"Religionsfreiheit"

Konfessionsfreie starten Buskampagne Teil II

06. September 2010 12:49
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    Foto: Super-Fi

Religionsfreiheit von Kindern wird zum Thema gemacht - Öffentliche Verkehrsbetriebe verweigern wieder die Affichierung

Nachdem im letzten Jahr der Startschuss gefallen war ("Es gibt keinen Gott"), geht die Buskampagne in Österreich in die zweite Runde. Als Initiator fungiert ein Verein, der sich die "Konfessionsfreien" nennt. Ging es 2009 vor allem um die gesellschaftliche Akzeptanz der Meinungsfreiheit, ist 2010 Religionsfreiheit von Kindern das Thema, so die Initiative, die Teil der internationalen Atheisten-Kampagne ist, die  Ende 2008 ihren Ausgang in Großbritannien nahm. Länderspezifische Adaptierungen folgten.

Religionsfreiheit umfasse zwei Rechte, meinen die Initiatoren: "Einerseits das Recht, einer Religionsgemeinschaft anzugehören, andererseits das Recht, keiner Religionsgemeinschaft anzugehören bzw. diese zu verlassen und auch nicht an kultischen Handlungen, Feierlichkeiten oder sonstigen religiösen Praktiken teilnehmen zu müssen."

"Erzwungene Teilnahme"

In Österreich beginne diese "erzwungene Teilnahme" bereits in den Kindergärten, kritisieren die "Konfessionsfreien", "das Anbringen von Kreuzen und die Erteilung einer religiösen 'Bildung' sind in öffentlichen Kindergärten gesetzlich angeordnet. Viele Eltern sind aber keine Christen, gehören einer anderen Konfession an oder sind überhaupt konfessionsfrei. Die Kinder selbst haben noch gar keine eigene Religion. Diese wird ihnen bis zur Religionsmündigkeit (im Alter von 14) verordnet und anerzogen", heißt es. 

Die Forderung der "Konfessionsfreien" an den Staat lautet, dass dieser "erst ab einem bewussten Eintritt in eine Konfession Leute als Mitglieder anerkennen" solle. Das Mindestalter soll bei 14 Jahren liegen.

Keine "religiöse Werbung"

Die Botschaft vermitteln soll ein Sujet, das von der Werbeagentur Super-Fi kreiert wurde. Wie schon im letzten Jahr verweigerten auch heuer sämtliche Verkehrsbetriebe die Affichierung. Mit der Begründung, dass es sich hier um "religiöse Werbung" oder eine "gesellschaftspolitische Forderung" handle.

Die "Buskampagne" werde deswegen auf andere Werbeträger ausweichen, betont Initiator Niko Alm. Laut dem Super-Fi-Chef wird die Botschaft wie im letzten Jahr auf City Lights in Wien, Graz und Innsbruck zum Einsatz kommen, präzisiert er gegenüber etat.at; und zwar im Oktober. Weiters sollen Anzeigen in bestimmten Medien geschalten werden. Eine Verbreitung via Social Media und Online-Werbung ergänzen den Auftritt, so Alm. Der Verein die "Konfessionsfreien" wird ausschließlich über Spendengelder finanziert. (om)

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Hlsebastian
31.10.2010 15:39
Ein Zitat von Heinrich Böll zum Nachdenken:

"Selbst die allerschlechteste christliche Welt würde ich der besten heidnischen vorziehen, weil es in
einer christlichen Welt Raum gibt für die, denen keine heidnische Welt je Raum gab: für Krüppel
und Kranke, Alte und Schwache, und mehr noch als Raum gab es für sie: Liebe für die die der
heidnischen wie der gottlosen Welt nutzlos erschienen und erscheinen…"

jakov
28.07.2011 16:02

Sie tun (mit ihrem bewusst gewählten Zitat) so als ob jegliche Menschlichkeit den Christen vorbehalten wäre. Haben Sie sich schon mal überlegt, ob es denn nicht auch andersherum sein könnte, dass die Christen bloß die Menschlichkeit vereinnahmen? Die Entwicklungen zu einer Menschlicheren Welt (zB Menschenrechte) sind die der jüngeren Geschichte, die meisten meines Erachtens in verbindung mit Aufklärung und Ethik.

Christophe Brass
30.09.2010 18:52
Identifikation, Internalisierung des Vaters (=Zerstörung, wie die Nahrung) und als Verneinung, Projezierung nach Aussen des internalisierten innerlichen Vaters in die Gottvater Figur

Wer singt "In meines Herzensgrunde, dein Nam und Kreuz allein, funkelt allzeit und Stunde, drauf kann ich fröhlich sein", hat zuerst jemand gefressen (einen Körper, die Hostie). Welch bestes Beispiel für das starke Schuldgefühle erzeugendes Prozess der Identifikation! Sich mit dem leiblichen Vater identifizieren heisst unbewusst ihn zerstören. Fazit : Schuldgefühle, Verneinung dieser Zerstörung des innerlichen Vaters durch einen nach Aussen projezierten Vater (Vater unser im Himmel). Nicht zwischen Religionen als unberwusste Lösungen für innere Konflikte wählen, sondern lernen mit den Konflikten in uns zu leben. Die Religionen sind nur Kinderkrankheite der Rationalität. Zu lesen : "Pladoyer für die Entkolonisierung des Kindes", G. Mendel

Annata
30.09.2010 04:09

Selbst meine Mutter hatte mich gezwungen in die Kirche zu gehn, zum Glück war sie allein erziehend und ich konnte dem Schicksal eine religiösen Lebens entkommen.

