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Lässt es sich in Zukunft auch ohne Wirtschaftswachstum gut leben? Die beiden Ökonominnen Irmi Seidl und Angelika Zahrnt nahmen sich in ihrem neuen Buch Postwachstumsgesellschaft. Konzepte für die Zukunft dieser Frage an und liefern einige fundierte Antworten.
Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es für eine Gesellschaft, die nicht auf Wirtschaftswachstum angewiesen ist, in der es sich aber dennoch gut leben lässt? "Wir zeigen die systemischen Zwänge auf, die uns am Wachstumspfad festhalten lassen, und stellen alternative Entwicklungsmöglichkeiten vor", sagt Seidl, die an der Eidg. Forschungsanstalt WSL die Forschungseinheit Wirtschafts- und Sozialwissenschaften leitet. "Wir wollen Impulse für Erforschung, Entwicklung und Praxis wachstumsunabhängiger Strukturen geben." Ein Wirtschafts- und Gesellschaftssystem, das sich ernsthaft auf eine nachhaltige Entwicklung ausrichtet, kann gemäss Irmi Seidl und Angelika Zahrnt nicht auf stetem Wachstum fussen.
Umbau der Konsumgesellschaft
Das Buch zeigt zahlreiche Ansatzpunkte auf, wie sich der Weg in eine Postwachstumsgesellschaft ebnen liesse. So sollte das heute ständig wachsende Gesundheitssystem viel mehr auf Kosteneffizienz und solidarische Eigenverantwortung ausgerichtet werden. In der Steuerpolitik können Wachstumsimpulse zurückgenommen und der Umwelt- und Ressourcenverbrauch besteuert werden. Weiter schlagen die Herausgeberinnen und ihr Autorenteam Massnahmen für eine gerechtere Einkommens- und Vermögensverteilung und für einen Umbau der Konsumgesellschaft vor.
Das Buch nimmt die vielfach von Fachleuten geäusserte Kritik am ständigen Wirtschaftswachstum auf, geht jedoch weiter und stellt Lösungsansätze zur Diskussion. Es legt dar, in welchen gesellschaftlichen Bereichen Veränderungen hin zu einer Postwachstumsgesellschaft nötig sind: Alterssicherung, Gesundheitswesen, Bildung, Arbeitsmarkt, Konsum, Verteilungsgerechtigkeit, Steuersystem, Ressourceneffizienz, Finanzmärkte und Bankenwesen, Staatsfinanzen sowie Demokratie und Partizipation. (red)
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im Gesundheitswesen - was genau wird hier darunter verstanden?
Wer nicht nach den - evtl. etwas individuell auf den Genotyp angepaßten - Richtlinien gelebt hat (nicht rauchen, eh klar, schwimmen oder radfahren, ja, mindestens 3 x 40 min/Woche, aber nicht skilaufen...), der hat sich nicht solidarisch verhalten und muß dann halt eigenvernatwortlich für die Kosten aufkommen?
Und ist es kosteneffizient, einen 75 jährigen noch die teure Dialyse zu ermöglichen?
Hm, also ich denk, es gibt da ganz andere Bereiche, wo am Ressourcenverbrauch gespart werden könnte, ohne die Gesellschaft dadurch zu entmenschlichen.
Dass von Wissenschaft kaum die Rede sein kann, zeigt sich bereits daran, dass "Wirtschaftswachstum" durch den Vergleich von Finanzdaten aufeinanderfolgender Epochen definiert ist, die Autorinnen ihn aber aber mit etwas wie den substanziellen Umfang der Produktion und des Ressourcenverbrauchs gleichzusetzen scheinen, ohne den Zusammenhang zwischen beidem näher zu untersuchen.
Und wenn man dem Kapital die Reproduktion auf erweiterter Basis abgewöhnen will, kann man eigentlich beinahe schon die Abschaffung des Kapitalismus überhaupt vorschlagen. Die Autorinnen scheinen nicht zu ahnen, auf welche Widerstände der Versuch einer politischen Umsätzung des Wirtschaftswachstums treffen müsste.
Eine Wirtschaft, die nur auf Wachstum basiert, kann einfach nicht auf Dauer funktionieren.
Irgendwann ist der Plafond erreicht.
Und doch ist der Mensch in seiner unendlichen Gier darauf erpicht, mehr und mehr zu lukrieren...
Wirtschaft ohne Wachstum waere notwendig?
Nur die Ressourcen auf dem Planeten sind begrenzt! Die waren es aber schom immer, wurden aber durch Produktivitaetszuwaechse durch technologischen Fortschritt stets wettgemacht. Ein Ende dieser Entwicklung ist nach wie vor nicht abzusehen!
