Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Wolfgang Anzengruber: Arbeitstage "beginnen meist um acht Uhr und enden selten vor Mitternacht".
derStandard.at: Wie sieht ein "typischer" Arbeitstag von Wolfgang Anzengruber aus?
Anzengruber: Es gibt keine Typik, außer dass alle Tage sehr lange sind, aber deshalb sicher nicht langweilig. Sie beginnen meist um acht Uhr und enden selten vor Mitternacht. Meistens ist es eine Mischung aus Terminen in Österreich oder im Ausland mit Kunden, Mitarbeitern, Kollegen aus der Branche, mit Journalisten, mit Banken etc.
derStandard.at: Wie viele Stunden arbeiten Sie im Schnitt pro Woche?
Anzengruber: Ich zähle die Stunden schon lange nicht mehr. Was zählt, ist der möglichst erfolgreiche Output. Die Wochenenden gehören meiner Familie in Salzburg, aber unter der Woche, wenn ich in Wien wohne, bestimmt die Arbeit mein Leben.
derStandard.at: Wie entspannen Sie sich vom beruflichen Stress?
Anzengruber: Unter der Woche am besten im Kaffeehaus, mit Zeitungen. Am Wochenende mit meiner Familie, ein wenig Laufen, Bergwandern und vielen Büchern, aber kaum Fachliteratur. Derzeit lese ich "Das Vaterspiel" von Josef Haslinger.
derStandard.at: Welches Rezept haben Sie, um Berufliches und Privates unter einen Hut zu bringen?
Anzengruber: Zwei Wohnsitze. Einen Arbeitswohnsitz in Wien und einen Familienwohnsitz in Salzburg.
derStandard.at: Was war Ihr bis jetzt größter Karriereerfolg bzw. Karriereflop?
Anzengruber: Aktuell freuen mich die positiven Entscheidungen für die geplante erste Kapitalerhöhung bei Verbund seit dem Börsegang 1988. Über Erfolge und Misserfolge der Vergangenheit denke ich nicht nach, mich interessieren heutige Aufgaben und zukünftige Ziele viel mehr.
derStandard.at: Welche beruflichen Vorbilder haben Sie?
Anzengruber: Ich eifere keinem Idol nach. Mich beeindrucken vor allem Menschen, die trotz Karriere die Bodenhaftung nicht verlieren.
derStandard.at: Sollten alle Gehälter in Österreich transparent gemacht werden?
Anzengruber: Mein Gehalt wird bereits im jährlichen Geschäftsbericht offengelegt, daher könnte ich es mir einfach machen und ja sagen. Aber Transparenz ist leider kein Mittel gegen Neid und daher für alle Gehälter sinnlos. Gut hingegen ist die Transparenz der Gehaltsstufen, das gibt Orientierung und spornt vielleicht an.
derStandard.at: Sind Sie im Urlaub für geschäftliche Dinge erreichbar? Rufen Sie Ihre Büro-Mails ab?
Anzengruber: Telefonisch erreichbar bin ich immer, aber meine Mails versuche ich nicht abzurufen. Gelingt leider nicht immer, heuer nur an vier Tagen.
derStandard.at: Welchen Traumberuf hatten Sie? Was wollten Sie als Kind werden?
Anzengruber: Traumberuf hatte ich keinen, aber ich habe mich schon als Kind für Technik interessiert. Mein Firmpate hatte ein Elektrogeschäft. Jeden Samstag war ich dort und habe versucht zu helfen. Wie das funktioniert, hat mich fasziniert, und war sicher der Grund, warum ich eine technische Ausbildung gemacht habe und viele Jahre auf verschiedenen Seiten der Energiebranche gearbeitet habe.
derStandard.at: Über welche drei Eigenschaften sollten gute Mitarbeiter unbedingt verfügen?
Anzengruber: Freude an der Arbeit, konstruktive Kritikfähigkeit, Mut neue Wege zu gehen
derStandard.at: Was ist Ihre größte Schwäche?
Anzengruber: Diese Frage sollte von meinem Umfeld beantwortet werden.
derStandard.at: Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?
Anzengruber: Da bin ich 64 und habe hoffentlich noch immer eine spannende berufliche Herausforderung.
derStandard.at: Wie sparen Sie Strom?
