TW1 nimmt die Wiedergeburt als gebührenfinanzierter Kultur- und Infokanal längst vorweg
Wien - Die ORF-Tochter TW1 nimmt die Wiedergeburt als gebührenfinanzierter Kultur- und Infokanal im Frühjahr 2011 längst vorweg. Nächste Etappen: Ab 15. September alle 14 Tage um 19.15 Uhr erlesen, ein Buchmagazin mit Heinz Sichrovsky (News), ab Folge 2 im "Blade Runner"-Ambiente der Fernwärme Wien. Und am Sonntag eine erste Folge "Kultur im Gespräch": Barbara Rett soll 2011 30-mal mit Festivalchefs und -stars auf der Bühne sprechen.
Festivals, Kulturevents sind laut ORF-Chef Alexander Wrabetz ein Schwerpunkt des Kanals. Das klingt, wie bei "Randsportarten" auf ORF Sport Plus, nach Hoffnung auf Produktionskostenzuschüsse oder Werbegeld von Veranstaltern und Sponsoren.
Eng ist das Produktionsbudget vom ORF: drei Millionen Euro pro Jahr; eine für Rechte; 2,266 für den Betrieb. Arte hat 311 Millionen.
Senderchef Peter Schöber muss viel wiederholen, etwa ORF-Magazine und -Kultur, aber im Hauptabend. Er plant einen wöchentlichen Doku-Termin, zeitgeschichtliche Schwerpunkte, Parlament, Europaparlament und "Europaforum" aus Berlin live, Kooperation mit Ö1-Veranstaltungen, Oper und Konzerte aus aller Welt.
ORF Sport Plus soll auf einen neuen Kanal wechseln, beide künftig 24 Stunden senden. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 8.9.2010)