Vorsorgeangebote

Sparen, ab einem Euro pro Tag

13. September 2010, 09:12
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    foto: apa/günter artinger

    Sparformen wie Bausparer oder Pensionsversicherungen kann man auch mit kleinen Beträgen wie 30 oder 40 Euro im Monat beginnen und diese später bei Bedarf erhöhen.

Wer schon früh damit anfängt Geld auf die Seite zu legen, hat später mehr davon - Banken bieten für Studierende maßgeschneiderte Spar- und Vorsorgeangebote

Schon während des Studiums zu sparen kann einem später als Absolvent das Leben erleichtern. Zum Beispiel, wenn man sich vor dem Einstieg ins Berufsleben die Welt anschauen will, eine Wohnung einzurichtet oder wenn's mit dem Job nicht sofort klappt.

Auch langfristig Geld zu "hamstern", zum Beispiel für die Pension, macht so früh wie möglich am meisten Sinn. "Je früher man beginnt für die Zukunft vorzusorgen, desto besser", sagt Peter Czapek, Abteilungsleiter für das Segmentmanagement Topkunden bei der Bank Austria. Denn, und das gilt auch für kleine Einzahlungsgbeträge: Je länger das Geld für einen arbeitet, desto mehr hat man später davon - dafür sorgt der Zinseszinseffekt.

Niedrige Beträge und Zugriff auf's Geld

Geeignet sind für Studenten besonders Produkte mit folgenden zwei Eigenschaften: Jene, die schon mit niedrigen Beträgen starten und jene, bei denen man zu jedem Zeitpunkt Zugriff aus das Geld hat. "Die Liqudität, also die jederzeitige Verfügbarkeit von Geld, sollte immer möglich sein", rät Czapek. "Sparprodukte mit kurzen Laufzeiten und der Möglichkeit, Teilbeträge jederzeit zu entheben, sind für Studierende geeignet", sagt auch Günther Rausch, Leiter Produktmanagement Privatkunden bei der Erste Bank/Sparkassen.

Die Kunden "wachsen mit"

Das ewige Leid der Studierenden, die knappe Kasse, muss dem Sparen also nicht unbedingt im Weg stehen. Die meisten Banken schneidern für jede Zielgruppe passende Angebote. Bei vielen Sparformen ist es möglich, mit geringen Beträgen anzufangen und später die Sparleistung anzuheben. Man darf nicht vergessen: Wer "mittellose" Studierende als Kunden gewinnt, macht später mit einem Arzt, Anwalt oder Manager Geschäfte. "Es ist toll zu sehen, wie die Kunden über Jahre mit der Bank 'mitwachsen' und treue Kunden werden. Das erfordert natürlich eine ganz starke Serviceleistung, eine Betreuung, die auf die jeweiligen Lebensumstände der Kunden genau eingeht, und die richtigen Produkte, die auf das jeweilige Kundensegment maßgeschneidert sind", sagt Rainer Hauser, Privatkundenvorstand bei der Bank Austria.

Die Entscheidung für ein bestimmtes Produkt hängt letztendlich von der Risikoneigung, dem Ansparziel und dem Veranlagungshorziont ab. DerStandard.at zeigt eine Auswahl, welche Sparformen sich für Studierende anbieten.

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Das altbewährte Sparbuch: Es gibt Sparbücher mit einmaliger Einlage wie das KapitalSparbuch der Bank Austria. Ab einer Mindestsumme von 500 Euro kann man sein Geld für neun, 18 oder 84 Monate mit fixer Verzinsung anlegen. Der Pluspunkt: Wer schon vor Ablauf der jeweiligen Laufzeit Geld abhebt, dem wird für das verbleibende Kapital weiterhin der fixe Zinssatz garantiert. Je höher die gewählte Laufzeit, desto höher sind die Zinsen - bei 84 Monaten sind es 2,750 Prozent.

Die zweite Möglichkeit ist, monatlich oder vierteljährlich Beträge einzuzahlen. Raiffeisen bietet außerdem ein Prämiensparbuch an: Man legt selbst die Laufzeit (zwischen zwei und sechs Jahren) und damit die Höhe der Zusatzprämie, die man neben den Zinsen erhält, fest.

