NACHLESE - Studie 2010

Investitionen in höhere Bildung bringen dem Staat "erheblichen finanziellen Vorteil"

7. September 2010, 11:05
  • Die Studie "Education at a glance 2010" der OECD (auf Englisch).

  • Artikelbild
  • Artikelbild
    vergrößern 874x540
    quelle: oecd

    Bildungsausgaben Österreichs im OECD-Vergleich. Quelle: OECD.

  • Artikelbild
    vergrößern 468x319
    quelle: oecd

    Abschlüsse an Hochschulen und Fachhochschulen im OECD-Vergleich. Quelle: OECD.

OECD rät zu Investitionen - "Selbst wenn dadurch ein Defizit im Staatshaushalt entsteht" - Mehreinnahmen doppelt so hoch wie Steuern

Wien - Höhere Bildung zahlt sich aus - nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für den Staat. Das geht aus der OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2010" (Education at a Glance) hervor. Durch höhere Steuer- und Sozialabgaben von Akademikern bleibt dem österreichischen Staat selbst nach Abzug der für ein Studium aufgewendeten öffentlichen Mittel bei Männern ein Nutzen in Höhe von 117.000 US-Dollar (kaufkraftbereinigt, rund 92.000 Euro) - mehr als doppelt so viel, wie der Staat pro Student aufwendet. Die OECD rät deshalb zu Investitionen in die Hochschulen - "selbst wenn dadurch ein Defizit im Staatshaushalt entsteht".

"Erheblicher finanzieller Vorteil"

Laut OECD bringen Investitionen in höhere Bildung einen "erheblichen finanziellen Vorteil". Im Sekundarbereich II (höhere Schulen und Lehre) liegen die Gesamtkosten (direkte Kosten und entgangene Einkommenssteuer) für die öffentliche Hand in Österreich bei rund 48.000 Dollar pro Schüler, der Gesamtnutzen (z.B. durch höhere Einkommenssteuer) für die öffentliche Hand bringt dagegen bei Männern 130.000 Dollar (Frauen: 84.000 Dollar). Zieht man vom Gesamtnutzen noch die staatlichen Kosten für das Studium ab, bleibt unter dem Strich ein Nettonutzen für das Land von 81.000 Dollar (Männer). Bei Frauen liegt der Gesamtnutzen deutlich niedriger, dadurch beträgt auch der Nettonutzen nur 36.000 Dollar. Im OECD-Schnitt liegt der Nettonutzen einer Sekundarausbildung bei 36.000 Dollar (Männer) bzw. 29.000 Dollar (Frauen).

Noch klarer ist das Bild bei den Hochschulen: Hier stehen staatlichen Gesamtkosten von 56.000 Dollar pro Student ein Gesamtnutzen von 173.000 Dollar (Männer) bzw. 122.000 Dollar (Frauen) gegenüber, der Staat verdient damit an jedem männlichen Hochschulabsolventen 117.000 Dollar, an jeder Akademikerin 67.000 Dollar. Im OECD-Schnitt beträgt der Nettonutzen 86.000 Dollar (Männer) bzw. 52.000 Dollar (Frauen).

Motivation zur Ausweitung

Für die OECD könnte dieser hohe staatliche Nutzen "die Regierungen stark zur Ausweitung des Tertiärbereichs motivieren". Staatliche Investitionen in das Bildungssystem, insbesondere in den Tertiärbereich, seien "selbst dann wirtschaftlich sinnvoll, wenn dadurch ein Defizit im Staatshaushalt entsteht. Die Ausgabe von Staatsanleihen zur Finanzierung dieser Investition wird sehr gute Erträge bringen und so langfristig die Staatsfinanzen stärken", heißt es in der Studie. Aufgrund des hohen privaten Investitionsaufwands für eine Hochschulbildung sei es "sehr wichtig, Studiendarlehen leicht zugänglich zu gestalten, um sicherzustellen, dass diese Investition nicht an mangelnden Mitteln scheitert".

