Radiodirektor: VP-Stiftungsrat begründet Ablehnung - ORF-TV "braucht Amon dringender"
Franz Medwenitsch, Sprecher des bürgerlichen Freundeskreises, begründet am Vorabend der geplanten Wahl von TV-Chefredakteur Karl Amon zum Radiodirektor, warum er die ablehnt: "Dass der ORF jetzt mit dieser Personaldiskussion belastet wird, halte ich für unklug und verantwortungslos." Der Generaldirektor hätte sie "dringend vermeiden müssen", statt "das Pesonalkarussel selbst in Gang zu bringen".
Gegen die Nachbesetzung des Radiodirektors sprechen für Medwenitsch "Zeit, Geld und Gesetz": Zeit, "weil die gesamte Geschäftsführung im nächsten Jahr ohnehin neu bestellt wird". Geld, "weil die jetzige Vertretungslösung, die sich bewährt hat, dem ORF bis Ende 2011 rund 500.000 Euro gegenüber einer Nachbesetzung spart". ORF-Chef Alexander Wrabetz erklärte in den vergangenen Tagen, die Rochade gehe sich kostenneutral aus oder spare sogar Geld. Was meinte Medwenitsch mit Gesetz? "Weil nach dem neuen ORF-Gesetz die Geschäftsführung auf vier zu verkleinern ist. Eine Nachbesetzung so knapp vor der Verkleinerung der Geschäftsführung macht keinen Sinn."
ORF-Fernsehen "braucht Amon dringender"
Der aktuelle Dienst im Fernsehen "braucht den Chefredakteur Amon dringender als das Radio einen neuen Direktor", erklärt Medwenitsch: Geht nach seinen Vizes Waltraud Langer und Stefan Ströbitzer auch Amon, "würde die gesamte TV-Chefredaktion ausgeräumt. Das ist kurz vor den Wahlen in der Steiermark und in Wien fahrlässig." (red)