Deutschland

Wirbel um geheimen deutschen Atomvertrag

09. September 2010 18:55
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    Foto: apa/dpa

    Abmachungen zwischen der deutschen Regierung und den AKW-Betreibern liegen noch im Nebel. Die Opposition schäumt und verlangt eine Offenlegung der Vereinbarungen.

Angeblicher Deal zwischen Regie­rung und Wirtschaft: AKW-Be­treiber sollen mehr zahlen, dürfen aber bei der Sicherheit sparen

Berlin - In Deutschland sorgt eine angeblich geheime Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und der Atomwirtschaft für Aufregung. Laut Medienberichten gibt es eine schriftliche Abmachung bezüglich der Zahlungen der AKW-Betreiber nach 2017.

Bis dahin müssen die Stromriesen die neue Steuer auf Brennelemente zahlen. Danach fließt ihr Geld in einen Fonds zur Förderung erneuerbarer Energien. Aus dem Papier ergebe sich, dass die Konzerne doch mehr zahlen müssen als zunächst bekannt. Denn die Zahlungen an den Energiefonds seien sowohl an die Inflationsrate als auch an die Entwicklung der Strompreise gekoppelt. Zunächst hatte es so ausgesehen, als müssten die AKW-Betreiber nur einen Festpreis von neun Euro pro Megawattstunde in den neuen Topf zahlen.

Opposition schäumt

Somit wird zwar der Vorwurf entkräftet, die Regierung habe sich bei ihrem Atom-Deal über den Tisch ziehen lassen. Die Opposition in Deutschland schäumt dennoch. Sie fordert, dass der geheime Vertrag auf den Tisch kommt und kritisiert Nebenabsprachen. "Der Deal der Bundesregierung mit den Atom-Oligarchen ist ein Abschlag auf die Demokratie" , sagt Linken-Fraktionschef Gregor Gysi.

Die Regierung hat eine Offenlegung zugesagt. Zunächst aber sollen die Fraktionen im Bundestag informiert werden. Von der Offenlegung erhofft sich die Opposition auch Klarheit bezüglich der Sicherheitsstandards. Laut einem Bericht des ARD-Magazins Monitor kommt die Regierung den AKW-Betreibern bei den Kosten für die Sicherheit entgegen. Eine deutliche Absenkung des Niveaus sei geplant. Nachrüstungen würden aufgeschoben, das Klagerecht für Bürger eingeschränkt. Im Umweltministerium dementiert man.

Österreichs Umweltminister Nikolaus Berlakovich (VP) fordert im Rahmen des bilateralen Nuklearinformationsabkommens zwischen Deutschland und Österreich eine Sondersitzung: "Für uns sind noch einige Fragen offen." Er will Auskünfte über die Auswirkungen der deutschen Atompolitik auf Österreichs Sicherheit. (bau, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 10.10.2010)

Killer Bunny
10.09.2010 10:15

Ich frage mich, ob der Joschka Fischer jetzt als Verhandlungspartner auf der Seite von Eon sitzt. Wundern tät`s mich ja nicht mehr sonderlich.

Peter_23
10.09.2010 11:30
Sie haben fast recht. Joschka Fischer, der Ober-Grüne, ist als Lobbyist für den Energiekonzern RWE unterwegs.

Lesen sie:

http://www.tagesschau.de/wirtschaf... er112.html

http://www.berlinonline.de/berliner-... index.html

joka 66
10.09.2010 07:21
burli, burli, burli....

mfg jo)ka

nix fir unguad
09.09.2010 21:19
Da herrscht wieder Angstmacherei

Dieser Artikel ist unnötig unvollstäandig. Für mehr Details bitte die FAZ lesen:
http://www.faz.net/s/Rub0E9E... ntent.html
Eine Nachrüstung der AKWs bis €500Mio pro Kraftwerk ist zugesichert. Mehr ist auch nicht nötig. Eine neue Schutzhülle ist für 8Jahre eine Geldverschwendung.
Für was hat man Vernebelungsanlagen und eine Luftwaffe?. Gegen kleine, wendige, zielgenaue Flugzeuge sind die Schutzhüllen stark genug. Ein Verkehrsflugzeug ist im Sinkflug bei einem Anflugswinkel von >3Gragd schwer zielgenau zu bewegen. Selbst der Rumpf eines grösseren Verkehrsflugzeugs zerknirscht an der Schutzhülle. Das hat eine Schweizer Studie festgestellt.

Tristram Shandy
10.09.2010 08:36

Na ja, die Geschichte hat uns aber gelehrt, dass sogar ungeübte Piloten in der Lage sind, mit einem Verkehrsflugzeug im Kurvenflug einen Wolkenkratzer zu treffen.
Damit wurde ihr Argument in der Praxis schon auf fürchterliche Weise widerlegt!

A ndreas Bogeschdorfer
10.09.2010 03:50
Ein Verkehrsflugzeug ist im Sinkflug bei einem Anflugswinkel von >3Gragd schwer zielgenau zu bewegen.

Wenn Flugzeuge auf Landebahnen zielgenau aufsetzen können, dann können sie auch auf Atomkraftwerke gelenkt werden.

Ein schwachsinnigeres Argument hab ich in dieser Debatte noch nie gehört oder gelesen.

DDr.Klugscheisser
09.09.2010 21:12
Oh Mann, der Gysi wieder...

"Der Deal der Bundesregierung mit den Atom-Oligarchen ist ein Abschlag auf die Demokratie"

Hey, als damals die DDR ins kapitalistische Lager wechselte wurde nur von Viedorekordern und VW-Golfs gesprochen.
Niemand hat die Demokratie erwähnt. Die wollte von den konsumgeilen Ossis auch keiner haben. Also jetzt nicht meckern, ja!

Ausserdem ist und bleibt die Demokratie ein sehr schlaues Konstrukt um den Mehrwert-Schaffenden vorzugaukeln sie hätten genauso viel zu sagen wie die Mehrwert-Empfangenden.

Was so aber nie gedacht war.

Oder glaubt irgendwer die Familie Krupp lässt sich sagen was sie zu tun oder zu lassen hat? Piech gar ?

A ndreas Bogeschdorfer
10.09.2010 03:54
Passender Nick.

Wohl ein bisschen "goodbye Lenin" praktiziert, als die DDR zusammenbrach. Die Leute waren in Massen auf der Straße und haben sich gegen das eigene Regime gewehrt.

Dass es auch Ewiggestrige gibt, wird niemand bestreiten, der Sinn für Realität hat. Aber ein ganzes Volk zu verunglimpfen wie Sie das tun, ist schon ziemlich primitiv.

Ich bin klug
09.09.2010 19:30
s'lied von da energie

Direkt vor unsam Haus, do steht a schönes Kernkraftwerk# des is kaputt und funktioniert jetzt wie a Mikrowellenherd# do stellnma unsan Schweinsbrotn und die Knedln danem hii# jo bled sanma neda, so sport ma Energie# Wia essn grod zu Mittog und regnan tuats gschaid drauß# mei Muada hoit Salodschüssl no schnei zum Fensta naus# saits do den sauren Regn gibt, geht olles wia von selbst# wia brauchan hiaz kan Essig mea und fui weniga Soiz# Sogor die AOK sport si mit mia an Haufan Ge:id# do homs mit letzte Woch amoi zum Röntgen einibste:id# Kontrastmittl homs koans braucht, a Guada hots im Bluat# Sakra Lait i sox aich, in Bajan gehts uns guat!

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