Kandidat im Kurzporträt

Ein Unterhauser auf dem Weg nach oben

8. September 2010, 18:38
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    foto: apa/pfarrhofer

    Da geht's lang: Karl Amon, ORF-Direktor in spe, zeigt ORF-General Alexander Wrabetz den Weg.

"Eiszeit" auf dem Küniglberg sagen Bürgerliche voraus, wenn der Stiftungsrat Donnerstag Karl Amon zum Radiodirektor wählt - Die SPÖ rechnet mit Mehrheit

Wien - "Für Amon hat kein Mensch interveniert, schon gar nicht Bürgermeister Michael Häupl": In "aller gebotenen Schärfe" wies der ORF-General "politische Packelei" zurück. Das war 1998, vor Weihnachten. ORF-Chef Gerhard Weis machte Karl Amon zum neuen Radiochefredakteur.

Weis hatte ihn schon einmal zum Chefredakteur bestimmt: 1992, neu als Wiener ORF-Intendant, holte er den Niederösterreicher ins Landesstudio. Werner Faymann war da längst medienbewusster Chef von Wiener Wohnen und roter Gemeinderat, ab 1994 Wohnstadtrat. Landesstudio und -politik liegen nahe beieinander, man lernt einander gut kennen.

Karl Amon wurde in St. Pölten geboren, wuchs in Vorarlberg auf, ging in Kärnten zur Schule. Dienstorte des Vaters, eines roten Eisenbahners. In Wien studierte Amon Wirtschaft, ab 1978 arbeitete er für den ORF. Politisch sozialisiert sieht ihn die APA in der niederösterreichischen Arbeiterkammer. Die AK ist zentraler Faktor im Netzwerk Werner Faymanns. AK-Direktor Werner Muhm ist sein gewichtigster Mann im Stiftungsrat.

Faymann wollte Amon schon als ORF-Chef statt Wrabetz. 2009 winkte der Journalist so ab: "Ich will, dass Wrabetz bleibt und habe keine Ambitionen auf seinen Job."

Radiodirektor gilt Kennern als "Lebensziel" des 60-Jährigen. Er weiß nicht allein den Kanzler und die Seinen hinter sich: Infodirektor Elmar Oberhauser legt sein Gewicht für ihn in die Waagschale. Amon war Jahre sein Stellvertreter, was ihm den ungeliebten Spitznamen "Unterhauser" eintrug.

1990 wurde Amon Vize von ZiB 2-Chef Oberhauser, mit dem er etwa die Runden Tische entwickelte. 2007 holte ihn Oberhauser, nun Infodirektor, als Chefredakteur ins Fernsehen. Die Radioinformation unter Amons Führung war in schwarz-blauen Zeiten durch die Unabhängigkeit der Berichterstattung im Hörfunk aufgefallen.

Nicht zuletzt Elmar Oberhauser half 2006, eine rot-orange-blau-grüne Mehrheit für Alexander Wrabetz und gegen die ÖVP zusammenzubringen. Er bemüht sich nun um Amons Mehrheit. Derzeit für den Radiodirektor.

ÖVP und FPÖ dürften Donnerstag beantragen, Amons Wahl zu vertagen. Eineinviertel Jahre vor den nächsten ORF-Wahlen brauche es keinen neuen Direktor. Die SPÖ geht von einer Mehrheit für Amon aus, Unabhängige, Betriebsräte, Grüne und Orange könnten da eine Rolle spielen. (fid/DER STANDARD, Printausgabe, 9.9.2010)

Heimwerkerkönig
 
11
Der ÖRF sollte lieber einmal die Schleichwerbung....

... in der ZiB 2 für Dell abstellen.
Das Logo dieser Firma blitzt dem Seher jedesmal lustig vom telegen platzierten Notebook des Moderators Wolf entgegen.

Es gab Zeiten beim ORF, da hat man bei Kindersendungen wie "Am Dam Des" sogar noch die Uhu-Tuben überklebt und die Kinder mussten unbedingt "Klebstoff" sagen.
Aber das ist nun wohl vorbei.
Heutzutage hat man absolut keinen Genierer mehr, absichtlich oder aus einem Wurschtigkeitsgefühl heraus, Werbung für irgendwelche Konzerne zu betreiben.
Eine unseriöse Bagage.

barry mccoist
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mit 60 fällt er sicher beim ORF unter die "hacklerregelung"...

