Lehrreich

Finnlands Schulen setzen auf Linux

07. September 2010 14:26

Linux Terminal Server Project versorgt Schul-PCs mit virtuellen Desktops

In Finnland setzen die Behörden breitflächig auf Open-Source-Software. Insbesondere in Schulen kommt vermehrt das Betriebssystem Linux anstelle von Windows zum Einsatz. Aus ökonomischen Gründen wird dabei auf das Linux Terminal Server Project gesetzt, wobei ein zentraler Server die Rechner der Schulen mit virtuellen Arbeitsplätzen beliefert. 

Wo ist der Pinguin?

Mittlerweile gibt es sogar auch eine Google-Maps-Seite, die den Einsatz von freier Software an finnischen Schulen visualisiert. Klickt man auf die Karte, erscheinen in den Umrissen von Finnland grafische Zeiger auf die Schulen, die Open-Source-Software und Linux einsetzen - schreibt das Linux Magazin. (red)

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Posting 1 bis 25 von 28
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TRex30M
08.09.2010 10:33

Ich finde es immer vorbildlich wenn Schulen und Behörden auf Linux migrieren.
Andererseits nützt es den Kindern nur bedingt.
In den Firmen, herrscht immer noch Microsoft, mit eiserner Faust und solange hier nicht von Linux Marktanteile am Desktop erobert werden, wird sich daran auch leider nichts ändern.
Zirka 1% Marktanteil am Desktop ist jedenfalls zu wenig.

werwolfi
13.09.2010 01:29

du verwechselst ausbildung mit bildung - wenn ein kind mit Linux die grundlagen von der arbeit mit computern vermittelt bekommt (und dabei lernt, dass es die freiheit der wahlmöglichkeit gibt!), wird es sich später mit Win bei bedarf auch nicht schwer tun.

das ist 100x besser als jeder ECDL, den du nach dem nächsten Win-oder MS-Office-update kübeln kannst, weil die menüs dann leider anders ausschauen...

hans hansson
04.10.2010 19:43
made my day :)

xv22
10.09.2010 12:22
Umgekehrt

Solange nur MS unterrichtet wird, verwenden die Schüler + damit später die groß gewordenen Schüler nur MS und es wird sich nix ändern.

Bildung hat auch Steuerungsfunktion.

fizcaraldo
08.09.2010 23:28

Das sehe ich anders. Windows bedienen können die Schüler ohnehin, dann bringt man ihnen in der Schule doch besser was bei was sie noch nicht wisssen.

Was muss man denn schon wissen wenn man an einem Windows PC arbeitet? Wie man ihn ein- und ausschaltet, wo am Desktop sich die Symbole für die Programme befinden mit denen man arbeitet und wie man Solitaire startet. Dazu braucht man aber keinen Informatikunterricht.

Matthias1
14.09.2010 23:23

muss man bei einem PC mit Linux mehr wissen als "ein-ausschalten, Symbole für Programme kennen, ...."? Falls ja, dann ist Linux somit ungeeignet für einen 0815-User

werwolfi
04.10.2010 21:06

nein, nein...leider.
du hast es offensichtlich nicht verstanden...

Jerry Garcia
 
14.09.2010 19:55
Oh, man muss wissen, wie ein virenschutzprogramm funktioniert,

was ein Rootkit ist, dass man seine Dateien gelegentlich defragmentieren muss, welche Programme man zum Säubern der Registry braucht...
Keine Zeit mehr, um wie bei Linux das System kennenzulernen.
Ach ja, und man muss das Geld für die vielen Programme verdienen. Für Schüler vielleicht nicht so leicht.

Bastian Balthasar Bux
08.09.2010 13:23

wieso nützt das den kindern nur bedingt?

nur weil die verbreitung von windows irgendwo zwischen 90 und 95% liegt heisst das ja noch lange nicht, dass das auf linux erworbene wissen in einer 'windows-firma' obsolet ist.
und mal im ernst: für einen reinen andwender ist das betriebsystem ohnehin schnurz!

TRex30M
08.09.2010 16:35

@Bastian Balthasar Bux

für einen reinen Anwender ist das OS schnur, das stimmt.
Das Wissen, das die Kinder über Linux erwerben, reicht sicher für den Schulbereich und auch für den privaten Bereich.
Aber in einer Windows Firma, wo vielleicht Linux Server stehen, reicht das Wissen nicht.
Ansonsten ist es obsolet, ausser die Firma nutzt zufällig auch Linux Clients für die Anwender.

Bastian Balthasar Bux
08.09.2010 16:42
ge. so a bledsinn. 95% der anwender hat mit dem betriebssystem überhaupt nix zu tun.

ob die farbe von der taskleiste grau, schwarz oder blau ist, so viel abstraktionsvermögen erwarte ich von angestellten ohnehin, dass die das nicht irritiert.

und anwendungssoftware ist eh alles mehr oder weniger gleich.
oder wollen sie ernsthaft behaupten, dass ms-office von openoffice so unterschiedlich ist, dass das ein kind das mit linux pc-kenntnisse erworben hat das nicht auf die reihe kriegt?
und den grossen anwendungsunterschied zwischen evolution und outlook gibt es auch nicht.
sieht alles sehr ähnlich aus. macht auch ähnliches, daher ist das sinnvoll.
unter der haube ist's was anderes, aber das hat anwender eh nicht zu interessieren.
und branchensoftware muss sowieso separat erlernt werden, da hat jede firma ohnehin was anderes.

DerRoland
14.09.2010 19:05
Du hast ganz offensichtlich beruflich nicht mit normalen Usern zu tun...