Anzengruber: Mit einem maßvollen und bewussten Umgang mit Energie und verbrauchsoptimierten Geräten, da kann man Geld und Energie sparen. Das sollten eigentlich alle machen, denn es hilft mit, den generell ansteigenden Strombedarf in den Griff zu bekommen. Strom ist wertvoll, vor allem wenn er aus erneuerbaren Quellen wie Wasser, Wind und Sonne gewonnen wird und fossile, das Klima beeinträchtigende Energieverbraucher - z.B. im Verkehr - ersetzen kann. Bei Wasser und Wind haben wir in Österreich noch Potenzial, aber nicht endlos, bei Sonne muss die Technologie noch reifen und kostengünstiger werden. (derStandard.at, 9.9.2010)
WOLFGANG ANZENGRUBER, geboren 1956 in Steyr, leitet seit 1. Jänner 2009 die Geschicke des börsennotierten Verbunds, Österreichs größtem Stromunternehmen. Zuvor war der 54-Jährige fünf Jahre lang Vorstands-Vorsitzender der Palfinger Gruppe. Anzengruber studierte an der TU Wien Maschinenbau/Betriebswissenschaften. Weitere berufliche Stationen waren bei der ABB Energie AG, ABB Österreich oder der Salzburger Stadtwerke AG.
Die Wahl fiel auf Fabian Salzgeber von der Sunnahof-Lebenshilfe in Vorarlberg: "Die Werte ändern sich im Laufe so einer Tätigkeit"
Schauspielerin Angela Schneider wird täglich Hunderttausende begleiten - als Stimme der Wiener Linien
Josef Farthofer streift in London begehrte Trophäe ein: "Für Milde am Gaumen ist vor allem das Wasser entscheidend"
Mit nur 27 Jahren wurde Jakob Molzbichler als Rechtsanwalt angelobt - Der Wiener über seine Karriere und Zukunftspläne
Gina Aichbauer darf sich mit dem Titel "Austrian Hairdresser of the Year 2012" schmücken: "Sind oft auch eine Art Psychiater"
Mario Hofferer, Cocktail World Champion, über Selbstdisziplin als Berufscredo, komplexe Mixologien und die Chancen für Nachwuchsbarkeeper
Der österreichische Musiker Albin Paulus macht ein kleines Instrument ganz groß - Der Weltvirtuose hat karriere-technisch Weltumspannendes vor - mit Video
Meeresbiologe Gerhard Herndl im Karriere-Telegramm über seinen Beruf, Tops und Flops sowie eine böse Medusa
Biologe Jan-Michael Peters über Beruf, Forschung und den "Austro-Nobelpreis": "Ich war völlig überrascht, fast überrumpelt"
Steht Thomas Höschele auf der Bühne, wird er zu "Thommy Ten" - Der Zauberer spricht über Erfolge und seinen Hang zum Perfektionismus
Der französische Fotograf, Regisseur und Umweltaktivist Arthus-Bertrand über seine Arbeit
Gudrun Grondinger wurde in New York erste Weltmeisterin im Pillow Fight - Die 24-jährige Wienerin erzählt, wie sie zu Polsterschlachten kam - Mit Video
Schauspieler Johannes Krisch ganz kurz und bündig im Karriere-Telegramm über Erfolge, Berufswünsche und Ziele
Arezu Zejnab Aliabadi ist Spezialistin in einer der medizinischen Männerdomänen - Ein Karriere-Telegramm
Autor Thomas Glavinic im Karriere-Telegramm über Erfolge, Flops und seine Passion fürs Schreiben: "Ich kann und will nichts anderes"
Sabrina Filzmoser hat den Judo-Grand-Prix in Abu Dhabi geholt - Neben dem Profisport absolviert sie den Management MBA Japan
Jasmin Ouschan, heimischer Billardstar, über Erfolge, Vorbilder und Beschäftigungen, wenn der Queue einmal ruht - Ein Karriere-Telegramm
Astrid Hartmann ist mit 25 Jahren die jüngste Rechtsanwältin Österreichs - Zuletzt war sie in der Causa Hypo Alpe Adria involviert
"Eine 40 Stunden-Woche ist es sicher nicht", meint die Direktorin im Karriere-Telegramm über ihre Arbeit im Zoo - Als Publikumsmagnet hätte sie gerne Yeti
Anwalt Manfred Ainedter im Karriere-Telegramm über Beruf, Erfolge, Klienten und solche, die er nicht betreuen würde - etwa Neonazis oder Kinderschänder
Rudi Roubinek, kongenialer Partner von Robert Palfrader in "Wir sind Kaiser", über lustige Menschen, Promis und Erfolgsfaktoren
In "Am Puls des Erfolgs" gibt Toni Innauer tiefe Einblicke in seine Sportlerseele und reflektiert über Licht und Schatten des Erfolgs
Franz Küberl wollte als Kind Lokführer werden, jetzt ist er Präsident der Caritas - Über Beruf, Arbeitseifer und private Erfolge
Wolf Haas, Schriftsteller und "Erfolg, Sau, Tor", verrät im Karriere-Telegramm seine frühen Berufswünsche - Vom "Daseinsstress" entspannt er sich beim Schreiben
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.