Geschäftslage der heimischen Unternehmen im Westen besser - Beste Bewertung für Auftragslage seit Jänner 2008
Wien - Österreichs Mittelständler sehen eine positive Entwicklung am heimischen Absatzmarkt. 50 Prozent der Firmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als "gut". Dabei gibt es allerdings regionale Unterschiede. Im Westen Österreichs geht es den Unternehmen am besten, Niederösterreich und Wien sind Schlusslichter, geht aus dem heute, Mittwoch, veröffentlichten Mittelstandsbarometer des Beratungsunternehmens Ernst & Young hervor.
Ebenfalls 50 Prozent der 900 im Juli befragten Unternehmen mit 30 bis 2.000 Mitarbeitern bewerten ihre Auftragslage als "gut", 42 Prozent als "eher gut". Das ist das beste Ergebnis seit Jänner 2008, als die Wirtschaftskrise ihren Anfang nahm. Dabei geht es den Unternehmen im Burgenland, Tirol und Vorarlberg am besten. 60 Prozent und mehr sprechen in diesen Ländern von einer guten Auftragslage. Salzburg, Oberösterreich und Kärnten liegen im Mittelfeld und bewegen sich um die 50 Prozent. Schlusslichter sind die Steiermark, Wien und Niederösterreich. 47 Prozent der Mittelständler aus der Steiermark und Wien sowie nur 41 Prozent aus Niederösterreich bewerten ihre Geschäftslage als gut.
Situation entspannt sich
39 Prozent rechnen mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage in den nächsten sechs Monaten. Damit ist die Zahl der Optimisten so groß wie seit Jänner 2008 (48 Prozent) nicht mehr. Interessanterweise erwartet sogar ein höherer Prozentsatz - nämlich jedes zweite mittelständische Unternehmen - für die zweite Jahreshälfte 2010 eine Verbesserung der Wirtschaftslage in Österreich. Dabei zeigen sich Industrieunternehmen als am zuversichtlichsten.
Im Bereich der Investitionsbereitschaft entspannt sich die Situation weiter, allerdings ist das Niveau noch ein Stück von jenem vor der Krise entfernt. Vor allem Industrie- und Handelsunternehmen wollen mehr investieren. Dienstleistungs- und Baufirmen sind hier vorsichtiger.
Auch bei den Neueinstellungen zeigen sich die mittelständischen Unternehmen optimistischer. 27 Prozent der Befragten geben an, zusätzliche Mitarbeiter einstellen zu wollen (Februar: 17 Prozent). Dabei ergibt sich aus Neueinstellungen und Personalabbau erstmals wieder ein deutlich positiver Saldo. Dennoch sind es weit weniger Neueinstellungen als vor der Krise. (APA)