Auch wenn es ums eigene Bankkonto geht, zahlt sich Bildung aus: So liegen laut OECD die Einkommen von Uni- und Fachhochschul-Absolventen in Österreich bei den 25- bis 64-Jährigen um rund 80 Prozent (Männer) bzw. 70 Prozent (Frauen) über jenen der Absolventen des Sekundarbereichs II. Im OECD-Schnitt beträgt der Unterschied 70 Prozent (Männer) bzw. 65 Prozent (Frauen). Konkret bedeutet das, dass ein männlicher Akademiker in Österreich im Laufe seines Erwerbslebens 381.000 Dollar (Frauen: 264.000) mehr verdient als ein Maturant oder Lehrabsolvent. Selbst nach Abzug aller Kosten bleibt ein Netto-Nutzen beim Gehalt von 158.000 Dollar (Frauen: 85.000).

Bildungsstand wirkt sich entscheidend auf Beschäftigung aus

Entscheidend wirkt sich der Bildungsstand auch auf die Beschäftigungschancen aus: Die Beschäftigungsquoten steigen in den OECD-Ländern von durchschnittlich 73,9 Prozent (Männer) bzw. 50,1 Prozent (Frauen) mit einem Abschluss im Sekundarbereich I (Hauptschule, AHS-Unterstufe) auf 89,8 Prozent (Männer) bzw. 79,9 Prozent (Frauen) mit einem Hochschulabschluss. Noch deutlicher ist der Unterschied in Österreich: Hier steigt die Beschäftigungsquote vom Sekundarbereich I von 66,7 Prozent (Männer) bzw. 50,2 Prozent (Frauen) auf 91,4 Prozent (Männer) bzw. 81,7 Prozent (Frauen) bei einem Hochschulabschluss.

Bildung hat laut OECD aber auch gesamtgesellschaftlich positive Auswirkungen: Je höher die Bildung ist, desto besser stufen die Menschen ihre Gesundheit ein, desto höher ist das Interesse an Politik und desto höher ist das zwischenmenschliche Vertrauen. Österreich liegt hier im OECD-Trend.

Trotz der von der OECD festgestellten großen Vorteile höherer Bildung für den Einzelnen und den Staat stagniert in Österreich in den vergangenen Jahren der Anteil der Personen mit höherer Bildung. Seit 1997 ist der Anteil von Personen, die einen Abschluss in der Sekundarstufe II (Matura und Lehre) besitzen, an den 25- bis 64-Jährigen mit 63 Prozent gleichgeblieben. Allerdings liegt dieser Wert deutlich über dem OECD-Schnitt von 44 Prozent.

Seit 2004 liegt auch der Anteil der Hochschulabsolventen unverändert bei 18 Prozent, 1997 betrug er elf Prozent. Österreich rangiert damit deutlich unter dem OECD-Schnitt von 28 Prozent. Zwischen 1998 und 2008 nahm die Bevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren mit Hochschulabschluss in Österreich um 3,3 Prozent zu - eine deutlich geringere Wachstumsrate als im OECD-Schnitt (4,6 Prozent). (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 86
1 2 3
smea_gol
01
13.9.2011, 15:31

ein Jahr danach, ein Jahr nach dieser Studie wird eine notwendige finanzspritze, die sich die unis erbetteln müssen von einer bornierten övp als "uni-milliarde" gepriesen...

die unis können dem töchterle nur folgendes sagen:
morituri te salutant.

AntiFa201
01
und wie viele millionen hat diese studie gekostet, für eine erkenntnis die die linken schon immer hatten.

phaidros
00
26.11.2010, 14:02
oh

auf der einen seite fuer staatlich finanzierte bildung zu sein und andererseits die taetigkeit der universitaer gebildeten nicht monetaer abgleichen zu wollen - kommt ihnen das nicht selber ein bisschen schizophren vor?

Herr Plumm
20
"erheblichen finanziellen Vorteil"

ja. und zwar, dass man bei genügend hochausgebildeten lohndumping betreiben kann...

