Wikinger-Schmuck

Dänischer Fischer angelt sich "Goldfund des Jahres"

08. September 2010 14:28

Im Storstrømmen gefundener Armreif ist rund 1.200 Jahre alt

Kopenhagen - Ein Hobby-Fischer hat laut dem Dänischen Nationalmuseum den "Goldfund des Jahres" gemacht. Der Däne Jacob Schomann fand nach eigenen Angaben bei einer ansonsten erfolglosen Angeltour im seichten Fahrwasser der Meerenge des Storstrømmen einen 150 Gramm schweren Armreif aus Gold (Pressefotos wurden international leider nicht verbreitet, aber Links zu Seiten mit Bildern des Armreifs hat User Muninn unten dankenswerterweise gepostet). Experten schätzen, dass der Reif rund 1.200 Jahre alt ist.

Durch den Storstrømmen und den Grønsund zwischen den beiden dänischen Inseln Seeland und Falster führte in der Wikingerzeit eine der wichtigsten internationalen Handelsrouten zwischen dem Ostsee-Raum und Westeuropa.

Der Goldschmuck weise ein "sehr charakteristisch geformtes Muster" auf, das ihn als zu Beginn des neunten Jahrhunderts unserer Zeitrechung hergestellt ausweise, zitierte die Nachrichtenagentur ritzau Museumschef Peter Vang Petersen. Dem ehrlichen Angler winkt laut Petersen nun ein "zweistelliger Tausenderbetrag Kronen" (was einem einstelligen Tausenderbetrag in Euro entspräche) als Finderlohn.  (APA/red)

Kommentar posten
21 Postings
Misko
 
09.09.2010 14:26
Endlich ein "Hänger"

der sich ausgezahlt hat!

georgum
09.09.2010 13:59
Motivation pur

Man findet ein anscheinend unschätzbar wertvolles Relikt aus einer längst vergangenen Zeit.
Man gibt dies bei einem Museum ab (keine Ahnung warum man das tun sollte)
Man bekommt einen lächerlichen "Finderlohn" von ein paar tausend €.

Was lernt man daraus ?
Keine gefundenen Wertgegenstände aus vergangenen Zeiten abgeben.

Gilgamesh
22.09.2010 10:04

Nicht ganz.
In Dänemark dürfte das einwenig anders sein, als bei uns.

Habe einen dänischen Freund der sich einen Metalldetektor gekauft hat und gleich einen Bagger dazu... ^^
Letzteren hat er auch an Museen vermietet.

Aber ganz genau kann ich es auch nicht sagen, habe ihn auch schon fast ein Jahr nicht mehr gesprochen...

Wurzelloser Kosmopolit
09.09.2010 19:34
"lächerlichen "Finderlohn" von ein paar tausend €."

Ich glaube, Sie haben etwas überzogene Vorstellungen davon, was so etwas ohne Zuschreibung zu einem Herrscherhaus oder einer anderen guten Provenienz auf dem freien Markt für Sammler wert ist.
Da ist der Finderlohn schon ganz ok.

Raphael Hythlodeus
09.09.2010 19:56
mit einer entsprechenden beschreibung hätte sich vielleciht irgendein trottel auf ebay gefunden, der einen phantasiepreis zahlt ;-)

Interwirth
09.09.2010 16:19
Wenn Sie sich das Armbandl ansehen,

werden Sie merken, dass Ihnen kein gerissener Schwarzhändler auch nur einen dreistelligen Betrag dafür gegeben hätte...

Fritz Meyer
09.09.2010 15:57
Seltsame Moral.

Ich hätte dieses Fundstück kostenlos dem nächsten Museum gestiftet und mich dort daran erfreut.

Wann bekommt man als Einzelner schon einmal die Gelegenheit so einen Fund für die Allgemeinheit zu machen?

Aber manche denken scheint's nur in den egoistischen Masstäben persönlicher Bereicherung.

Rigglerobber
09.09.2010 15:30
Warum man das tun sollte?

einfach aus praktischen Gründen - beim Museum gibts ein paar taussend Euro bar auf die Hand ohne viel Stress.

Die Alternativen sind:
- aufs Nachtkastl legen und jeden Abend vor dem Einschlafen "mein Schatz" murmeln - wems gefällt
- selber verklopfen - erstens illegal und zweitens mühselig, außer man kennt einen Hehler, der einen sicher nicht übers Ohr haut und zudem auf antike Kunstgegenstände spezialisiert ist, sodass er einen vernünftigen Preis bieten kann.
- Einschmelzen und dann verkaufen - auch mühsam und wenig lukrativ (abgesehen davon, dass es ewig schad um den Reifen wär)

... also da nehm ich doch lieber das Geld und fahr davon auf Urlaub.

Achmo Ledbid
09.09.2010 15:47
behaupten...

...es hat dir der verstorbene (ur-)großvater vermacht. dass er den fund vor 40 jahren nicht gemeldet hat war strafbar für ihn. kein problem, er ist schon begraben und verjährt. du bist rechtmäßiger besitzer.

Interwirth
09.09.2010 16:15
Bist du natürlich nicht - weils der Urgroßvater

auch nicht war.

Sascha Ifkovits
10.09.2010 10:36
bist du sehr wohl!

du bist sehr wohl besitzer, aber nicht eigentümer. um besitzer zu sein, muss man eine sache nur inne haben und die absicht haben, sie zu behalten. auch ein dieb is besitzer des diebsgutes, aber eben nicht der eigentümer.

sorry für meine besserwisserei! wollte mich nur auch einbringen ;-)

La Vida pura
14.09.2010 02:43
Sorry, Bauchfleck.

Der Dieb ist zwar Besitzer, aber nicht der rechtmäßige.

Rigglerobber
09.09.2010 16:14

ein genialer Trick ... das hättens der Stiftung Leopold früher sagen müssen, dann hättens die ganze Nazi-Raubkunst auch behalten dürfen ;-)

ich bin dabei
09.09.2010 09:23
tut mir leid

das post von vorhin muss ich wieder zurücknehmen, hatte nicht genau genug gelesen. Trotzdem danke an die user.

ich bin dabei
09.09.2010 09:22
Vielen Dank

an die User, die in der Lage sind, da auch Fotos beizustellen, und schade, dass ein professionelles Medium dazu nicht in der Lage ist.

elento
 
09.09.2010 11:02

Das hat was mit Rechten zu tun, weisst Du....

shaki1
09.09.2010 03:00

"Dem ehrlichen Angler"...

Muninn
08.09.2010 14:21
Der sich den Wolf tanzt
08.09.2010 23:15
aber die viel wichtigere frage:

was macht der rotweißrote kaugummi auf dem bild ;-)

Piefke in Tirol
09.09.2010 12:00
Es waren österreichische Wikinger? ;-))

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