Spielbericht

Erlösung in der Nachspielzeit

07. September 2010 22:29
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    Foto: apa/gindl

    Vor der Nachspielzeit enterte der vermutlich letzte Fan des ÖFB-Teams das Feld.

Roland Linz und Jimmy Hoffer treffen in der Verlängerung zum 2:0-Erfolg gegen Kasachstan, das ÖFB-Team schrammt zum Auftakt der EM-Quali an einer Blamage vorbei

Salzburg - Die Erwartungen von Dietmar Constantini wurden erfüllt. Der Teamchef ist nämlich davon ausgegangen, dass Österreich am Dienstagabend in Salzburg gegen Kasachstan "keinen Zauberfußball" bietet. Vielleicht trug die Aufstellung dazu bei, überraschenderweise wurde Roland Linz im Sturm nominiert, der Austrianer hat nämlich während des achttägigen Trainingslager in Flachau überzeugt, beim ungefährdeten 22:0-Sieg gegen den SV Schladming viermal getroffen.

Veli Kavlak wurde gegen den 125. der Weltrangliste (gemeint ist natürlich Kasachstan, nicht Schladming) die Spielmacherrolle übertragen, der Rapidler war damit überfordert. Und Linz hat seine Gefährlichkeit zunächst versteckt. Natürlich war das ÖFB-Team überlegen, Martin Harnik war ganz gut, besser wäre er gewesen, hätte er seine Chancen genützt. Selbiges galt für Franz Schiemer und Marc Janko. Kasachstans Teamchef, der Deutsche Bernd Storck, hatte versprochen, dass man sich nicht vor dem eigenen Strafraum einbetonieren werde. Dazu fehlte die Klasse oder die Mischmaschine.

Andererseits war es durchaus beeindruckend, wie sehr die Österreicher im Spielaufbau patzten. Vielleicht waren die Burschen durch das Faktum, in einem Länderspiel endlich einmal Favorit zu sein, verstört. Die 22.500 zunächst durchaus freundlich gestimmten Zuschauer nahmen den Pausenpfiff zum Anlass, laut zu pfeifen, das sind sie von manchen Red-Bull-Partien gewöhnt.

Constantini wechselte nicht aus, eine durchaus interessante, aber schwer nachvollziehbare Maßnahme. Der Druck wurde in der zweiten Halbzeit trotzdem erhöht, das Niveau blieb niedrig. In der 66. Minute wurde gehandelt, Harnik und Jakob Jantscher raus, Erwin Hoffer und David Alaba rein. Eine Minute später wehrte Jürgen Macho einen Schuss des Kasachen Schumaskalijew (ja, sie waren sogar vor des Gegners Tor) famos ab. Und die Zeit, die bekanntlich Beine hat, rannte davon. Stefan Maierhofer ersetzte den schwachen Kapitän Janko (78.).

Ausgerechet Linz rettete die Nation in der 91. Minute vor der Blamage, er machte im Stil eines Klassestürmers das 1:0. Hoffer erhöhte gar auf 2:0 - Jubel. Constantinti hat alles richtig gemacht. Oder er ist auch nur ein Glückskind aus Tirol. Jedenfalls war er sehr erleichtert: "Wenn du die Tore nicht gleich machst, wirst du eben verunsichert. Es ist auch ein Riesenglück, in den letzten zwei Minuten zwei Tore zu machen."

Österreich ist nach 25 Partien endlich ohne Gegentor geblieben. Goalie Macho kann später einmal seinen Enkerln davon erzählen. Die EM-Quali wird am 8. Oktober in Wien gegen Aserbaidschan fortgesetzt. Die Fortsetzung der Fortsetzung folgt am 12. Oktober in Brüssel gegen Belgien. (DER STANDARD Printausgabe 8. September 2010)

Gruppe A:

Österreich - Kasachstan 2:0 (0:0). Salzburg, EM-Stadion Wals-Siezenheim, 22.500, SR Marijo Strahonja (CRO)

Tore: 1:0 (91.) Linz, 2:0 (92.) Hoffer

Österreich: Macho - Dag, Prödl, Pogatetz, Fuchs - Harnik (66. Hoffer), Kavlak, Schiemer, Jantscher (66. Alaba) - Linz - Janko (78. Maierhofer)

Kasachstan: Sidelnikow - Kislitcyn (76. Roschkow), Abdulin, Popow, Kirow - Karpowitsch, Geterijew - Nurgalijew (59. Asowskij), Schumaskalijew, Awertschenko - Malzew (46. Chischnitschenko)

Gelbe Karten: Jantscher bzw. Nurgalijew, Kislitcyn, Roschkow

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Posting 1 bis 25 von 1471
gustav pfeiffer
08.09.2010 22:02

das gesamte system gehört aus dem stadion gepfiffen. das publikum war ähnlich schwach wie das spiel!

iceice baby
09.09.2010 19:10

Hätte mich interessiert, wie es in St. Hanappi zugegangen wäre, bei so einem amateurhaften Antikick.
Die Südkurve hätte das Spielfeld gestürmt!

hilde peymann
08.09.2010 19:02

constantini kann einem schon leid tun. er ist definitiv nicht in der lage ein team, eine linie, eine taktik, eine philosophie zu entwerfen. nicht dass er es nicht will, er kann es einfach nicht. deswegen auch die vielen rochaden, die von seiner inkompetenz ablenken. er hat nun genug geld (500 000 euro) verdient, die verantwortung müsste jetzt aber der öfb übernehmen.

ente52
 
08.09.2010 17:35
bitte

nimmer salzburg! Wenn man was von Rapid lernen kann... die Mannschaft wird net auspfiffen...

happy end
09.09.2010 19:55
herrlich!

rapid und länderspiele. ich sag ivanschitz...

bern100
08.09.2010 22:43

in letzter Rapid Spiele verpasst?

barry mccoist
08.09.2010 18:30

richtig - mit auspfeifen alleine gibt sich ein teil des rapid anhangs nicht zufrieden.

