Portugals Teamchef Queiroz entlassen

9. September 2010, 21:57

Trainer seit Ende August wegen Behinderung einer Dopingkontrolle für sechs Monate gesperrt

Lissabon - Portugals Fußball-Nationaltrainer Carlos Queiroz ist mit sofortiger Wirkung entlassen worden. Das gab Gilberto Madail, der Präsident des Portugiesischen Fußball-Verbandes (FPF) nach einer Sondersitzung am Donnerstagabend in Lissabon bekannt. Der 57-Jährige Queiroz war Ende August aufgrund der Behinderung einer Dopingkontrolle während eines WM-Trainingslagers im Mai von Portugals Anti-Doping Agentur für sechs Monate gesperrt worden. Er soll dabei die Kontrolleure wüst beschimpft haben.

Die FPF-Disziplinarkommission hatte Queiroz bereits Mitte August für 30 Tage gesperrt. Der nunmehrige Rausschmiss des Trainers war erwartet worden. Bei den ersten missglückten EM-Qualifikationsspielen des Vize-Europameisters von 2004 (4:4 gegen Zypern, 0:1 gegen Norwegen) hatte Agostinho Oliveira die Portugiesen betreut.

Die Entlassung von Queiroz im Verbandspräsidium sei einstimmig gefallen, teilte FPF-Präsident Gilberto Madail mit. "In Anbetracht der jüngsten Ereignisse, hat der FPF-Vorstand einstimmig beschlossen, den Vertrag von Carlos Queiroz aufzulösen", erklärte Madail. Queiroz, dessen Vertrag noch zwei Jahre gelaufen wäre, sei umgehend über die Entscheidung informiert worden, die genauen Gründe für seine Ablöse werden ihm demnächst mitgeteilt.

Madail ließ durchblicken, dass auch die Leistung der Mannschaft bei der WM eine Rolle beim Rausschmiss gespielt habe. "In Südafrika wurden nicht alle Ziele erfüllt", betonte er. Portugal war zwar im Achtelfinale immerhin am späteren Weltmeister Spanien mit 0:1 gescheitert. Die defensive Spielweise der "Lusos" soll aber nicht nur die Fans und die Medien, sondern auch die Nationalspieler um Weltstar Cristiano Ronaldo und viele FPF-Funktionäre verärgert haben.

Medien schrieben nach der WM, Queiroz sei nur deshalb nicht sofort nach dem Aus gefeuert worden, weil der FPF die finanziellen Konsequenzen gefürchtet habe. Eine Kündigung des bis 2012 laufenden Vertrages hätte den Verband damals fünf Millionen Euro gekostet. Die Sperre durch die Dopingagentur habe nun eine fristlose Kündigung möglich gemacht, heißt es jetzt in Lissabon.

Nun werde man sich daran machen, einen Nachfolger zu finden, die Suche soll bis vor dem nächsten EM-Qualispiel gegen Dänemark am 8. Oktober abgeschlossen sein, so Madail. Als Favoriten auf die Nachfolge von Queiroz gelten der frühere Nationalspieler und Ex-Trainer von Sporting Lissabon Paulo Bento, Humberto Coelho, der bisher Tunesien trainierte, sowie Luis Aragones, der Spanien 2008 zum EM-Titel geführt hatte. (APA/Reuters/dpa)

Kommentar posten
17 Postings
so go
00
14.9.2010, 20:47
Maradona bietet seine dienste an

noch hab ich von keiner antwort gehört! =)

Das Warmblut vom Kalterer See
00
11.9.2010, 08:44
Fussballvergnügen made in Austria

- ORF-Kommentator unter jeglicher Sau
- ORF-Analytiker unter jeglicher Sau
- Sportjournalismus in den Printmedien großteils unter jeglicher Sau (Löw wurde in D nach der WM-Niederlage gegen Spanien heftigst kritisert; unsere Habererjournalisten haben das Motto: Lasst Didi und sein Kompetenz-Team arbeiten
- ÖFB-Funktionärsspitze unter jeglicher Sau
- ÖFB-Teamchef unter jeglicher Sau (hält Taktik für überbewertet und bekommt - offensichtlich halluzinierend - geniale taktische Eingebungen am Spieltag am Fahrradl)
- ÖFB-Teamspieler - zumindest im Team - unter jeglicher Sau (in den Vereinen hingegen ganz passabel)

Also die Konsequenz, mit der man versucht, Österreichs Fussball als Kabarettbühne zu mißbrauchen, ringt tiefe Bewunderung ab.

isrichtig
00
10.9.2010, 12:24

den nehm ma ...... windtner ruf an ... der is jetzt sicher günstig ....

Das Warmblut vom Kalterer See
00
11.9.2010, 08:48

Aber bitte nicht die gleichen den Sprachtest machen lassen, die bei Brückner zur Einschätzung kamen, dass der sehr gut Deutsch könne. Außerdem passt ein Portugiese nicht zur österreichischen Mentalität, zum österreichischen Erfolgswillen, zum akribischen Arbeiten in Österreichs Fussball und zur gepflegten Taktik-Schule (Didi-Zsaka genannt)

MarcoMadre
00
10.9.2010, 11:14
der queiroz

hat ja noch nie was gerissen. nicht bei real und auch nicht mit portugal. bei manu durfte er lange zeit sir alex das händchen halten. würde mich wundern wenn der typ nochmal einen grossen klub bekommen würde.

burgos
00
10.9.2010, 18:15
Zweimal Junioren-Weltmeister (U20)

mit Portugal. 1989 und 1991. Ist das nichts?

me gustan tus ojos
00
11.9.2010, 17:33

Nein.

Thomas Jackson
02
10.9.2010, 11:10

Man darf Trainer also doch entlassen. Als Österreicher dachte ich schon...

LordNachgedacht
02
10.9.2010, 10:26
Lieber ÖFB...bitte ein Beispiel nehmen und DiCo sofort rauswerfen!!!

Byb Dolan 1
01
10.9.2010, 06:29
Ich kann den Portugiesen den Constantini wärmstens ans Herz legen.

firesky
00
10.9.2010, 07:06
warum

den portugiesen?
die ham uns nix getan, aber wenn die
deutschen ihn engagieren ham wir
sogar eine chance gegen sie in der quali

sentenced
41
10.9.2010, 01:39

Na geh da dico räumt einmal mit der wienerbrut auf was jahre lang die nationalmannschaft verhunzt hat. Das geht net von heut auf morgen.

Bambi, die Sau
17

Windtner, so wird das gemacht. Constantini RAUS!

Pretty Boy Floyd
11

Und jetzt hopp hopp zurück nach Manchester, es wird ein echter Co-Trainer gebraucht kein Mike Phelan!

schwarz-blau ist die haselnuss
00
10.9.2010, 08:41

Übernimmt er dann nach SAF das Zepter bei Man Utd? Na dann habe die Ehre und noch viel Vergnügen.

Pretty Boy Floyd
00
10.9.2010, 12:47

sagt ja niemand, als co-trainer ist er einer der besten, nachfolger wird er sicher nicht!

Elend Øye
16
Portugal machts vor

und jetzt raus mit dico

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