EU-Kommission fordert Veränderung der Fischereipolitik

09. September 2010 12:35

Damanaki: Nicht mehr politische Machtkämpfe, sondern die Erkenntnisse von Wissenschaftlern sollen über Fischfangquoten entscheiden

Berlin - Die EU-Kommission hat eine grundlegende Reform der europäischen Fischereipolitik und eine Kürzung von Fangquoten gefordert. EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki sagte der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "Die Welt": "Die Situation ist alarmierend. 88 Prozent der Fischbestände sind überfischt. Wenn wir jetzt nicht handeln, sind in zwölf Jahren nur noch zehn Prozent unserer Fischbestände intakt." Künftig dürften "nicht mehr politische Machtkämpfe, sondern die Erkenntnisse von Wissenschaftlern über Fischfangquoten entscheiden".

Nach den Vorstellungen der Kommissarin aus Griechenland sollen Fischerbooten, die gegen eine nachhaltige Fischerei verstoßen, die Subventionen gestrichen werden. Außerdem sollen Fischer eigene Fangquoten und eigene Fanggründe erhalten. "Die Fischerboote sollen verpflichtet werden, den gesamten Fang an Land zu bringen. Dies soll ein Anreiz sein, bessere Fangmethoden zu entwickeln und nicht wie bisher darauf zu vertrauen, dass angeblich überflüssiger Beifang einfach über Bord gekippt wird." (APA)

Prolet
16.09.2010 14:27
Vielleicht sollten wir eine Zeitlang die Fische Menschen fangen lassen?

Carcharodon
 
24.09.2010 22:50
"Von nun an sollst Du Menschen fangen!"

Ah so, das hat der Petrus falsch verstanden - der liebe Gott hat gar nicht mit ihm gesprochen, sondern mit einem Fisch!

Carcharodon
 
09.09.2010 22:43
Mannomann...

...ich verfolge die Diskussion über eine Reform der Common Fisheries Policy jetzt schon seit Jahren - wenn das so weitergeht, ist bald nichts mehr da, über das man diskutieren könnte!

"...sollen Fischerbooten, die gegen eine nachhaltige Fischerei verstoßen, die Subventionen gestrichen werden..."
Genau, und ertappten Steuerhinterziehern wird der Lohnsteuerausgleich gestrichen - ist eine ähnlich harte Bestrafung.

Konsequenzen ziehen - auf Meeresfisch verzichten!

fliegendes Bettgestell
10.09.2010 08:29
Auf Fisch kann man verzichten, gut

Rindfleisch, Schweinfleisch, Reis, Dofu, Schokolade, Bananen, Ananas usw. soll man auch nicht essen.

Dann bleiben Kraut und Erdäpfel übrig. Eine ausgewogene Ernährung stell ich mir anders vor.

Carcharodon
 
10.09.2010 10:28
Aber geh, ein bisserl Mitdenken beim Einkaufen...

... und man kann unglaublich viele, leckere, Lebensmittel mit gutem Gewissen genießen. So eine großartige Auswahl wie wir in Österreich (oder generell in Europa) haben, gibt's fast nirgends. Ich will mich jetzt hier nicht über Bio-, Fairtrade- und sonstige Gütesiegel auslassen, aber die Informationen darüber sind mittlerweile jedem leicht zugänglich, sogar Ihnen.

Topfenbaby
11.09.2010 08:23
Am besten wäre es,

überhaupt keine Produkte zu kaufen, die von weit her transportiert werden, also auch keine Fair-trade-Produkte.

Bananen, Ananas, Zitronen, Orangen, Kakao, Kaffee, Mango, Kokosnuss, Reis, Soja usw kann man damit schon streichen.

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