Sparen ohne Buch: Auch ohne Sparbuch, sondern mit Karte, lässt sich heute regelmäßig und mit guten Zinsen sparen. Das Geld ist in vielen Fällen trotzdem jederzeit verfügbar, so wie beim Komfort Sparen der Erste Bank/Sparkassen.

Auch wer sein Geld einmalig anlegen möchte, kann das bequem per Karte machen: Zum Beispiel bei der Bank Austria ab einer Einlage von 500 Euro und mit einer Laufzeit von 26 Monaten. Die Fixzinsen steigen dabei von anfangs 0,125 auf später 3,900 Prozent an - so kommt man durchschnittlich auf 1, 4 Prozent Verzinsung.

Bausparen: Die Vorteile: kein Risiko, Erhalt einer KEST-freien staatlichen Prämie, auch mit kleinen Summen möglich, die meist jederzeit erhöht werden können. Auch ein vorübergehendes Aussetzen der Zahlung ist meist kein Problem.

"Mit kleinen monatlichen Raten ab zirka 25 Euro kann man sich eine schöne Summe ansparen, außerdem sind Zusatzzahlungen jederzeit möglich", so Günther Rausch von der Erste Bank/Sparkassen. Außerdem: Wer einen Baupsarer laufen hat, kann bei Bedarf ein günstiges Bauspardarlehen nutzen.

Die Bank Austria bietet für alle bis 26 Jahre das "Jugendbausparen": Der Startzinssatz beträgt im ersten Jahr fixe vier Prozent, später wird laut Indikator verzinst. Auch Raiffeisen hat ein ähnliches Angebot: Wer unter 25 Jahre alt ist, bekommt im ersten Jahr lang einen um 0,5 Prozent höheren Zinssatz als beim Abschluss einen herkömmlichen Bausparers.

Fonds Sparen: Bei dieser Sparform beteiligt man sich an selbst ausgewählten Fonds. Man spart regelmäßig einen fixen Betrag und kauft damit automatisch Investmentfonds-Anteile zum jeweiligen Rechenwert. Diese Sparform ist bei den meisten Banken schon ab geringen Beträgen wie 30 oder 40 Euro pro Monat möglich. Viele Banken bieten an, in knappen Zeiten vorübergehend auszusetzen, in guten den Betrag zu erhöhen.

Es gibt zwar keine fest fixierten Laufzeiten, empfohlen wird meist eine Mindestlaufzeit von zum Beispiel fünf Jahren. Risiko, aber auch Ertragschance, sind höher als beispielsweise beim Bausparen, weil der Ertrag von der Wertsteigerung des Fonds in der Zukunft abhängt. Je nachdem, wie sich die internationalen Kapitalmärkte entwickeln.

Lebensversicherung und Pensionsvorsorge: Je früher man beginnt, desto länger kann man sparen und umso besser sind die Bedingungen der Banken und Versicherungen. Produkte gibt es bereits ab 20 Euro monatlich, zum Beispiel die klassische Kapitalversicherung der Bank Austria: Erstens baut man damit Vermögen auf, zweitens werden die Angehörigen im Falle eines Ablebens finanziell geschützt, drittens kann man die Lebensversicherung auf Wunsch zur Privatpension machen.

Die Wiener Städtische bietet mit "easy future" eine eigene Pensionsvorsorge für Studierende an: Garantierte Verzinsung ab einem Euro pro Tag plus zusätzliche Gewinne. "Je früher man einsteigt, umso günstiger sind die Prämien. Und umso höher wird auch der Ertrag" heißt es auf der Homepage. (mak, derStandard.at)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 52
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Elisabeth Jarok
00
ein ehrlicher Rat

Liebe 18-Jährigen, wenn ihr jetzt schon an eure Pension denkt, dann verpasst ihr das Leben zwischen 18 und der Pension.
Und: Die beste Pensionsvorsorge ist es, KEINE JOBS ANZUNEHMEN WO IHR NICHT PENSIONSVERSICHERT SEID.
Also keine Werkverträge, Freie Mitarbeit ohne Pensionsversicherung, etc.
SERIÖSE ARBEITGEBER GEBEN AUCH PRAKTIKANTiNNEN EINE PENSIONSVERSICHERUNG

philippe glatz1
00
15.11.2010, 20:44
Je früher man beginnt, desto länger kann man sparen

das kann sich nur eine Bank ausgedacht haben. Das klingt ja so wie “Wer früher stirbt ist länger tot“. In Wirklichkeit hat die Bank gemeint: Je früher Ihr spart, desto länger können wir mit dem Geld arbeiten. Um läppische %.

