Stiftungsrat

Amon zum neuen ORF-Radiodirektor gewählt

10. September 2010, 12:56
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    Das ORF-Direktorium.

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    Gewählt: Karl Amon.

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    Die Leiter der "Freundeskreise" vor der Sitzung: Franz Medwenitsch (ÖVP) und Nikolaus Pelinka (SPÖ).

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    Amon mit ORF-Chef Wrabetz.

23 Stiftungsräte stimmten dafür, 12 schwarz-blaue Gegenstimmen - Amon "gekommen, um zu bleiben"

TV-Chefredakteur Karl Amon wurde vom Stiftungsrat mit breiter Mehrheit zum ORF-Radiodirektor gewählt. 23 Stiftungsräte waren dafür, 12 dagegen. Er erhielt die Stimmen von einer "Ampel-Koalition" aus Rot, Orange, Grün, Betriebsräten und unabhängigen Stiftungsräten. Die Pro-Stimmen verteilen sich wie folgt: SPÖ (15), BZÖ (1), Grüne (1), zwei unabhängigen Betriebsräten, zwei weiteren unabhängigen und zwei bürgerlichen Stiftungsräten. Die Gegenstimmen kommen von ÖVP (10) und FPÖ (2).

Zuvor wurde darüber abgestimmt, ob die Wahl denn stattfinden soll. 21 Stiftungsräte waren hier dafür, 14 dagegen. Auch hier stimmten die Stiftungsräte von Schwarz und Blau dagegen. Die Pro-Stimmen kamen von Rot, Orange, Grün, den Betriebsräten, dem unabhängigen Stiftungsrat Franz Küberl und Alexander Hartig, der von der Regierung in das ORF-Gremium entsendet wurde.

Die Nachbesetzung war notwendig geworden, weil der bisherige Radiodirektor Willy Mitsche krankheitsbedingt zurückgetreten war und Ende August aus seiner Funktion ausschied.

Amon tritt sein Amt mit 1. Oktober an. Er freue sich über die "große Mehrheit" von 23 Stimmen, so Wrabetz in der Pressekonferenz nach der Wahl.  "Von einer Spaltung des Stiftungsrates ist keine Rede", betonte er. Vielmehr habe es eine konstruktive Diskussion über eine Sachfrage gegeben, "wo am Ende der Stiftungsrat den Vorschlägen der Geschäftsführung mit einer großen Mehrheit folgen konnte". Letzten Endes habe es fast eine Zwei-Drittel-Mehrheit für Amon gegeben.

Amon selbst sei als Radiodirektor "gekommen, um zu bleiben", versicherte er. "Wäre Generaldirektor mein Traumjob, hätte ich mich darum bemüht", so Amon. "Das ist ein bisschen wie eine Frau, die man sehr liebt. Bei der bleibt man auch."

Die Bestellung Amons bringt nun das Postenkarussell in der TV-Information weiter in Schwung. Die Funktionen des Fernseh-Chefredakteurs sowie jene der Info-Chefs von ORF 1 und ORF 2 müssen in den nächsten Wochen ausgeschrieben und nachbesetzt werden.

Als aussichtsreichste Kandidaten für die Amon-Nachfolge werden derzeit "ZiB 2"-Anchorman Armin Wolf, DER STANDARD berichtete, Talk-Moderatorin Ingrid Thurnher, der stellvertretende Innenpolitik-Chef der Fernseh-Information, Fritz Dittlbacher, sowie Fernseh-Innenpolitik-Ressortleiter Hans Bürger gehandelt.

Amon selbst versicherte, dass er bis zur Regelung seiner Nachfolge in der TV-Chefredaktion "mit einem Fuß in der Tür" bleiben werde. Präferenzen wollte er nicht preis geben: "Ich habe glaube ich auch hier recht vernünftige Nachwuchsarbeit gemacht und glaube, dass alle meine Führungskräfte für den Job geeignet sind." Dies schließe auch den "ZiB 2"-Moderator Armin Wolf ein, wie er auf Nachfrage sagte.  (red/APA)

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13 Postings
Fred87
00
10.9.2010, 08:01
Was der Sonnenschein für die Blumen ist, das sind lachende Gesichter für die Menschen.

(Joseph Addison)

Rauscher, der Hundefreund
01
Niederlage für Medwenitsch

Immer´s Goscherl groß aufreissen, und dann kommt nix. Vielleicht wäre es besser konstruktiv zu sein, statt sich als "Rotfresser" profilieren zu wollen.

Unpolitisch
24
Parteibuchwirtschaft

Es kommt einem das Grausen. Wir schreiben das Jahr 2010 und die Republik benimmt sich wie in den 60er Jahren.

Wie es aussieht ist die Wirtschaftskrise noch nicht heftig genug, dass wir uns solche Entscheidungen leisten können.

Harald Ecke
 
00
10.9.2010, 16:37

...oder totale Erstarrung vor lauter Angst vor der Krise

friesfux
00
Die Bestellung Amons bringt nun das Postenkarussell in der TV-Information weiter in Schwung

ORF niedergang
http://www.youtube.com/watch?v=w68Sa7o5w-g

Fluchtweg
02
abstimmung

eine abstimmung darüber ob man überhaupt eine abstimmung macht!!!
das ist ja nur noch grotesk X-(
anschaulicher als in diesem stiftungsrat kann man österreichische parteipolitik gar nicht darstellen.

Leo N.
26
Danke, Genossen.

Ihr habt mich dank Niki Pelinka von der Entscheidung befreit, jemals wieder SPÖ zu wählen.

BlackAdder
00

Gibt es auch eine nachvollziehbare begründung dafür, oder ist es einfach ein austeilen von jemandem der ohnehin nie SP gewählt hätte, "weil halt grad wahl ist" ?

.macphisto.
00
12.9.2010, 19:09
Begründung? Ganz einfach

Man sollte zum Beispiel mal wirklich "nachhaltig" hinterfragen, wie ein Jungspund wie Pelinka zu diversen Posten wie z.B. bei der ÖBB oder eben in diesem Fall im ORF-Stiftungsrat kommt. Welche Qualifikation bringt er dafür mit?

Widerliches Postenschachern auf Kosten der Steuerzahler (nicht dass die SPÖ damit alleine wäre, bei Gott nicht!).

Hier mal ansatzweise ein paar Infos zu seinem "Studium":
http://realkanal.wordpress.com/2010/06/1... s-pelinka/

4711816
22
tour de france

dieses gesicht illustriert den niedergang der sozialdemokratie

BlackAdder
00

Und warum konkret ?

Jeffrey Lebowski
 
17

ob sich der pelinka schon rasieren muß ?

Cape Code
11
nicht einmal unten

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