Ramean Pyra
08.09.2010 17:15

Wer hätte gedacht, dass man Maierhofer brauchen kann für dieses Match? Laut einer Studie mit über 2000 Befragten hielten 90% Maierhofer für unbrauchbar im Nationalteam.
Konnte ja auch keiner damit rechnen, dass wir uns zum tausendsten Mal am Rande des Abgrunds wiederfinden würden in der Neunzigsten.
Maierhofer hat gestern was gebracht. Beim langen Ball aus dem später das 1:0 werden sollte war er hauptbeteiligt ohne den Ball zu berühren. Hat genau das gemacht was er kann um uns zum Sieg zu helfen. Nicht viel fussballspielen dafür seinen Körper dorthin stellen wo es für die Verteidigung am Unangenehmsten ist.
War ned amal so verruckt den einzuberufen oder?

Emanuel72
08.09.2010 14:14
"Nur" ein Vorschlag:

Die Doppellösung wäre optimal: Peter Pacult als Rapid-Trainer UND als ÖFB-Teamchef!

Damit im österreichischen Fußball endlich etwas weitergeht!

Club-der-dichten-Toten
08.09.2010 19:14

Sie sind wohl ein Austrianer oder Salzburger, dem der Arsch auf Grundeis geht...

Nix nix, Pacult bleibt bei Rapid.

Vor allem, weil er für den Erfolg einen engen Kontakt zur Mannschaft braucht. Nicht jeder gute Vereinstrainer ist auch ein guter Nationalteamtrainer.

Gludovatz kann beides, das hat er unter Beweis gestellt.

Thomas Jandl
08.09.2010 16:23

Absolut nicht. Ich denke der pacult ist genau so ein Typ wie Constantini: Er braucht staendigen Kontakt mit Spielern. Ich denke nicht dass er ein guter Teamchef waere.

barry mccoist
08.09.2010 15:39

herr pacult hat andere aufgaben. 6 europaleague spiele - da brauchts keine doppelbelastung

Sir Carl Mobber
08.09.2010 16:32
Ja, er hat andere Aufgaben:

Deutsch lernen ...
Hin und wieder ein Fremdwörter-Lexikon konsultieren, damit er sich nicht bis auf die Knochen blamiert ...

Silent Hunter
08.09.2010 18:05

sie sind ja so toll!

ente52
 
08.09.2010 17:28
wenn...

...dann nur bis auf Ihre Knochen... Vicente del Bosque kann sicher auch net gut deutsch und is mit den Spaniern Weltmeister worden... immer diese d***erten Meldungen über Äußerliches statt über Inhaltliches

bazzinga
08.09.2010 17:34

aber wahrscheinlich kann er gut spanisch... nicht alles was hinkt is ein vergleich

ente52
 
08.09.2010 17:38
was is also wichtig?

... dass man was von Fußball versteht... die Sprache is egal... so viel zum hinkenden Vergleich...

bazzinga
08.09.2010 17:59

1. ich glaub sie ham noch immer nicht gecheckt das des ein witz war.

2. logisch betrachtet hinkt der vergleich trotzdem:
Witz: ein österreicher kann nicht gscheid deutsch - ihr argument: ein spanier kann auch nicht gscheid deutsch ... check?

3. Sprache ist eine vorraussetzung um jemanden etwas vermitteln zu können. Wäre also auch für fussballtrainer nicht schlecht wenn man sich verständigen kann.

noch fragen?

NoUse4AName
08.09.2010 14:39
Lächerlich

Rot von einem Grünen

ente52
 
08.09.2010 21:23
hatte

nie eine frage

NoUse4AName
09.09.2010 08:20
Schön

ich hab auch keine Antwort für Sie...

Babylon Circus
 
08.09.2010 14:19

Genau, dann könnt er seine Hinternwackler gleich selbst nicht einberufen und für Rapid schonen, wär auch gut für seinen Blutdruck.

Emanuel72
08.09.2010 14:08
+++ RAPID ALS VORBILD FÜR DEN ÖSTERREICHISCHEN FUSSBALL +++

Die Nicht-Rapidler im Nationalteam sollen sich an Rapid und Peter Pacult ein Beispiel nehmen.

Die Europacup-Schlachten gegen Aston Villa: Dort wird nicht aufgegeben, dort wird um jeden Ball gekämpft, dort hält die Mannschaft zusammen. Das ist der einzigartige Rapid-Geist.

Sonnleitner und Nuhiu ins Nationalteam! Nur eine starke Rapid war immer ein Garant für eine starke Nationalmannschaft. Von den Körner-Brüdern und Zeman bis zu Konsel und Kühbauer!

Über Hütteldorf lacht die Sonne, über Salzburg nur die Welt.

P.S.: Wenn der ÖFB in Spielen gegen Kasachstan Angst vor einer geringen Zuschauerzahl hat und das Happel-Stadion meidet, so soll er doch in Zukunft ins St. Hanappi - das schönste Stadion Österreichs! - ausweichen.

Unterton
08.09.2010 16:27

Du solltest aufhören das Zeug zu nehmen, das tut dir nicht gut!

Thomas Jandl
08.09.2010 16:25

Gaehn!

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