Kotname "nie na"
00
12.10.2010, 13:07

die sollten günstigere Wohnungen hergeben als hier so eine Werbung anzubieten

die meisten Wohnungen gehören den Banken

herb5303
00
23.9.2010, 14:05
Nicht sudern, lieber handeln...

Leute! wenn ich mir die ganze Jammerei durchlese, wird mir übel. Es muss sich ja keiner prügeln lassen und einen Bausparer abschließen. Außerdem muss man ja eh nicht den Banken das ganze Geld lassen... Es gibt auch Alternativen:
Einfach mal Google aufdrehen und nach "bausparen online bonus" suchen.

buena1vista1
12
14.9.2010, 08:46
Ja klar ...

und was die Banken mit dem Geld dann machen, haben wir ja, vor nicht allzulanger Zeit, gesehen.

Nämlich verzocken!

Und ehrlich: ich sch**** auf 0,25 % Zinsen oder 0,50 % ... wo ich dann noch Kapitalerstragssteuer zahlen soll!?!?! Wie pervers ist das denn???

Und wer bitte schön, hat heutzutage (mal abgesehen von den berühmten 1%) ständig Geld locker, dass man nicht "braucht" und beiseite legen kann!?!?!

Flip-per
02
14.9.2010, 00:14
Haha! Sonnenklare Sache:

"Je länger das Geld für einen arbeitet, desto mehr hat man später davon - dafür sorgt der Zinseszinseffekt."

Na wunderbar! Ich habe ein Erste Bank Sparkonto, die Zinsen sind vor wenigen Tagen von 0,5 % auf fette 0,75 % erhöht worden!

Inflation: 2 %
Zinseszinseffekt? Unterbelichtet san eh die andern, oder?

kernel_panic
00
14.9.2010, 23:00
Naja, andererseits besser als unterm Kopfpolster.

Immerhin .75%-Punkte mehr Zinsen...

Avalancha
00
5.10.2010, 11:02

wow - mit dem durchschnittlichen Studentenguthaben kann man damit am Jahresende dann sicher 3 Leberkäsesemmel erwerben. Sensationell!

subspace99
01
13.9.2010, 23:55
Scherzkübel...

Warum sparen wenn man eh kaum genug zum Leben hat und später gut genug verdienen dürfte?

Erinnert mich irgendwie an die glorreiche Bank"beraterin", die meinte, ich könne doch - anstatt meinen Studentenkredit abzubezahlen - parallel einen Bausparer eröffnen. Danke Bank Austria. Auch für die niedrigen Gebühren. Und allgemeine Kompetenz.

hed
00
14.9.2010, 01:12
also sparen

ist heute ja wirklich schon ein reizwort. aber kaum zu glauben: es wirkt.

meine omi z.b. hatte eine minipension und zeit ihres langen lebens hatte ssie einen eisernen grundsatz: spare und gib' kein gekd aus, dass du nicht in deiner tasche hast. als sie gestorben war, gab es ein sparbuch mit einigen tausend euro drauf. so unrecht hatte sie also u.u. nicht.

und selbst wenn ich als student ein paar tausender über das limit gehe ist das kein grund zur panik, das holt man schon wieder rein (außer vielleicht als numismatiker oder so)

byron sully
02
13.9.2010, 23:29

bin ich hier beim standard oder bei der werbezeitschrift einer bank???

kalinka karechta
10
13.9.2010, 21:22
Die Bank Austria bietet für alle bis 26 Jahre das "Jugendbausparen"

Ich wusste gar nicht, dass die Bank Austria eine Bausparkasse ist...

Bummelstudent
00
13.9.2010, 19:40
und was tun

wenn man als student umd die 10000 euro auf dem girokonto hat? wohin damit? (ausbezahlter bausparer)

hoggy
01
14.9.2010, 00:28

aktien bzw. aktienfonds!!

