Tickets werden teurer

AUA und Air Berlin geben Luftverkehrsteuer weiter

08. September 2010 16:48

Nach der Lufthansa schlagen sowohl die heimische als auch die zweitgrößte deutsche Airline die deutsche Luftverkehrsabgabe auf Tickets auf

Wien- Auch die österreichische Lufthansa-Tochter AUA (Austrian) reicht die neue deutsche Ticketsteuer ab 1. Jänner 2011 an die Kunden weiter. Im Deutschlandverkehr geht es bei der AUA nur um den Steuersatz von 8 Euro, weil all ihre Ziele dort als Kurzstrecke gelten.

"Wir können den Betrag nicht schlucken", sagte ein AUA-Sprecher. Die Margen seien bei den Ticketpreisen ohnedies schon sehr gering. So wie bei der Lufthansa sind bei der AUA ebenfalls seit Samstag die Buchungssysteme schon umgestellt, für die Buchungen ab 1. Jänner, die schon jetzt reserviert und bezahlt werden können. Die AUA werde trotzdem an attraktiven Preisen nach Deutschland festhalten, mit Preisen ab 69 Euro. Bei einem Flug Wien-Frankfurt-Wien fällt der Steueraufschlag nur einmal an.

In Deutschland werden Flugtickets ab 1. Jänner besteuert: Und zwar bei Kurzstreckenflügen mit 8 Euro, auf Mittelstrecken mit 25 und auf Langstreckenflügen mit 45 Euro.

Die großen deutschen Anbieter Lufthansa und Air Berlin geben die Steuer ebenso an an ihre Kunden weiter wie Ryanair, Germanwings und Tuifly. Ryanair hat bereits einen Vorgriff per Anfang September gemacht.

Air Berlin hat am Mittwoch mitgeteilt, im Laufe der Woche in allen Buchungskanälen die Luftverkehrsteuer einheben zu wollen - für Flüge ab 1. Jänner. Von der österreichischen Hälfte-Tochter Niki ("Flyniki") verlautete, "wir behalten uns vor, das zu tun. Im Moment ist noch keine Entscheidung gefallen." (APA)

ÖVP, die abzocker der nation
08.09.2010 21:39
haha

"Ryanair hat bereits einen Vorgriff per Anfang September gemacht."

die kunden werden sich bei ryanair "bedanken".

Hellex
08.09.2010 18:06
Warum werden diese Abgaben immer so bezeichnet?

Es sollte doch inzwischen sogar dem letzten Naivling klar sein: die Abgaben zahlen immer die Kunden. Ob LKW Maut, evnetuelle Bankenabgabe, eine höhere Mwst. oder Luftverkehrsabgabe... Man sollte es doch 'weitere Bürgersteuer' benzeichnen!
Ist doch klar: der Bürger steht für alles gerade!

Stefan Lindemann
08.09.2010 14:55
Warum nicht lieber das Bahnkonzept aendern...

Anstatt den ICE als Luxusprodukt zu positionieren (wenig Umsatz, hohe Marge) sollte er in ein Massentransportmittel verwandelt werden (viel Umsatz, geringe Marge).

Wenn die ICE Fahrkarte einen vernueftigen Preis haette dann wuerden auch weniger Menschen fliegen, und man koennte sich die Luftverkehrsteurer sparen.

Quim Barreiros
09.09.2010 19:13

Als ich das letzte Mal mit dem ICE durch Deutschland fuhr, habe ich dafür wenig gezahlt und der Zug war so voll, dass es schon fast zu viel Masse war.

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