Repariertwaseuchkaputtmacht.
00
26.11.2010, 16:13

Naja - dann brauchen Sie ja keine Angst haben, selbst wenn sie die Studentenzahlen verdoppeln, wird das bei vielen Studien nicht der Fall sein ; )

Eine Kreatur
02
ihre bildung dürfte unterdurchschnittlich sein ..

wenn sie nicht einmal begreifen, dass in einem kontinuierlichen wirtschaftlichen globalen wettbewerb nur die vorne bleiben können, die auch einen höheren bildungsgrad in der bevölkerung haben ..

höhere bildung, stabilere gesellschaft, hochwertigere unternehmen, usw. usw. ..

für die prölls, die övp und sie, ist das natürlich nicht nachvollziehbar, die sehen sich nur als "elite" (wobei sie aber alles andere als das sind) bedroht ..

system1
01
traurig wenn es solche vergleiche gibt

die nur aufzeigen, wieviel jedem weggenommen wird vom staat. nochmals: ich arbeite um selbst zu überleben. dass auch der staat etwas haben kann ist klar, darf aber niemals hauptgrund sein. ich frage nicht was ich für den staat tun kann sondern was der staat FÜR MICH tut???!!!! denn wenn er weiter staat spielen will (dazu gehören bekanntlich bürger!) muß er diesen in einer globalisierten welt auch etwas bieten. und zwar etwas handfestes! sonst wandern berechtigterweise die leute woanders hin. alles ein betrug dieses system. und: die eliten wollen garnicht, dass bildung aufkommt. sie wollen dummes stimmvieh, das tagein tagaus hackelt und zu müde zum nachdenken ist!

Eine Kreatur
00
richtig erkannt .. was die "westlichen industriestaaten" betreiben, ist de facto selbstmord auf raten ..

bildung a'la krone, dödel-news aus dem radio
wenn sie 88,6 hören verstehen sie, was ich meine .. so verdumpft geistig ein großteil der bevölkerung

aber china wird's schon richten, denn europa und usa pfeifen schon aus den löchern und werden dieses jahrhundert zu armenhäusern .. weil einfach das system kollabieren wird .. das falsche wurde privatisiert, unternehmen machen nur das was für sie gut ist, was für die gesellschaft gut wäre kann nicht durch- und umgesetzt werden - wegen unternehmen, pfründen, machtpositionen usw.

fantasie-, ziel- und planlosigkeit herrschen ja jetzt schon .. es gibt in den köpfen ja nur terrorpanik und wirtschaftskrise

unternehmen brauchen visionen und ziele .. die menschheit hat momentan überhaupt keine ..

Techniker
00
Nette Studie

Eine Kleinigkeit wurde hier allerdings vergessen:

Sind für diese mehr ausgebildeten Personen dann auch die entsprechenden Arbeitsplätze vorhanden?

Woher kommen denn diese?
Und wenn das Angebot an Akademikern steigt wer garantiert, dass diese nicht ins Ausland gehen bzw. die Gehälter für diese Berufsgruppenn sinkt - Angebot/Nachfrage wird verändert.

Wenn denn das so ist nun gut ein Argument, doch auch die andere Seite muss betrachtet werden.

Bezogen auf Akademiker im Wissenschaftsbereich kommt noch hinzu, dass diese Gehälter auch wiederum geschaffen und finanziert werden müssen...

Da bleibt einiges offen, wenn es darum geht dies in die Realität und Zukunft zu erheben.

Pareidolic
00
Die Arbeitsplätze kommen

wenn Österreichische Unternehmen durch die gute Verfügbarkeit von gut ausgebildeten Mitarbeitern fortschrittliche Produkte herstellen und exportieren können, und wenn internationale Unternehmen wissen dass es sich auszahlt, in Österreich eine Niederlassung aufzumachen, weil der Bildungsgrad hoch ist und gute Mitarbeiter verfügbar sind.