Mork vom Ork
00
13.9.2010, 21:39

kommt drauf an was du willst ... wirklich langfristig würd ich mich im moment nicht binden, anleihen mit fiszinssatz sind im moment heikel

selbst-denker
00
13.9.2010, 18:55
klar,

studentInnen haben per se genug geld übrig, um zu sparen, vor allem langfristig. so viel wabbel-brabbel auf so wenig platz habe ich schon lange nicht mehr gelesen ...

Zischfrisch Keli
00
12.10.2010, 00:30

was bitte ist wabbelbrabbel!

Postingname1001
 
03
13.9.2010, 18:50
Bevor ich den Banken einen Cent gebe,

gebe ich mein Geld lieber für Parties, Kleidung, Essen, Drogen, Bücher, CDs.....etc aus, da hab ich wenigstens kein schlechts Gewissen, dass mein Geld verschwendet ist!

minderbelastet
013
13.9.2010, 17:36
ich suche vergeblich

den "bezahlte Anzeige" Hinweis.

tucker maxxx
11
13.9.2010, 17:03
lol werbetrommel für banken und versicherungen

de facto sollte endlich mal das staatl. umlage system neu berechnet werden. progessive SVbeiträge, abschaffung od anhebung der höchst bemessung. in wahreit ists ein witz was mir vom gehalt abgezogen wird ( natürl. auch die DN abgabe berücksichtigt) im vergleich zu dem was man an leistungen im kranken und pensionssystem bekommt. um diese leistungen aufrechtzuerhalten bin ich gern bereit ein paar % punkte meines ghalts mehr abzugeben bevor ichs den privaten zum verzocken geb, am end darf denen wieder in form von steuergeldern wieder geholfen werden wenn in paar jahrzehnten plötzlich alle dastehn und ihre priv.pensionen ausbezahlt haben wollen.

RS69
 
00
11.10.2010, 22:22

Bei mir ist es genau umgekehrt: Ein wahnsinn, was mir abgezogen wird - im Vergleich für das Wenige, was mir an Leistungen geboten wird.

gstanglt
01
13.9.2010, 15:48
solche sachen wollten mir awd-berater (witz) aus dem erweiterten bekanntenfreis auch immer einreden

bei so geringen beträgen ist sogar sparen sinnlos - hier gehts nur um PROVISIONEN für den vertrieb.

hed
00
14.9.2010, 01:16
das ist ansichtssache.

denke ich. geld auf die seite zu legen bringt dir später immer was. du hast es einfach. wenn du es ausgubts hast du eben nix mehr.

Christian Mathias Sand
 
02
13.9.2010, 15:48

Es dürfte es sinnvoller sein, sich geringfügig beschäftigen zu lassen, die 50 Euro Selbstversicherung zu zahlen und sich so Pensionsmonate zu kaufen. Trotz aller Unkenrufe kann man dem staatlichen Pensionssystem auf einen Horizont von 50 Jahren vermutlich weit mehr trauen als einer privatwirtschaftlich organisierten Bank.

Was überbleibt, Bausparer (vor allem wegen dem möglichen Kredit) und täglich fälliges Sparbuch. Wer gerne spekuliert, macht das am besten mit irgendwelchen hochriskanten Finanzmarktprodukten, die haben zumindest höhere Ertragschancen als Wetten darauf, ob die Bank in 50 Jahren vielleicht ein bisschen von dem angesparten Geld auszahlen kann.

Quo vadis, Austria?
01
13.9.2010, 16:56

Das war früher möglich, bringt jetzt aber quasi gar nichts mehr. Seit der Einführung des APG zählt eigentlich nur mehr die wirklich geleistete Einzahlung ins System, was ja eigentlich auch gerechter ist. Grob vereinfacht wird von jedem Jahr, in dem Sie in das System einzahlen, von der ASVG-Bemessungsgrundlage 1,78% genommen und auf das Konto "eingezahlt". Der Betrag wird jedes Jahr um einen Prozentsatz erhöht, um die Inflation auszugleichen. Am Ende Ihres Arbeitslebens (also mit 65 Jahren im Optimalfall) wird ihr "Kontostand" dann als Basis für die zukünftige Pension verwendet.
Es gibt zwar Übergangskritierien, die diesen harten Schnitt im Vergleich zu den alten Systemen abfedern sollen, aber heutige Studenten fallen zu 100% ins APG.

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