Wirtschaftsbund startet Kampagne "Jetzt gegensteuern"
Wien - Onlinespiele liegen anscheinend voll im Trend. Auch der Wirtschaftsbund hat zugeschlagen: Als "schwarzer Ritter" kämpft man bei "Fangen Sie den roten Räuber" dagegen, dass dieser "Zugriff auf Eigentum und Betriebsmittel durch Eigentums- und Vermögenssteuern" erhält. "Das Spiel ist auch schon bei der Wirtschaftskammerwahl zum Einsatz gekommen", heißt es aus dem Wirtschaftsbund. Dort habe es sehr viel positives Feedback gegeben, weshalb es jetzt wieder online gestellt wurde. Die ÖVP und ihre Bünde machen mobil gegen die SPÖ-Vorschläge.
Das Spiel ist Teil der Onlinekampagne www.jetztgegensteuern.at. "In der aktuellen politischen Diskussion wird der Fokus immer wieder zulasten der Leistungsträger und der Reformwilligen auf neue Steuern gelenkt", wird in einer Aussendung der ÖVP-Vorfeldorganisation an seine Mitglieder beklagt. "Mit der Einführung neuer Steuern werden diese Probleme aber nicht gelöst, sondern nur aufgeschoben. Daher sind alle ausgabenseitigen Einsparungspotenziale des Staatshaushaltes voll auszuschöpfen."
Inhaltlich findet man auf der Plattform freilich nichts Neues, viele Formulierungen sind bewusst abstrakt gehalten. "Das Ziel ist die bestmögliche Ausbildung für alle", heißt es etwa im Menüpunkt Bildung. Bei der Verwaltung soll eine "Effizienzsteigerung" erfolgen, im Gesundheitswesen soll jeder Patient eine "bessere Information, Aufklärung und auch Entscheidungsfreiheit" erhalten.
Der Debatte um das Budget wolle der Wirtschaftsbund bewusst nicht vorgreifen. Es sei nicht die Aufgabe des Wirtschaftsbundes, Maßnahmen auszuarbeiten. (flog, DER STANDARD, Printausgabe, 8.9.2010)