Raubkunst

Land Salzburg restituiert Gemälde von Berthe Morisot

06. September 2010 15:02

Gemälde 1940 von den Nazis geraubt - Eine "Verpflichtung im Sinne der historischen Gerechtigkeit"

Salzburg - Das Land Salzburg wird ein von den Nazis 1940 geraubtes Bild der französischen Malerin Berthe Morisot (eine Schwägerin Edouard Monets) restituieren. Das kündigte am Montag Kulturreferent LHStv. David Brenner (SPÖ) in einer Aussendung an. Die Nazis hatten das Gemälde "Jeanne Pontillon a la capeline" aus der Sammlung der Familie David-Weill beschlagnahmt. Das Rupertinum hatte es 1977 ersteigert, als in der Fachwelt bereits bekannt war, dass es sich hier um einen Fall von Raubkunst handelt.

Auch wenn derzeit noch nicht ganz klar sei, ob die Rückgabe rechtlich überhaupt verpflichtend sei, gebe es jedenfalls eine "Verpflichtung im Sinne der historischen Gerechtigkeit". Denn es bestehe kein Zweifel, "dass es sich hier um Raubkunst handelt", so Brenner. Die Restitution sei mit dem Koalitionspartner ÖVP bereits abgestimmt. Derzeit werde noch geprüft, ob bei einer Rückgabe mögliche Forderungen Dritter gegenüber dem Land entstehen können, vor allem aber gelte es jetzt, die Erben ausfindig zu machen und zu informieren. Derzeit wird das Gemälde im Depot des Museums der Moderne in Salzburg aufbewahrt. (APA)

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