Wirkt sich positiv auf Blutzucker, Blutfette und Gefäße aus - Bewegungsprogramm bei Patienten mit Herzinsuffizienz und Diabetes Mellitus
Feldkirch, Stockholm - Abwärts gehen ist gut für die Herz-Gesundheit. Wer über acht Wochen öfter abwärts geht beziehungsweise wandert, verbessert deutlich den Nüchternblutzucker und den Blutzucker nach einem Zuckerbelastungstest, die Blutfette, lindert Gefäßentzündungen und reduziert das Übergewicht. Das hat ein Forscherteam um Heinz Drexel vom Institut zur Erforschung und Behandlung von Erkrankungen des Gefäßsystems im Landeskrankhaus Feldkirch herausgefunden. Die Untersuchung mit 92 Probanden und 25 Kontrollpersonen wurde auf dem Europäischen Kardiologenkongress unter die interessantesten neuen Forschungsergebnisse eingereiht.
Gute Alternative
"Sport ist für viele Menschen so anstrengend, dass sie Bewegungsprogramme nicht durchführen können oder wollen. Daher wird nach weniger anstrengenden Sportarten gesucht", so Drexel. Eine Möglichkeit sei das Abwärtsgehen. Bisher war aber nicht bekannt, ob diese Art der Bewegung für Stoffwechsel, Herz und Kreislauf nützlich ist. Ein günstiger Effekt wäre besonders wichtig für Patienten mit Herzinsuffizienz oder Diabetes Mellitus.
Die Autoren schließen aus den Ergebnissen, dass das Abwärtsgehen - "exzentrische Muskelarbeit" - von großem Vorteil für Menschen ist, die bisher keine Bewegung gemacht haben. In derzeit laufenden und künftigen Studien wird das Bewegungsprogramm bei Patienten mit Herzinsuffizienz und Diabetes Mellitus eingesetzt. Wie Abwärtsgehen schließlich in den Alltag von Patienten gut integriert werden soll, erwähnten die Autoren in ihrer Aussendung nicht. (red)