Nach der Lufthansa schlagen sowohl die heimische als auch die zweitgrößte deutsche Airline die deutsche Luftverkehrsabgabe auf Tickets auf
Wien- Auch die österreichische Lufthansa-Tochter AUA (Austrian)
reicht die neue deutsche Ticketsteuer ab 1. Jänner 2011 an die Kunden weiter. Im
Deutschlandverkehr geht es bei der AUA nur um den Steuersatz von 8 Euro, weil
all ihre Ziele dort als Kurzstrecke gelten.
"Wir können den Betrag nicht
schlucken", sagte ein AUA-Sprecher. Die Margen seien bei den
Ticketpreisen ohnedies schon sehr gering. So wie bei der Lufthansa sind bei der
AUA ebenfalls seit Samstag die Buchungssysteme schon umgestellt, für die
Buchungen ab 1. Jänner, die schon jetzt reserviert und bezahlt werden können.
Die AUA werde trotzdem an attraktiven Preisen nach Deutschland festhalten, mit
Preisen ab 69 Euro. Bei einem Flug Wien-Frankfurt-Wien fällt der Steueraufschlag
nur einmal an.
In Deutschland werden Flugtickets ab 1. Jänner besteuert:
Und zwar bei Kurzstreckenflügen mit 8 Euro, auf Mittelstrecken mit 25 und auf
Langstreckenflügen mit 45 Euro.
Die großen deutschen Anbieter Lufthansa
und Air Berlin geben die Steuer ebenso an an ihre Kunden weiter wie Ryanair,
Germanwings und Tuifly. Ryanair hat bereits einen Vorgriff per Anfang September
gemacht.
Air Berlin hat am Mittwoch mitgeteilt, im Laufe der Woche in
allen Buchungskanälen die Luftverkehrsteuer einheben zu wollen - für Flüge ab 1.
Jänner. Von der österreichischen Hälfte-Tochter Niki ("Flyniki") verlautete, "wir behalten uns vor, das zu tun. Im Moment ist noch keine
Entscheidung gefallen." (APA)