Ausserhalb unserer Erde sind die zur Verfuegung stehenden Ressourcen fuer weiteres Wachstum offensichtlich unbegrenzt!
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Ein quantitatives Wirtschaftswachstum, wie es etwa das BIP bewertet, ist auf Dauer nicht möglich! Schon jetzt überschreiten wir (Menschheit) die Produktions- und Absorptionskapazität unseres Planeten.
Ein qualitatives Wirtschaftswachstum ist natürlich auch in Zukunft wünschenswert! Etwa: Das Ersetzen nicht erneuerbarer Energieträger durch erneuerbare Energieträger.
Dieses qualitative Wachstum wird aber derzeit nicht entsprechend bewertet.
Ein erster Schritt dazu könnte das Ersetzen des BIP durch einen geeigneteren Indikator sein. Etwa durch den GPI.
Siehe etwa:
http://de.wikipedia.org/wiki/Genu... _Indicator
Das Wachstum das durch das Verlassen unseres Planeten möglich wäre, ist derzeit bestenfalls ein äußerst theoretisches!
Weltraum zu erschliessen!
Langfristig ist das Verlassen des Planeten sogar unumgaenglich um unser Ueberleben zu sichern! Und dabei meine ich nicht deshalb weil wir den Planeten dann zur Wueste gemacht haben werden.....
Eine derartige Wirtschaftsform wie oben beschrieben ist zwar denkmoeglich, laesst sich aber so niemals in die Praxis umsetzen!
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Das Überleben der Menscheit davon "abhängig" zu machen, dass wir es vielleicht eines Tages schaffen, Ressourcen von anderen Planeten zu beschaffen, entbehrt jedem Realitätssinn! Die Energie die Ressourcen, die dafür nötig wären um den Großteil der Menschen damit zu versorgen, auch wenn wir eines Tages technisch in der Lage wären, übersteigen klar den Nutzen.
Außerdem müssten wir bis dahin ohnehin die wesentlichen Fragen (z.B. Wirtschaftswachstum) bereits gelöst haben.
Wir WERDEN eine Form des (Zusammen-)Lebens finden müsssen, die ohne quantitatives Wachstum auskommt. Anders dürfte die Menschheit keine Chance haben, das Raumfahrtzeitalter, von dem Sie schreiben, zu erleben!
Sie sehen wohl in die Zukunft durch ihre Kristallkugel.
Anscheinend sind sie ein Meister in futuristischer Raumfahrt Kosten-Nutzen Analyse.
Wir WERDEN eine Form des Zusammenlebens finden, egal ob sie nun links rechts, oben oder unten ist, wir WERDEN immer etwas finden.
Jedoch ob wir das Raumfahrtzeitalter erleben oder nicht, liegt nicht im Ermessen ihres unseligen Pessimismus.
Den Ausgang der Wette werden wir beide nicht miterleben.
Zukunftspessimismus heisst ja nicht, dass man zu keiner Handlung mehr fähig ist, außer man hat einen absolutistischen Glauben in diese Richtung.
Aber eigentlich egal, ihr Posting ist eh "uralt".
Wünsche noch einen schönen düsteren Tag.
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Also wird´s doch nicht so bald etwas mit dem Raumfahrtzeitalter?!
Die wesentlichen Probleme der Menschheit müssen aber bereits in den nächsten Jahrzehnten gelöst werden.
Das war meine Aussage. Und insoferne haben Sie die ja nun bestätigt.
Dann erklären sie mal, warum die weltweite Goldförderung seit 10 Jahren schrumpft, obwohl sich die Goldpreise seitdem verdoppelt haben. Oder warum die Weltölförderung heuer kaum höher ist als im Jahr 2004, obwohl sich die Preise vervierfacht haben. Sauberes Wasser, seit Jahrtausenden umsonst zu haben, wird in vielen Weltgegenden immer knapper und muß teuer bezahlt werden. Sie leben wohl auf einem anderen Planeten. Die Preise für Ressourcen sind in den letzten 10 Jahren weit überproportinal gestiegen im Vergleich zu Wirtschaftswachstum und Produktivitätsfortschritt. Ein Trend, der weiter anhalten und unkontrollierte Wirtschaftskrisen auslösen wird. Der hohe Ölpreis 2008 war ja schon teilweise Auslöser der aktuellen Wirtschaftskrise.
Man koennte ja auch von 'fairen' Preisen sprechen denn wo steht das Rohstoffe praktisch umsonst zur Verfuegung stehen sollen?
Wenn die Preise weiter steigen wird das wiederum ein Anstoss sein neue Vorkommnisse oder alternative Stoffe zu finden. Dieses Phaenomen befeuert ja gerade den Fortschritt!