Eine Kreatur
00
denken sie auch mit?

glauben sie, die technologie verändert sich nicht? leben sie überhaupt in der gegenwart?

die welt hört sich nicht auf zu drehen, nur weil sie das nicht begreifen ..

aber hauptsache wir erfinden die dienstleistungsbranche neu, um etwas "weiterbebildete" hilfskräfte in irgendwelche erfundenen 08/15 jobs zu verfrachten ..

das bildungsniveau der bevölkerung halten sie wohl für nicht wichtig? lässt tief auf ihr menschen- und gesellschaftsbild blicken ..

Techniker
00

Interessant, dass Sie auf objektive Fragen, mit subjektivem personalisiertem Aktionismus antworten.

Ich stehe vielleicht mehr in der realen Welt als Sie, doch mich dessen anzumaßen wäre schlicht weg frech.

ich zweifle nicht an sich verändernder Technologie oder sich verändernden Anforderungen.
Doch die Wahrheit der letzten jahre sieht so aus:
Die Wirtschaft wird künstlich stagnatiert bzw. dies wird einem weiß gemacht, dass sie es tut.
Job, ja auch bei Akademikern (und nicht zu knapp) sind besetzt und werden dies weiter sein mit Druck auf die Personen dahinter.
Was gebraucht wird sind Facharbeitskräfte.

Bildungsniveau steigt nicht nur durch die Zahl der Dr. Mag. und DI sonder viel mehr durch die Bildung der Masse z.B. Schulabschluss..

Techniker
00

Zudem:
BHS-Abgänger bekommen aktuell schwer Jobs zu attraktiven Konditionen,
Geistes- und Naturwissenschafter stehen bereits jetzt oft vor dem Problem, dass keine Jobs für sie da sind.
Und gerade diese bilden wir zu Hauf aus ohne sie darüber in kenntnis zu setzen wie deren Jobchancen aussehen.
Veränderung wird kommen, keine Frage aber in welchen zeitraum und in welcher Form.
Die Marktüberschüttung mit Akademikern führt zu deren Dumping der Gehälter.
Zu glauben, dass wir nur mehr solche Leute in naher und mittlerer Zukunft brauchen werden ist vermessen.

Herbert Novak2
00
Bildung bewirkt nicht nur finanzielles

Bildung bewirkt nicht nur finanzielles, sondern hat erheblich Wirkung auf die Qualität der Bevölkerung. Nur die ÖVP braucht einfache, ausführende aber nicht denkende Personals. Dafür jede € ist für die ÖVP zu teuer. Aber die eigene Kinder schicken sie in die elite Schule. Es ist nur die Frage der Zeit, daß die ÖVP zu ÖWP umbenannt wird. (W steht für Wirtschaft)

1010001010001010010
00

dem staat schon nur nicht der övp. die braucht die idioten, die glauben, dass sie profitieren von ihr. den sogenannten mittelstand, die bauern, die glauben, dass die landwirtschaftsförderung den kleinen nutzt, etc. etc.

Asylwiener
11
externe validität...

leider sind diese daten nur bregrenzt auf AUT anwendbar weil:

1) wir bildungsfeindlich sind - und stolz darauf ("schatz im silbersee" sager, BK ohne bildung über matura and parteibuch)

2) bei uns (hohe) einkommen eher per nachnamen (pröll, rudas, ...) bzw parteibuch (Manager von alpha bis omega) vergeben werden als per ausbildungsgrad.

loundy
 
01
oje, die kennen österreich nicht...

"...Für die OECD könnte dieser hohe staatliche Nutzen "die Regierungen stark zur Ausweitung des Tertiärbereichs motivieren"..."

sehr witzig, dafür bräuchte man politiker die in der lage sind über die nächste woche hinauszudenken, vielleicht sogar in monaten, jahren oder generationen zu denken in der lage sind und nicht nur populistisch den letzten kronenzeitungsartikel aus verschiedenen blickwinkeln zitieren können.

also was solls, geld für privatschulen sparen, bis meine kinder auf die uni gehen ist jegliches bildungsbudget doch schon an beratungskosten für raiffeisen-consulter zu dem thema verschwunden oder vielleicht ruft man ja auch 2-3 mal den vranitzky an und blecht 1 million pro anruf für die info dass schule wichtig ist...

goldschmied van halen
01
die bedeutung von bildung kann man nicht überschätzen...