Wenn da auch nur ein Icon plötzlich anders aussieht... uiuiui.

Bastian Balthasar Bux
14.09.2010 19:18
doch, ich hab schon mit "normalen" usern zu tun. und sehr lange dachte ich auch, dass das für die meisten anwender einen unterschied macht.

aber nachdem bei manchen usern der leidensdruck mit windows gross wurde, hab ich ihnen ein linux gezeigt, das fix fertig konfiguriert war.
Mit einigen coolen features (z.b. pdf öffnen unter linux, im vergleich zu pdf öffnen unter win xp mit acrobat reader) konnte ich dann teilweise leute überzeugen, dass es für ihren anwendungsfall (internet, email, fotos, bisserl musik hören und video anschauen, eventuell noch textverarbeitung und präsentation) eh genau keinen unterschied macht. und siehe da, die leute sind zufrieden und haben auch nicht mehr oder blödere fragen als zuvor unter windows.
aber es gibt natürlich auch user, denen muss ich den lnk zum FF mit einem blauen e icon versehen, und 'internet starten' dazuschreiben, sonst geht gar nix.

Bastian Balthasar Bux
14.09.2010 19:22

fazit: die leute die von mir vorher ein fix-fertiges windows bekamen, mit aller anwendungssoftware installiert etc., die haben mit linux unter den gleichen voraussetzungen (eben genauso alles fix-fertig eingerichtet) genau gleich viel/wenig probleme.
Nur ich hab weniger Probleme, es fällt z.b. userseitig das probeweise installieren aller inhalte jeder e-media heft cd flach. ;)

TRex30M
09.09.2010 20:20

@Bastian Balthasar Bux

Kein Blödsinn.
Die Taskleistenfarbe mag egal sein.
Anwendugnssoftware ist vielleicht auf den ersten Blick gleich.
Aber Outlook und Evolution sind in der Bedienung und den Einstellungen sehr unterschiedlich.
Das hat den Anwender sehr wohl zu interessieren, denn damit muss er schliesslich arbeiten, also soll er auch eine Wahl haben.
Und Produktiv arbeiten kann man nur, wenn man sich mit der App auskennt.
Branchensoftware muss natürlich immer extra erlernt werden - z.B Lotus Notes von IBM.

mukl
11.09.2010 12:23

bitte ein praktisches beispiel (arbeitsablauf), wo für einen durchschnittlichen büroanwender ein großer unterschied wäre, ob windows oder linux im hintergrund läuft.

BackfromHell
10.09.2010 13:27
Branchensoftware

Wie der Name schon sagt an einzelne Branchen gerichtet, wie zB gewisse Module bei SAP.

Lotus Notes ist Standardsoftware wie MS/Open Office

Bastian Balthasar Bux
09.09.2010 20:45

1. hat ja eh jeder die wahl.
2. wenn in besagten firmen die leute sich ihr outlook selber einrichten müssen dann gute nacht.
3. in der anwendung sehr ähnlich. ein digital native der auf linux in der schule gearbeitet kriegt das auf die reihe, mit sicherheit. die umstellungsphase ist da extrem kurz.
4. sie bezeichnen lotus notes als branchensoftware?
was wären dann advokat, jurxpert oder amadeus, galileo für software?
die paar notes anwender die ich kenne setzen das als outlook alternative ein. dabei könnte ja notes viel mehr. aber so ist das: da wird mit spatzen auf kanonen geschossen, wenn der einkauf von sw keine ahnung hat.

Mathias
 
08.09.2010 08:51
Finnlands Schulen setzen auf Linux

Behörden aller Länder, setzt ein Zeichen und folgt diesem Beispiel! Das bringt vor allem für die heimischen Hersteller einen großen Vorteil!

PS: würden mehr Hersteller auf OpenGL setzen, dann gäbe es auch die DirectX-Problematik nicht ;-)

Panic!
07.09.2010 22:19
Ein Beispiel für alle Länder.

dB. alpha3
07.09.2010 15:34
ja endlich.

ich find das super, umsomehr das in der schule haben und sich damit auskennen werden es auch zu hause haben..
so müssen Software entwickler wie National Instruments über kurz oder lang software für linux kernels bereitstellen..

das nenn ich einen fortschritt... sollte man sich bei uns auch überlegen, ich mein budgetmäßig würde es einiges sparen.

»Pythagoras«
18.09.2010 02:16

immerhin hatte (hat?) labview zumindest eine native linux-portierung. leider nicht unter studentenlizenz afaik.

OyOy
07.09.2010 15:17
find ich super

und als edvtrainer für kinder versuche ich sowas schon lange durchzubringen nur wollen alle eltern das ihre kinder auf windows lernen ... aber wenns mehr kindergerechte software für linux geben würde hätte man ein argument mehr ...

flexible
07.09.2010 15:10

genial... gibts so eine karte "weltweit" ? mich würde auch die verteilung in russland oder brasilien interessieren .. die sollten ja schon weiter sein oder?

angehender Medientechniker
 
07.09.2010 18:25

Direkt ist mir sowas nicht bekannt. Was es aber gibt sind Statistiken über die Verbreitung von z.B. Betriebssystemen.

Hier mein Lieblingstool:
http://gs.statcounter.com/#os-AT-mo... 908-201008

Unter der Grafik lässt sich einstellen zu welchem Thema eine Statistik angezeigt werden soll(etwa Browser oder Suchmaschinen) und direkt daneben auf welche Region und welchen Zeitrahmen sich die Statistik bezieht.

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