Unbemannter Hubschrauber für den Einsatz in Afghanistan

08. September 2010 17:40

Neuentwicklung baut auf dem bemannten K-MAX auf und kann ferngesteuert werden

Washington/Kabul - Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin hat einen unbemannten Transporthelikopter entwickelt - ein konkretes Einsatzgebiet steht mit Afghanistan auch schon fest. Das auf dem bemannten K-MAX-Modell basierende Fluggerät soll das US-Militär künftig als unbemanntes Transportvehikel unterstützen und Truppen im Kampfeinsatz mit Nachschub versorgen - ohne dass dabei Piloten Gefahr laufen, abgeschossen zu werden. Dazu wird das Fluggerät mithilfe eines Notebooks aus bis zu 200 Kilometern Entfernung ferngesteuert.

Demonstrationsvideo von Lockheed Martin (Quelle: YouTube)

Der ferngesteuerte K-MAX kann bis zu 2,7 Tonnen Nutzlast transportieren - mehr als sein Eigengewicht. Dabei erreicht er Geschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde und hat eine Reichweite von etwa 200 Kilometern. Er bietet dennoch weiterhin Platz für einen Piloten und kann somit im Notfall auch als bemanntes Vehikel eingesetzt werden.

Mit dem unbemannten Transporthubschrauber setzt die US-Armee ihren Kurs konsequent fort, zunehmend auf unbemanntes Kriegsgerät zu setzen. Mit dem neuen K-MAX hoffen die Streitkräfte vor allem auch, durch Hinterhalte und Sprengfallen gefährdete Versorgungskonvois zu entlasten und künftig weniger Soldaten bei derartigen Missionen in Gefahr bringen zu müssen. Wenn die Testphase wie geplant verläuft, könnten Ende 2011 erste unbemannte K-MAX-Hubschrauber Teil des nicht enden wollenden Militäreinsatzes in Afghanistan werden. (pte/red)

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10 Postings
Popel
20.09.2010 18:21
Der Hubschrauber muss aus Sexgründen unbemannt sein?

Wenn da Frauen geflogen kommen, was dann?

a grünes stricherl
 
11.09.2010 01:46
apropos

für alle die diesen heli interessant finden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Flettner

Nutze den Tag
10.09.2010 21:01
Was könnte doch "der Westen" Sympathie gewinnen

würde so ein unbemannter Hubschrauber Tag und Nacht Versorgungsgüter für die pakistanischen oder sonstwoige Überschwemmungsopfer fliegen.

Aber so ein Krieg mit ferngesteuerten Präzisisonswaffen, dazu ein schöne Tasse Tee, hat doch was, oder?

solandre
 
09.09.2010 16:16

ich hab im video "autonomous landing" herausgehört. das wäre noch ein ganzes eckhaus besser als "ferngesteuert". ich glaube der artikel gibt nicht ganz wieder um was für eine technologie es sich hierbei handelt.

skipper2002
09.09.2010 12:05
ich hab meinen umbemannten hubschrauber schon seit 10 jahren.

Poidi Poidi
09.09.2010 09:01

schön langsam kommen also die wirklichen gründe für den krieg im irak und afgahnistan heraus.

diesen technischen fortschritt (und somit das riesen geschäft für rüstungsfirmen) hätte es wohl ohne krieg nicht so leicht gegeben.

diamant
 
09.09.2010 14:49
Warum erklaeren wir dann nicht Liechtenstein den Krieg?

So koennten wir endlich technisch fortschrittlich werden, auch ganz ohne Studiengebuehren!

LCD
10.09.2010 00:57

Lichtenstein hat kein Erdöl, kann sich aber wehren. Und dass die Massenvernichtungswaffen haben, glaubt uns nicht mal der dümmste Trottel.

Johannes Oetztaler
08.09.2010 20:43
Unbemannter Hubschrauber

mit dieser nutzlast werden neue maßstäbe gesetzt;
lockheed dürfte hier in der entwicklung jahre voraus sein;
ich galube, da muss sich die konkurrenz warm anziehen.

am Start
09.09.2010 15:28

Das Hubschrauberkonzept (erfunden während WWII von den Deutschen) bzw. diesen Typ gibt es schon seit langem, wird u.a. beim Holztransport eingesetzt! Lockheed hat "lediglich" eine intelligente Regelung mit humanem Steuerungsinterface und die notwendige aeronautische Aktorik, damit der Vogel auch in der Luft tut was er soll, dazuentwickelt

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