Mag. Garnicht
17.09.2010 20:06
NIEMAND WIRD BESSER FÜR DIE KONFESSIONSFREIHEIT ALS DIE KIRCHE.

Mag. Garnicht
17.09.2010 20:07
WIRBT

ill sagt der hausverstand
 
15.09.2010 02:20

Abgesehen von der Botschaft, die verbreitet wird: In Wien steht bei mir um die Ecke auch ein Sprinter mit dem Slogan von damals. Den bemerkt man KAUM.

Also insofern uninteressant.

Hans Müller1
 
07.09.2010 15:47
Kinder müssen sich eher dafür schämen wenn sie sagen sie gehen in die Kirche

die Kampagne geht wohl etwas an der Realität vorbei, der Druck kommt schon lange nicht mehr von der religiösen Seite

epa
22.09.2010 09:00
Diese Kampagne ist wichtig

An Hans Müller1: Ihre Aussage ist für mich nicht nachvollziehbar. Aus eigener leidvoller Erfahrung weiß ich, dass vor allem im ländlichen Österreich nach wie vor massiver sozialer und psychischer Druck auf Nicht- bzw. Andersgläubige ausgeübt wird. Mitunter wird einem vorgeworfen, die eigene Kultur zu verraten.
Außerdem ist die katholische Kirche noch immer ein Machtfaktor auf politischer Ebene.
Stichwort: Konkordat von 1933

http://www.uibk.ac.at/praktheol... ordat.html

Dagegen muss aktiv etwas getan werden; diese Probleme werden sich nicht von selbst durch die vielen Austritte lösen.

grauslich
07.09.2010 18:20

Der irrsinnig enorme Druck, den www.laizismus.at und die www.atheistische-religionsgesellschaft.at seit langem schon permanent auf unsere noch nicht einmal alphabetisierten Kleinsten ausübt, der sollte also verringert werden? Sie sind vermutlich noch nicht allzu lange in Österreich ... ^^

ich sag's grad raus
07.09.2010 14:26
Die Buskampagne.

Ohne Bus.

(aber evt. auf Taxis?)

Mariothereal
07.09.2010 12:22

die sujets auf deren homepage wurden ja alle von erwachsenen entwickelt und formuliert? sehr fragwürdig.
warum benutzt man kinder in der werbung um die gedanken und ideologien der erwachsenen zu kommunizieren?
etwas konsequenter wäre der einsatz von stimmen der entsprechenden altersgruppe.
kinder sprechen für kinder!

respectfully disagreed
07.09.2010 13:06

Die Werbung richtet sich nicht an Kinder

Poidi Poidi
07.09.2010 12:14
primäres ziel

müsste doch endlich der ersatz der religionsstunden durch einen ethikunterricht sein.

gerade in der heutigen zeit wäre es wünschenswert in solchen stunden auf die unterschiedlichen religionen und weltanschauungen zu diskutieren.

durch das auftrennen schürt man ja erst wieder misstrauen unter den religionen.

HRHansen
07.09.2010 11:56
religionsfreiheit selbst entscheiden lassen, solarien verbieten, alkohol ab 18, tschik nur mit bankomatkarte...

i waas ned...

sterngucker
 
07.09.2010 14:13
Echt ein Wahnsinn

Wenn das so weitergeht, dürfen Frauen demnächst auch noch den Führerschein machen!

Faramir
07.09.2010 12:57
ganz offensichtlich

wissen sie etwas nicht: die erste nennung sorgt für entscheidungsfreiheit, die anderen schränken diese ein! wo ist ihr problem???

Macho04
07.09.2010 11:56
Buskampagne

Ich schlage vor, dass diese Kampagne in Ländern wie der Türkei, Iran, Saudi Arabien gestartet wird. In letzterem wird der Austritt aus dem Islam mit dem Tod bestraft.

Redwraithvienna
18.09.2010 01:38
und ?

was wollen sie uns damit sagen ?
Das es in diesen Ländern keine religionsfreiheit gibt ?

Das ist bekannt.

Das wir uns daher an diesen orientieren sollen ?

Das diese Länder unsere Beispiele sein sollen ?

Das wir die Sache nicht besser machen sollen / können ?

Mark Syl
07.09.2010 11:00
hm

sehr sehr wichtige kampagne....

WM Mix
07.09.2010 10:56
Heilige Krieg der Radikalen Konfessionslosen

Da der Einfluss der Eltern auf ihre Kinder enorm ist, ist es wohl schwer möglich hier ohne Vorurteile entscheiden zu können.
Deswegen wäre es Sinnvoll auch die Erziehungsberechtigten von den Kindern frei entscheiden zu lassen. Oder wann ein Kind mit der Schule beginnen soll. Der Staat sollte sich auf jeden Fall nicht zu viel einmischen.
Ist das der Heilige Krieg der Radikalen Konfessionslosen?

respectfully disagreed
07.09.2010 13:08

Die radikalen Konfessionlosen sind so unglaublich böse: All die Anschläge, die institutionalisierte Päderastie, die Beeinflussung der Politik, nicht zu vergessen: die Steuerbefreiung...

Faramir
07.09.2010 12:59
denken, dann

reden: in der schule soll der staat wissen vermitteln, nicht glauben!

Drew R. Man
07.09.2010 13:39
...womit bewiesen wäre:

Sie haben vom schulischen RU offensichtlich null ahnung.

Faramir
08.09.2010 12:29
... womit bewiesen wäre, dass

sie mein posting nicht ordentlich gelesen haben: ich habe geschrieben, dass der staat wissen vermitteln SOLL!

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