Wasserknappheit, und da spreche ich als Fachmann zu ihnen, ist ebenso alt wie die Geschichte der Menschheit! Es war niemals unbegrenzt in der erforderlichen Menge oder Qualitaet so vorhanden, wie sie hier darstellen!
Der Hohe Oelpreis von 2008 hat auch den Hoehenflug von Erneuerbaren Energien (mit)verursacht, und es ist nur der Preis der die Menschen zum Umdenken zwingt.
Mein Motto lautet daher, was nix kost ist nix wert!
Ich sehe, sie haben sich über Ressourcenknappheit nicht informiert. Warum kommen auch nach Jahren hoher Preissteigerungen nicht mehr Ressourcen auf den Markt? Richtig ist, die Entwicklung neuer Minen dauert sehr lange. Richtig ist aber auch, dass jede neue Mine kostenmäßig schlechter liegt als der der Durchschnitt der schon laufenden (sonst wäre sie schon früher eröffnet worden). Hier als Nachhilfe:
http://europe.theoildrum.com/node/5239
Ich hab keines damit!
Ressourcen werden ja auch verbraucht ohne irgendein 'Wirtschaftwachstum', eine voellig geschlossene Kreislaufwirtschaft ist ja ebenfalls prinzipiell ausgeschlossen.
Das die Rentabilitaet neuer Minen schlechter wird mag sein, aber wenn der Preis stimmt dann sind auch sie profitabel!
Grundkurs in Ökonomie.Die Menschen müssen einen gewissen Betrag für ihre Grundbedürnisse Essen, Bekleidung, Wohnen, Heizenergie aufwenden. Für die meisten in den entwickelten Ländern bleibt vom Einkommen noch ein großer Überschuß, der für andere Dinge ausgegeben werden kann. Sollten nun aber die Kosten für die Grundbedürfnisse real steigen, was wegen der Energieproblematik absehbar ist, wird der Überschuß des Einkommens kleiner. Höhere Preise bedeuten ja nicht immer,dass deshalb im gleichen Maß die Einkommen steigen.
Die Aussage des Postingtitels ist unabwendbar. Genau im Bereich der Ressourcenförderung spielt technischer Fortschitt eine geringe Rolle. Z.B. arbeiten in der Goldförderung Südafrikas Tausende unter Tag in mehr als 3000m Tiefe
Ein Löwe, dessen Gattungsname fälschlicherweise für den gierigen "Raubtierkapitalismus" herhalten muß,faulenzt in einem Tag 18-20 Stunden. Nicht weil er faul ist,sondern weil nur so die Umwelt für ihn und seine Nachkommen geschützt und erhalten wird. Und weil er Energie sparen muß. Würde er dauernd jagen, würde seine Umwelt bald zusammenbrechen, der Energieverbrauch wäre viel zu hoch. Der deanturierte westliche Mensch hat leider dieses Wissen um die Genügsamkeit in den letzten Jahrhunderten verloren oder mißachtet. Es wird ein schwerer Weg werden, sich das Wissen um die Genügsamkeit wieder anzueignen und dafür zu sorgen, dass sich die gesamte Gesellschaft danach richtet,nicht nur eine "arme" Mehrheit.
http://www.theoildrum.com/node/6386
Betrachten wir Ihr Posting doch einmal selbstreferentiell: Sie fordern Genügsamkeit - und benutzen, um diese Botschaft zu verbreiten, ein Gerät, das sein Bestehen allem außer Genügsamkeit verdankt. Sie benötigen dazu Strom, der eine Energiewirtschaft, Leitungsnetz, Dienstleistungen etc. voraussetzt; ein Providersystem für Ihren Internetanschluß, weltweite Wirtschafts- und Forschungszusammenhänge, damit so ein Gerät überhaupt entstehen kann; eine Unzahl von fleißigen Händen, die Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Gerät, Energie, Internet ermöglichen.
I.a.W.: Ihr Posting ist ein herrliches Paradebeispiel von Scheinheiligkeit! Sie fordern von anderen - und können das nur tun, indem Sie sich selbst NICHT an Ihre eigene Forderung halten!
Ach immer die Menschen, die nicht differenzieren können und dann gleich mit der Moralkeule kommen. Zwischen dem Leben als Einsiedler im Wald und den Villen mit Wellnessaustattung und dicken Autos in den Garagen ist viel Platz für eine genügsamere Lebensführung. In der Schweiz gibt es zum Beispiel eine Initiative 2000Watt, die versucht, den durchschnittlichen Primärenergiebedarf jedes Schweizers von mehr als 6000 Watt auf unter 2000 Watt zu senken. Wäre ein guter Anfang in Richtung Genügsamkeit. Internet ist da noch allemal drinnen.
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