... nur wird hier besonders gern gespart, weil es kurzfristig keine konsequenzen nach sich zieht. anders als bspw. kürzungen von sozialhilfe u. dgl. die den sozialen frieden unmittelbar gefährden...

system1
00
und woran liegts?

an den bürgern selber! in diesem land gilt man ja schon als reich wenn man die mindestsicherung von 700 euro bekommt, wenn man sich die debatten so ansieht. ein witz ist das! sozialer friede, so ein nonsens. damit wurde schon so einiges wegargumentiert. bald ist es zeit auf die barikaden zu steigen. irgendwann ists genug mit der abkassiermentalität dieses staates.

Hardcoreboson
01
das ist eine sehr schoene allgemeingueltige aussage

der man eigentlich nur zustimmen kann. nur leider muss man solche aussagen konkretisieren damit sie hilfreich sind :)

goldschmied van halen
00
mea culpa...jedes land hat seine blüte dann, wenn es rohstoffe oder einen technologischen vorteil hat...

bsp GB: industrielle revolution auf basis der maschinellen baumwollproduktion -> ingenieure -> eisenbahn -> empire
bsp GB: staatliche förderung für lösung bestimmter praktischer probleme (bspw. längengradproblem)
bsp USA: unabhängigkeit und überlegenheit durch immigration von produktionsmethoden und technologien aus der alten welt
bsp D: weltspitze in der chem industrie (~1900) durch systematischen aufbau mit korrespondierenden bildungsprogrammen. eigene stahlproduktion durch import britischer ing.
bsp F: systematischer import britischer ing. & know how
bsp japan & südkorea: weltspitze in der elektronik anfangs durch kopieren und verbessern von "westlichen" technologien & nun durch gezielte ausbildung

(stark verkürzt und unvollständig)

er t
00
interessant

eine neulich in der Times veröffentlichte Studie kam zum gegenteiligen Urteil, nämlich daß höhere Investitionen in die Bildung keineswegs zum Wohlstand des Landes beitragen, da diese Investitionen ohnehin nur von Mittel- und Oberschichtsangehörigen genutzt werden, die sich die Bildung auch ohne staatliche Subventionen leisten könnten. In Österreich liegt das wohl nicht sehr anders wenn man so liest, daß die Quoten von Nichtakademikerkindern unter den Studenten verschwindend klein sind...

RS69
 
00
23.9.2011, 18:23

Die Steuereinnahmen der Akademiker kommen Allen zugute - insbesondere den Schlechterverdienern.

Die soziale Durchlässigkeit ist ein anderes Thema als der Nutzen.

120 Jahre Karl Schranz
12
das ist doch alles hinlänglich bekannt. man weiß seit jahren dass die OECD-akademikerquote äpfel mit birnen vergleicht

(die qualität eines physiotherapeuten oder einer krankenschwester definiert sich nicht dadurch, ob sie 3 jahre an einer fachhochschule oder an einer ausbildungsschule waren). und das die durchschnittliche bildungsrendite hoch ist ist ebenfalls unbestritten. aber: das ist ein übers knie gebrochener durchschnittswert. er macht keine aussagen darüber inwieweit sich zugangsbeschränkungen bzw. die deckelung der studierendenzahlen, studiengebühren, lenkung in bestimmte studien etc auswirken. wie man das geld also ausgibt, sagt sie nicht. als argument gegen beschränkungen eignet sich diese statistik wirklich nicht. man schaue sich mal die bildungsausgaben, die soziale durchmischung der spitzenplätze - und schaue dann ihre zugangsregeln an...

RS69
 
00
23.9.2011, 18:24

Und mit dieser Erkenntnis kann sich jeder Österreicher beruhigt zurücklehnen, und das Geld weiter für neue Fernseher und Autos ausgeben, anstelle in die eiigene Weiterbildung - und die der Kinder - zu investieren.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 86
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.