also: ab in die pension - da kann er am wenigsten anrichten

chinaman_a1
01
Aufgaben erledigen

machen die eigentlich auch Radio- und Fernsehprogramm oder sind die hauptsächlich mit sich selber beschäftigt? Kann es sein, dass die eingehobenen Zwangsgebührern dem ORF die Möglichkeit gibt auf seine Kunden zu sch**ßen, eine wirtschaftliche Fehlleistung nach der anderen zu machen, ein laues Programm anzubieten, dass sie kaum von anderen RTL-artigen unterscheidet, Spitzengehälter zahlt und Jobs hat, wo mir einfach der Durchblick fehlt, wofür die eigentlich gut sind (ausser dafür Gehalt kassieren)
Bildungsauftrag? Mit zugekauften amerikanischen Serien? Schwache bis gar keine Eigenproduktionen? Von mir aus darf der ORF werben, soviel es will, ich möchte aber endlich von den Zwangsgebühren befreit werden. Will diesen Zirkus nicht finanzieren!

Inside1
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Ein groesseres Stueck vom Kuchen! 2

Es geht um die Optimierung von wenig Tun und viel Bekommen. Wenn man genau hinsieht, dann merkt man wie viele groessere Stuecke vom Kuchen der eine (Ober-) und der andere (Unterhauser) schon bekommen hat. Waehrend der eine bereits schwer Adipoes ist, ist der andere erst Praeadipoes. Geht es um politische Interessen? Meiner Ansicht nach nicht. Es geht nur um ein moeglichst grosses Stueck vom Kuchen, den im uebrigen andere backen. Die naemlich die taeglich Leistung erbringen. Die Gebuehrenzahler. Dazu zaehlen auch ORF-Mitarbeiter, die im uebrigen ebenfalls Gebuehrenzahler sind und die tagtaeglich Leistung erbringen bzw. erbringen wollen. Laura und Niko ist das allerdings egal, gaenzlich. Das Exgespusi will auch ein Kuchenstueck,so wie Werner

Inside1
32
Ein groesseres Stueck vom Kuchen!

Arbeit? Nein danke. Wenn auf jemanden dies passen wuerde dann auf Mag. Karl Amon. Wobei ich mir nicht einmal sicher bin, dass der Magister des Herrn Amon wirklich erworben wurde. Quasi im Schaumburg-Lippschen Sinn. Jedenfalls der Chefredakteur der ORF Information zeichnet sich vor allem durch Absenz aus. Da haben Sie ueberhaupt etwas gemein Problembaer "Elmo" Oberhauser und sein bester Freund Karl "Unterhauser". Ein gemeinsamer Trip nach Moskau samt Begleitung. Die WM-Karten als Praemie usw. Alles dienstlich oder beinahe dienstlich. Versteht sich von selbst. Die beiden wissen es sich schon zu richten. Gemeinsames Interesse verbindet. Hedonismus mit einer gehoerigen Portion edler Tropfen auch waehrend der (Nicht)-arbeitszeit.

Ulysses42
00
Ich würde Sie an seiner Stelle klagen!

Ehrlich jetzt!
Es ist eine Sache, von mir aus zu schreiben: ORF Gebühren sind ein Wahnsinn oder die SPÖ, ÖVP, welche Partei auch immer zu kritisieren.
Aber anonym jemanden de facto Alkoholismus, Spesenritterei inkl Moskau (auf was zielt das ab?! Escortservice?) und jahrelanges Nichtstun zu unterstellen, find ich drüber, sorry!
Das ist Anpatzen unter der Gürtellinie!
Diese sogenannten "Berg"-Insider hab ich schon gern...
(Ich hab nix mit dem ORF zu tun, aber mir ist das jetzt einfach zuviel gewesen!)

bitte nicht
01

die leute, die ihnen rote stricherln geben, müssen wohl spö parteigänger sein. denn es stimmt, was sie sagen. amon wurde noch nie bei der arbeit gesichtet - höchstens dabei, wie er hände in der hosentasche durchs haus streicht. na ja, wozu arbeiten. hauptsache man steht es sich mit der partei gut. dann fällt auch der ziehsohn ströbitzer immer mit hinauf.

Fred87
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1990 wurde Amon Vize von ZiB 2-Chef Oberhauser, mit dem er etwa die Runden Tische entwickelte...

Fällt unter Rubrik urbane Legende.
Der runde Tisch wurde "entwickelt", als anlässlich der "Mundspülmorde" in Lainz in aller Eile eine Diskussionssendung aus dem Boden gestampft wurde. Ich glaube, Zilk war damals (als Diskussionsteilnehmer) wie immer der Hauptredner und in dieser Not wurde Oberhausers prägender Satz "Das war nicht die Frage" geboren.

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