Deutsche Studie

Raucht der Kopf, leuchtet das Gehirn

06. September 2010 16:08

Magnetresonanztomographie soll bei Studie Aufschluss über verschiedene Typen der Abhängigkeit geben

Anhand der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) können Forscher die Funktionen bestimmter Hirnstrukturen untersuchen und Einblicke in die Veränderung von Hirnaktivität gewinnen - zum Beispiel auch solche, die durch Substanzen wie Alkohol oder Nikotin hervorgerufen werden. Während nur jeder Dreißigste der Alkohol trinkt, süchtig wird, entwickelt jeder dritte Raucher eine Abhängigkeit. Warum gelingt es einigen Menschen problemlos, ihr Rauchverhalten zu kontrollieren und nach dem geselligen Abend mit Wein und Zigarette tagelang auf den Glimmstängel zu verzichten, während andere bei Wind und Wetter auf dem Balkon stehen oder zur Tankstelle laufen und es trotz dem Wunsch aufzuhören, nicht dauerhaft schaffen von der Zigarette loszukommen?

Erfolgreich aufhören

Daran, dass es in Zukunft noch wesentlich mehr Raucher schaffen, erfolgreich aufzuhören, arbeiten Forscher der TU Dresden mittels moderner Hirnforschung. Die Wissenschafter der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus möchten herausfinden, wie Nikotin emotionale und motivationale Prozesse im Gehirn beeinflusst. aus diesem Grund suchen sie Teilnehmer für eine Raucherstudie. Hierfür werden 18- bis 55-jährige, körperlich und psychisch gesunde Frauen und Männer gesucht, die weniger als 20 Zigaretten im Leben geraucht haben (Nichtraucher), höchstens fünf Zigaretten in der Woche (Gelegenheitsraucher), beziehungsweise mindestens 15 Zigaretten am Tag rauchen.

Aufhörwillige Raucher erhalten außerdem ein besonderes Angebot. Im Rahmen eines Raucherentwöhnungskurses können sie sich bei ihrem Vorhaben, das Rauchen aufzugeben, von speziell ausgebildeten Kursleitern professionell unterstützen lassen. Mit dieser Hilfe sind nach dem Kurs sieben von zehn Teilnehmern rauchfrei, von denen mehr als die Hälfte auch langfristig ohne Zigaretten auskommt. Das sei im Vergleich zu anderen Methoden eine sehr hohe Erfolgsquote, heißt es in der Aussendung. (red)

Studienteilnahme

Wer an der Studie teilnehmen möchte, erhält nähere Informationen bei dem Diplom-Psychologen Nils Kroemer unter Telefon 0351 463 42206 oder meldet sich per E-Mail an: nils.kroemer@tu-dresden.de

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Raucherambulanz

gastrosoph
07.09.2010 09:14
Da werden die nicht fündig,

denn wo genau die Zentren einer Abhängigkeit im Gehirn sitzen, lässt sich noch nicht qualitativ feststellen, sondern nur quantitativ. Und dem eine qualitative Aussage zumessen, ist/wäre mehr als verwegen. Wenn etwa Krankheiten wie Lungenkrebs entsteht, dann hört der Probant vielleicht auf mit dem Rauchen, weil sein Körper überleben will. Es muss also immer etwas stärkeres als die Sucht sein, die ihn davon abbringt - nicht heilt.

h 90
07.09.2010 03:11

Es wird nach Wille und Disziplin gesucht?

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