottete er. Neben den "glücklosen Wahlplakaten", habe die ÖVP auch Autos mit der Aufschrift "Schwarz ist geil": "Das erinnert mich eher an einen Sexclub", so der Freiheitliche.
Rund 200 Anti-Strache-Aktivisten sorgten bei der FPÖ für unerwünschte Begleitmusik. Via Megafonen skandierten sie etwa "Nieder, nieder mit der FPÖ" während der Rede des freiheitlichen Spitzenkandidaten und warfen Tomaten und Bierdosen. Zu gröberen Zwischenfällen ist es laut Polizei aber nicht gekommen.
Gemächlicher ging es beim Wahlkampfauftakt des BZÖ in einem Wiener Lokal statt. Vor rund 250 Personen präsentierte sich Spitzenkandidat Walter Sonnleitner als "Munter- und Mutmacher". (red/DER STANDARD, Printausgabe, 10.9.2010)