Der Überfall steht möglicherweise in Zusammenhang mit Bandenkämpfen
Bei einem Überfall auf eine kleine Schuhfabrik in Honduras haben am Dienstag zwei Täter ein Massaker angerichtet. Die mit Sturmgewehren Bewaffneten erschossen in der Stadt San Pedro Sula 18 Arbeiter und verletzten fünf weitere. Der Hintergrund für die Tat sei noch unklar, wie ein Polizeisprecher erklärte. Der Überfall könnte aber möglicherweise in Zusammenhang mit Drogengewalt
und Grabenkämpfen zwischen Gangs stehen.
Zum Zeitpunkt des Angriffs hattten sich 23 Mitarbeiter in der Fabrik aufgehalten. Keiner davon blieb von den Tätern verschont. Wie CNN berichtet, sollen die Arbeiter im Teenager-Alter bzw. in ihren Zwanzigern gewesen sein.
Nicht klar, ob Mara 18 involviert
Die knapp 190 Quadratmeter große Fabrik befindet sich in einem südöstlichen Vorort der honduranischen Industrie-Hauptstadt San Pedro Sula. Dieser Stadtteil ist hauptsächlich eine Wohngegend, die zum Großteil unter der Kontrolle der berühmt berüchtigten Gang "Mara 18" stehen soll. Diese besonders brutale Gang soll Einflüsse in ganz Zentralamerika sowie bis zur Westküste der USA haben. Wie die Polizei mitteilte, ließe sich bei dem Angriff auf die Schuhfabrik aber noch kein eindeutiger "Drogen-Zusammenhang" feststellen. (APA/CNN)